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Donauwörth

07.01.2019

Zwei große Stücke heuer auf der Freilichtbühne 

Große Kulisse und Kostüme gehören zum Musical „My fair Lady“ (hier eine Szene aus der Inszenierung im Kurhaustheater Göggingen). Man darf gespannt sein, wie das Theater Donauwörth das Stück umsetzt. 
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Große Kulisse und Kostüme gehören zum Musical „My fair Lady“ (hier eine Szene aus der Inszenierung im Kurhaustheater Göggingen). Man darf gespannt sein, wie das Theater Donauwörth das Stück umsetzt. 
Bild: Foto: Jan Bürgermeister

Das Theater Donauwörth inszeniert „My fair Lady“ und „Michel in der Suppenschüssel“. Die Regisseure verraten schon einiges über die Inszenierungen 

Der Donauwörther Mangoldfelsen hat etwas Magisches an sich. Nicht nur befinden wir uns dort auf geschichtsträchtigem Boden – einmal im Jahr fühlt es sich vielmehr fast so an, als ob man dort durch eine unsichtbare Pforte fantastische Welten betritt. Immer dann ist das nämlich der Fall, wenn das Theater Donauwörth dort im Sommer zu seinen Freilichtspielen ruft. Auch 2019 lassen an jenem Platz erneut Schauspieler wie auch Publikum die Jetztzeit hinter sich, um in Geschichten jenseits des Alltags einzutauchen. Präsentiert werden heuer das Musical „My fair Lady“ (Frederick Loewe und Alan J. Lerner) und der Kinderbuchklassiker „Michel in der Suppenschüssel“ von Astrid Lindgren. Mit diesen Inszenierungen stellen sich Regisseure wie Akteure einmal mehr besonderen Herausforderungen, denn von beiden Stücken gibt es großartige, allseits bekannte Verfilmungen.

Es ist wohl eines der weltweit erfolgreichsten Musicals: My fair Lady, das auf dem Schauspiel „Pygmalion“ von George Bernard Shaw basiert. Zwei Gegensätze treffen darin aufeinander. Einmal die naive, ungebildete Blumenverkäuferin Eliza, ausgestattet mit einem sehr strengen Dialekt – zum anderen der überhebliche Sprachwissenschaftler Professor Higgins. Ihre Begegnung thematisiert nicht nur gesellschaftliche Unterschiede, sondern auch die grundsätzliche Frage, wozu der Mensch eigentlich bestimmt ist.

Im Film spielt Audrey Hepburn

Aus dem Jahr 10964 stammt die vielleicht bekannteste Aufbereitung des Stoffs, der Film „My fair Lady“ mit Audrey Hepburn und Rex Harrison in den Hauptrollen. Nun wagt sich auch das Theater Donauwörth an dieses Stück. Es hat es sich für die kommende Freilicht-Saison ausgesucht und stellt sich damit einer großen Herausforderung. Die Donauwörther haben deshalb auch schon mit den Proben begonnen, wie Gesamtleiter und Regisseur Wolfgang Schiffelholz berichtet. „Wir haben nun alle Rollen besetzt und haben auch schon mit den Einzelstimmen- und Chorproben begonnen. Insgesamt sind es 35 Darsteller. Bisher läuft alles ganz gut, wir werden uns bei der Aufführung auch an das Drehbuch halten und nicht viel davon abweichen“.

Marion Sewald wird am Mangoldfelsen die Rolle der anfangs derben, später liebreizenden Eliza Dolittle übernehmen und Bernd Zoels die des arroganten, letztlich aber geläuterten Professors Henry Higgins. Die spannende Frage ist, ob sich die Blumenverkäuferin, die aus niedriger Gesellschaftsschicht in die aristokratische Londoner Gesellschaft zu integrieren. Denn Professor Higgins macht es sich zum Ziel, sie zu einer Lady nach seinem Idealbild zu formen. Er möchte ihr Wesen verändern, sie vornehme Umgangsformen lehren und so zu einem anderen Menschen machen. Kann Eliza bei alldem ihre Persönlichkeit wahren? Bleibt sie Mensch oder wird sie letztlich zum Versuchsobjekt degradiert?

Ab Ende Juni gibt es in der Freilichtbühne Antworten diese und weitere Fragen. Regisseur Wolfgang Schiffelholz: „Es ist ein wunderbares Stück, das sich nicht nur um die Frage dreht, was den Menschen zu dem macht, was er ist, sondern das auch von einer Frau erzählt, die zur Geltung kommen möchte. Es wird unterhaltsam, lustig aber auch spannend werden, wie es am Ende des Stücks zwischen Eliza Dolittle und dem Professor Higgins ausgehen wird.“

Zahlreiche bekannte Lieder

Außerdem tragen natürlich zahlreiche Musikstücke zum Erfolg des Musicals bei – wie beispielsweise „Es grünt so grün“ und „Hei, heute Morgen mach ich Hochzeit“, „Ich hätt getanzt heut Nacht“ und viele andere.

Wer die Donauwörther Freilichtbühne kennt, weiß: Nicht nur die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten, sondern auch die jungen Zuschauer. Sie dürfen sich heuer ebenfalls auf ein sehr bekanntes Stück freuen, nämlich auf die Geschichte eines kleinen blonden Buben aus Schweden, der sein Umfeld durch Streiche ständig auf Trab hält. Keine Geringere, als die große Astrid Lindgren hat ihn sich ausgedacht, den Michel aus Lönneberga. Auf der Donauwörther Freilichtbühne wird gespielt: „Michel in der Suppenschüssel“. Darin geht es um Michel, der sich das letzte verbliebene Fleischstück aus der Suppe sichern will und dabei seinen Kopf nicht mehr aus der Schüssel herausbekam.

Regie führen Jürgen Lechner und Christian Faul. „Es wird ein Stück werden, das für Jung und Alt sehr viel Spaß bereithält“, sagt Lechner. „Natürlich hat jeder ein bestimmtes Bild von Michel im Kopf, schließlich haben viele die bekannten Filme gesehen. Und wir werden tatsächlich versuchen, uns nicht zu sehr von diesen zu entfernen.“

Mitte Januar treffen sich die Darsteller zur ersten Leseprobe und auch die Rollen werden dann vergeben. „Wir werden uns natürlich überlegen, wie wir bestimmte Dinge umsetzen können. Es wird ja zum Beispiel die kleine Ida am Fahnenmast hinaufgezogen und auch eine Pferdekutsche spielt in unseren Überlegungen eine Rolle“, so Lechner. Unterm Strich soll eine ansprechende Inszenierung herauskommen, die nicht zu sehr vom Original abweicht.

Info „My fair Lady“ wird gespielt am 22./28./29. Juni, 5./6./10./12./13./ 24./26./27./31. Juli, 2./3./7./ und 9. August jeweils um 20.30 Uhr. Nachmittagsvorstellung am 30. Juni um 17 Uhr. „Michel“ wird gespielt am 7. Juli (16 Uhr), 13. Juli (15 Uhr), 14./21. und 28. Juli (jeweils 17 Uhr), 30. Juli, 4./6. und 8. August (jeweils um 20 Uhr). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.theater-donauwoerth.de.

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