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Bauernverband

20.03.2015

Zwischen der Region und den USA

Bei der BBV-Ortsobmännerversammlung wurden auch Meister und Hochschulabsolventen geehrt: (von links) Karlheinz Götz (stellvertretender Kreisobmann), Dominik Schmitz (Techniker), Stefan Wohlfrom (Techniker), Josef Braun (Meister), Florian Wiebel (Meister), Andreas Mayr (Ingenieur der Landwirtschaft), Melanie Biber (Meisterin), Karl Wiedenmann (Kreisobmann), Georg Straß (Meister) und Simon Michel (stellvertretender Kreisobmann).
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Bei der BBV-Ortsobmännerversammlung wurden auch Meister und Hochschulabsolventen geehrt: (von links) Karlheinz Götz (stellvertretender Kreisobmann), Dominik Schmitz (Techniker), Stefan Wohlfrom (Techniker), Josef Braun (Meister), Florian Wiebel (Meister), Andreas Mayr (Ingenieur der Landwirtschaft), Melanie Biber (Meisterin), Karl Wiedenmann (Kreisobmann), Georg Straß (Meister) und Simon Michel (stellvertretender Kreisobmann).

Thema der Obmännerversammlung ist das Freihandelsabkommen. Es gibt klare Worte und eine Überraschung

100 Kilogramm Blumensamen – so viel verschenkte der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV) Karl Wiedenmann bei der Ortsobmänner-Frühjahrsversammlung im Gasthaus Neuwirt in Sulzdorf. „Die Menge reicht für einen Hektar“, sagte Wiedenmann. Jeder Ortsverband erhielt einen ein Kilogramm schweren Beutel mit Samen, den er beispielsweise entlang eines Radwegs oder einer Hauptstraße aussäen kann.

Wiedenmann möchte damit den Landkreis zum Blühen bringen. Gleichzeitig überraschte er mit seiner Aktion Johann Holzmann, den Vorsitzenden des Imkerverbands Donau-Ries. Denn die Bienen sollen ebenfalls von den neu gepflanzten Blumen profitieren.

Auch die sieben Meister und Hochschulabsolventen, die bei der Versammlung geehrt wurden, haben nun etwas zu pflanzen. Sie erhielten zum Abschluss ihrer Ausbildung einen Obstbaum. In seiner Begrüßungsrede machte Wiedenmann seine ablehnende Haltung zu den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen deutlich. Er sagte: „Ich stimme keinem einzelnen Flutpolder zu.“ Denn in diesen Gebieten könne man nichts mehr anbauen.

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Keine Gentechnik, keine Hormone, kein Chlorhühnchen

Neben den Ortsobmännern war der Leitende Ministerialrat des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Anton Dippold, eingeladen. Er referierte ausführlich über die Herausforderungen und Chancen für die deutsche Landwirtschaft, die das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen Europa und den USA mit sich bringt.

Grundsätzlich befürwortet er das Abkommen. „Aber es kommt darauf an, wie man es macht“, sagte Dippold und ergänzte: „Die Verbraucher wollen keine Gentechnik, und wir wollen keine Hormone und kein Chlorhühnchen.“

Derzeit seien 26 bayerische Produkte geschützt, beispielsweise die Nürnberger Rostbratwurst und der Allgäuer Bergkäse. Dippold ist sich sicher, dass diese Produkte einen guten Ruf haben und für Qualität stehen. „Daran wollen wir nicht rütteln“, sagte er und fügte hinzu: „Unsere Standards müssen gelten, sonst sagen die Wähler: Wofür haben wir diese gemacht? Wir müssen den Schutz der Marken gewährleisten.“

Dennoch glaubt der Ministerialrat, dass nicht alle Standards gehalten werden können. Dann müssten Lebensmittel gekennzeichnet werden. Für Dippold sind die USA ein bedeutsamer Handelspartner.

Gleichzeitig dürfe man die so wichtigen Kunden, die Produkte aus der Region kaufen, nicht vergessen. Das Abkommen berge Chancen, wie wirtschaftliches Wachstum oder Absatzmöglichkeiten neuer Produkte, und Risiken, wie die Gentechnik. Er meinte, man brauche faire Bedingungen. Nur so könne eine gute Zukunft geschaffen werden.

Kreisobmann Wiedenmann ist wichtig, mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten. Seine Hauptbefürchtung ist, dass in „dunklen Kanälen verhandelt und irgendetwas entschieden wird“.

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