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Airbus Helicopters meldet Plus bei Aufträgen für Hubschrauber

Donauwörth

Der Bestseller von Airbus Helicopters kommt aus Donauwörth

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    Viel zu tun haben die Beschäftigten bei Airbus Helicopters in Donauwörth. Hier ein Blick in die Endmontage-Halle für die Modelle H135 und H145.
    Viel zu tun haben die Beschäftigten bei Airbus Helicopters in Donauwörth. Hier ein Blick in die Endmontage-Halle für die Modelle H135 und H145. Foto: Marcus Merk (Archivbild)

    Der Höhenflug hält an: Der Airbus-Helicopters-Konzern hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass die Auftragsbücher so voll wie schon lange nicht mehr sind. Im vorigen Jahr verzeichnete das Unternehmen bei den Bestellungen ein Plus von fast 20 Prozent. Einen ordentlichen Anteil hat - das lässt sich aus den gemeldeten Zahlen ablesen - ein Produkt aus dem Werk in Donauwörth: Die H145 ist im Konzern sogar der Verkaufsschlager schlechthin.

    Wie die Firma mitteilt, orderten 205 Kunden aus 50 Ländern im Jahr 2025 zusammen rund 540 Hubschrauber der neun verschiedenen Modelle. Das positive Ergebnis betreffe die gesamte zivile und militärische Bandbreite. Airbus Helicopters habe sich im zivilen Bereich und bei Maschinen für Behörden weltweit einen Marktanteil von 51 Prozent gesichert. Auf dem militärischen Sektor seien es 28 Prozent. Im vergangenen Jahr habe man 392 Hubschrauber ausgeliefert. Wie viele davon aus Donauwörth stammen, will das Unternehmen traditionell nicht sagen. Nach Informationen unserer Redaktion dürften es um die 150 sein.

    Fokus von Airbus Helicopters stärker auf militärischen Bereich ausgerichtet

    Airbus-Helicopters-Präsident Bruno Even, der noch bis Ende März im Amt ist (wir berichteten), erklärt der Pressemitteilung zufolge, dass das Unternehmen mit seinen modernen Produkten die Fähigkeiten für Missionen liefern könne, die in dem aktuell komplexen Umfeld erforderlich seien. Der Fokus sei auf Verteidigung und Sicherheit ausgerichtet wie noch nie. Die angespannte weltpolitische Lage mit der damit verbundenen Aufrüstung ist der Grund dafür.

    Airbus Helicopters nennt einige Beispiele für große und wichtige Aufträge. So habe Spanien insgesamt 100 Maschinen bestellt, darunter allein 50 Exemplare der H145M. Dieses Modell wird bekanntlich in ziviler und militärischer (dafür steht das M) Version in Donauwörth hergestellt. Für die Bundeswehr soll die Firma 20 weitere H145M bauen, womit die Zahl der für die deutsche Truppe bestellten Maschinen auf 82 geklettert ist. Auch dieser Vertrag wurde 2025 geschlossen. Damit gingen 2025 insgesamt 149 H145-Bestellungen ein. Dies habe die Position dieses Modells als „Bestseller“ auf allen Geschäftsfeldern gestärkt, so die Firma. In Donauwörth ist die H145-Fertigung bereits hochgefahren worden und soll in naher Zukunft weiter ausgebaut werden, ist von Airbus Helicopters zu hören.

    Für neues Modell H140 von Airbus Helicopters liegen schon 61 Bestellungen vor

    Was das Unternehmen ebenfalls erwähnt: An die Bundeswehr lieferte das Unternehmen in Donauwörth die erste Maschine des NH 90 Sea Tiger aus, der unter anderem für die U-Boot-Jagd geeignet ist. Demnächst (geplant: 2028) auf den Markt kommt das neue Modell H140. Dafür lägen bereits 61 feste Bestellungen vor. Die Fabrik in Donauwörth profitiert auch von Aufträgen für die H135. Davon will Spanien 13 Stück kaufen und Großbritannien für die dortige Polizei sieben Stück. Am Absatz der H125, H160 und H175 hat der Standort in Nordschwaben ebenso einen Anteil, werden in dem Werk doch die Fahrgastzellen (Kabinen) auch für diese Typen produziert und zum Teil ausgestattet (zum Beispiel mit Elektrik und Tank).

    Die neu entwickelte H160 etabliert sich gerade auf dem Markt. Die französische Gendarmerie erhielt ihr erstes Exemplar. In Japan sollen dieses Hubschrauber-Modell auch bei der Bekämpfung von Bränden eingesetzt werden. Für die H125 soll in Indien eine Endfertigung errichtet werden. Das ist die vierte für dieses Modell weltweit. Man wolle die globale industrielle Basis weiter ausbauen, merkt Airbus Helicopters dazu an. Der Auftragseingang für die einzelnen Modelle 2025: 129-mal H125, 47-mal H130, 45-mal H135, 61-mal H140, 149-mal H145, 30-mal H160, 15-mal H175, 34-mal Super Puma (wird ausschließlich in Frankreich produziert) und 34-mal NH 90.

    Angesichts der erfreulichen Geschäftsentwicklung rechnen die Verantwortlichen in Donauwörth damit, dass die Belegschaft in der hiesigen Fabrik nochmals wächst. Derzeit sind am Standort über 8000 Menschen beschäftigt und es laufen Bauarbeiten für einen neuen Produktionskomplex.

    Gute Nachricht auch für Flugzeugtüren-Produktion bei Airbus Helicopters

    In die Serie der guten Nachrichten aus dem Airbus-Konzern reiht sich auch eine Meldung ein, welche die Firma am Mittwoch veröffentlichte. Demnach bestellte die Fluggesellschaft Delta Air Lines 31 Flugzeuge: 16 A 330-900 und 15 A 350-800. Dies nimmt man auch in Donauwörth erfreut zur Kenntnis. In dem Werk werden nicht nur Helikopter, sondern auch Türen und Frachttore für die Airbus-Flugzeuge hergestellt. Etwa 500 Mitarbeiter sind in diesem Bereich am Standort tätig.

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