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Arbeitslosenquote im Landkreis Donau-Ries steigt: Ursachen und Auswirkungen erklärt

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Arbeitslosenquote im Landkreis Donau-Ries steigt an

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    Die Arbeitslosenquote im Landkreis Donau-Ries ist leicht angestiegen.
    Die Arbeitslosenquote im Landkreis Donau-Ries ist leicht angestiegen. Foto: Julia Hofer

    Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Donau-Ries im Juli leicht gestiegen. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. 1955 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 66 Personen mehr als im Juni, aber 17 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,4 Prozent, im Vormonat waren es noch 2,3 Prozent.

    Silke Königsberger, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Donauwörth, sagt: „In den Sommermonaten steigt die Arbeitslosigkeit immer etwas an, da Schul- und Ausbildungsabschnitte sowie berufliche Bildungsmaßnahmen enden und die Betreffenden nicht unmittelbar danach eine Anschlussbeschäftigung aufnehmen können. Dieser saisonale Faktor wird an der Arbeitslosenquote der jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren deutlich. Im Vergleich zum Juni stieg deren Arbeitslosenquote um 0,7 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent im Juli.“ Allerdings sei auch im Landkreis Donau-Ries die allgemeine Konjunkturschwäche spürbar.

    Betriebe im Landkreis Donau-Ries melden weniger Stellen

    „Von den Betrieben wurden deutlich weniger freie Stellen gemeldet als im Vorjahr. Jedoch können wir mit einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent für den Landkreis im Vergleich zu anderen Regionen nach wie vor sehr zufrieden sein“, führt Königsberger aus. Durch das Jobcenter Donau-Ries wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 689 Personen arbeitslos. Davon kamen 257 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit und 240 aus einer Aus- oder Weiterbildungsmaßnahme. 626 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 202 eine Erwerbstätigkeit auf und 165 begannen eine Aus- oder Weiterbildung.

    Der aktuelle Trend im Hinblick auf Kurzarbeit bei den Betrieben lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen. Bis zum 29. Juli gingen weniger als drei neue Anzeigen ein. Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung dürfen deshalb die genauen Zahlen nicht veröffentlicht werden. Im Juni waren es fünf Anzeigen für 48 Beschäftigte. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 212 Stellen wurden im Juli neu gemeldet, das sind 62 weniger als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Berufsbereichen Lagerwirtschaft, Verkauf, Maschinenbau, Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik, Maschinen- und Anlagenführer, Kfz-Technik, Elektrotechnik, Metallbearbeitung, Kranführer/Bediener Hebeeinrichtungen, Berufskraftfahrer/Güterverkehr. Aktuell befinden sich damit 1509 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Bei rund 79 Prozent liegen die Anforderungen auf Fachkraftniveau oder höher. Dagegen haben nur rund 48 Prozent der arbeitslos gemeldeten Personen das entsprechende Qualifikationsniveau. Auf dem Ausbildungsmarkt waren Ende Juli noch 114 Bewerber unversorgt und 646 Ausbildungsstellen unbesetzt. (AZ)

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