Zum vierten Mal gastierte der Projektchor Ammersee-Harburg-Mallorca in der Burgstadt, diesmal im Fürstensaal der Harburg, der unter Vermittlung von Doris Thürheimer (Harburger Bildungswerk/VHS der Stadt) von der Fürstlichen Kulturstiftung zur Verfügung gestellt worden war. Unter der Leitung von Luise Förg, die ihren Chor sowie das Publikum liebenswert und gekonnt durch den Abend führte, wurde ein buntes Programm aus Volkslied, Pop, Musical und Oper dargeboten. Am Klavier begleitete Norbert Henß routiniert und zuverlässig.
Solisten verzaubern das Publikum in der Harburg
So waren an diesem besonderen Abend auf der Harburg unterschiedlichste Werke zu hören: von Glenn Miller oder Jerome Kern über Felix Mendelsohn-Bartholdy bis zu Mozart und Verdi! Diese bunte Mischung war ein besonderer Reiz, aber auch eine große Herausforderung für die Musiker. Bereichert wurde der Abend durch herausragende Solisten: Anna Förg, Birgit Stöhr, Anette Noah sowie Dominik Schumertl: Sie alle verzauberten den Abend auf hochprofessionelle Weise. Neben der Musikalität bestach vor allem die geradezu ansteckende Leidenschaft der etwa 30 Mitglieder, sodass das Publikum gerne bei „Der Mond ist aufgegangen“ einstimmte. Dass der Chor sich auch an anspruchsvolle Musikliteratur heranwagte, muss besonders erwähnt werden. So waren die Musiker auch mit Verdis melodischem Pathos keineswegs überfordert und zeigten gerade mit „Va pensiero“, dem Gefangenenchor aus „Nabucco“, ihre nuancenreiche Ausdrucksstärke.
Dominik Schumertl begeistert mit Konzertzugabe
Das begeisterte Publikum ließ sich von Anfang an mitreißen, quittierte mit jubelndem Applaus und Bravorufen und bedankte sich am Ende mit standing ovations. Als Zugabe und besonderes Schmankerl präsentierte Dominik Schumertl Georg Kreislers „Der Musikkritiker“ und bewies damit noch einmal seine komödiantisch-satirische Qualität.
Ein wunderbares Konzert, ein beglückender Abend. Bravo. Danke. Und hoffentlich auf Wiederhören im kommenden Jahr.
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