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"Deutlich höhere Nachfrage": Energiekrise steigert das Interesse an E-Autos im Donau-Ries-Kreis

Landkreis Donau-Ries

"Deutlich höhere Nachfrage": Energiekrise steigert das Interesse an E-Autos im Donau-Ries-Kreis

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    Derzeit gibt es eine erhöhte Nachfrage nach E-Autos im Donau-Ries-Kreis.
    Derzeit gibt es eine erhöhte Nachfrage nach E-Autos im Donau-Ries-Kreis. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    Reimund Nuiding hat derzeit offenkundig viel zu tun. „Die Nachfrage nach E-Autos ist so groß wie nie“, sagt der Filialleiter von Hofmann Automobile in Mertingen. Der Grund: Der Iran-Krieg lässt Autofahrer nach Alternativen zum Verbrenner suchen. Auch andere Händler berichten von einem höheren Interesse. Doch so mancher spürt auch noch Vorbehalte. Warum diese aus Sicht von Nuiding und seinen Kollegen unbegründet sind – und wie E-Gebrauchtwagen ankommen.

    „Wir sind weit über unserem firmeninternen Ziel bei den verkauften E-Autos“, so Nuiding. „Das hat klar auch mit dem Iran-Krieg zu tun.“ Dieser habe noch einmal für einen Schub gesorgt. Generell sei das Interesse der Menschen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Oft sei es aber noch so gewesen, dass sich gerade Firmen eher auf das Leasing konzentriert hätten. „Wir haben aber mittlerweile auch sehr viele Privatkunden und Mittelständler, die sagen: Wir kaufen das Ding.“

    Immer noch Vorbehalte gegenüber E-Autos im Donau-Ries-Kreis

    Rainer Sens vom gleichnamigen Autohaus in Nördlingen spricht ebenfalls davon, dass die Nachfrage „deutlich höher“ ist. Sens sieht drei Gründe für den Boom: „Es liegt natürlich an den Spritpreisen, aber auch an der Prämie sowie den Modellen.“ Erst vergangene Woche hat der Bundestag eine neue E-Auto-Prämie beschlossen. Auch Gernot Randi vom Autohaus Randi in Donauwörth verzeichnet eine höhere Nachfrage nach E-Autos; aber auf „niedrigem Niveau“, wie er sagt. Möglicherweise hänge das aber auch an Leasingautos, von denen zuletzt einige zurückgegangen seien. Zusätzlich komme dann noch der Krieg dazu. „Aber ich kann nicht sagen, dass das Interesse an Verbrennerautos zurückgegangen ist.“

    Doch auch wenn das Interesse steigt, Vorbehalte sind offenbar immer noch da. „Es gibt schon Menschen, die immer noch skeptisch sind, zum Beispiel was die Batterie betrifft.“ Doch oft seien diese nicht richtig informiert. So sei bei den Batterien das Ausfallrisiko nicht höher als beim Motor eines Verbrennerautos. Auch das Ladenetz ist aus Randis Sicht kein Argument gegen ein E-Auto. „Das ist bei uns in der Region super ausgebaut.“ Tatsächlich ergeben sich schon nach einer kurzen Recherche viele Anfahrmöglichkeiten: Vor allem im Umfeld der Städte Nördlingen, Donauwörth und Rain stehen einige Angebote zur Verfügung. Im ländlichen Raum gibt es vereinzelte Angebote.

    E-Ladeinfrastruktur vor allem in Donauwörth, Nördlingen und Rain gut

    Autohändler Sens sagt ebenfalls: „Ich musste noch an keiner Ladesäule warten.“ Das Angebot sei in den vergangenen vier, fünf Jahren besser geworden. „Auch wenn es natürlich noch ausbaufähig ist.“ Auch Autohaus-Filialleiter Nuiding sieht die Ladeinfrastruktur nicht als Problem. „Die Infrastruktur wird ja auch noch ausgebaut.“ Auch das Laden selbst sei durch die Hilfe entsprechender Apps einfach. Mit Blick auf die Distanz könnten mittlerweile viele Modelle mit den Verbrennern mithalten. Diese Entwicklungen sorgen auch dafür, dass der Gebrauchtwagenmarkt bei den E-Autos zunimmt.

    Das liegt laut Nuiding unter anderem an der Langlebigkeit der Batterien. „Bei zurückkommenden Fahrzeugen machen wir einen Test und dann bekommt der Kunde ein Batteriezertifikat.“ Mittlerweile liege die Batteriekapazität auch nach drei Jahren noch bei über 95 Prozent. „Wir hören nichts Negatives über die Batterien.“ Früher habe es noch geheißen, gebrauchte E-Fahrzeuge würden nicht mehr oder nur wenig verkauft. „Das ist heute anders.“ Auch Rainer Sens bestätigt, dass Gebrauchtwagen gefragt sind. „Leasingrückläufer sind heute innerhalb von zwei bis drei Wochen weg.“

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