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Donau-Ries: So sind die Ausschüsse im neuen Kreistag besetzt

Landkreis Donau-Ries

Donau-Ries: So sind die Ausschüsse im neuen Kreistag besetzt

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    Der Kreistag Donau-Ries hat sich neu konstituiert. Die Ausschüsse des Gremiums übernehmen wichtige Aufgaben.
    Der Kreistag Donau-Ries hat sich neu konstituiert. Die Ausschüsse des Gremiums übernehmen wichtige Aufgaben. Foto: Thomas Hilgendorf

    Es soll alles digitaler werden, schneller, moderner im Landratsamt. Landrat Michael Dinkelmeier (FW) möchte auch die Abstimmungen im Kreistag und in den Ausschüssen des Kreises per Knopfdruck erfolgen lassen. Die Technik allerdings ruckelte noch etwas bei der Kreistagssitzung am Mittwoch – und so musste man doch klassisch per Handzeichen abstimmen. Hierbei ging es um die Besetzung der Ausschüsse im Gremium. Diese haben durchaus Einfluss auf das Leben der Bewohner des Landkreises Donau-Ries – wie die nachfolgenden Beispiele zeigen.

    Kreisausschuss: Ein Ausschuss bereitet generell die Themen intensiv vor, die später im Gesamtgremium, dem Kreistag beschlossen werden. So können allzu langwierige oder gar lähmende Debatten verhindert werden, da die Fraktionsvertreter in den Ausschüssen strittige Punkte oder offene Fragen klären können. Im Kreisausschuss werden beispielsweise die Beschlüsse des Kreistags vorbereitet – er behandelt demnach ein recht breites Themenspektrum. In den Kreisausschuss entsendet die Fraktion CSU/ AL-JB vier Vertreter, FW/ Frauenliste, PWG/ ÖDP/ FDP und AfD jeweils zwei sowie Grüne/ Linke und SPD je einen.

    Ausschüsse bereiten wichtige Entscheidungen vor: etwa zum Schul- und Straßenbau

    Bauausschuss: Der Bauausschuss ist ein beschließender Ausschuss – er ist zuständig für den öffentlichen Hoch- und Tiefbau sowie für die Liegenschaften des Landkreises. Unter anderem werden hierbei wichtige Straßen- und Schulbauprojekte und deren Finanzierung behandelt. In den Kreis-Bauausschuss entsendet die Fraktion CSU/ AL-JB sechs Vertreter, FW/ Frauenliste, PWG/ ÖDP/ FDP, AfD, Grüne/ Linke und SPD jeweils zwei Vertreter.

    Personalausschuss: Der Landkreis ist ein großer Arbeitgeber geworden in den vergangenen Jahrzehnten – mit neuen Gesetzen in Bund und Land wuchsen die Aufgaben, mussten die Landratsämter somit neue Stellen schaffen. Auch weil diese mit öffentlichen Geldern finanziert werden, muss ein Gremium des Kreistags bei Personalentscheidungen mit eingebunden werden. Im Landratsamt waren zuletzt 739 Personen beschäftigt, davon gut 40 Prozent in Teilzeit. Die Sitzverteilung in diesem Ausschuss: CSU/ AL-JB sechs, FW/ Frauenliste, PWG/ ÖDP/ FDP, AfD, Grüne/ Linke und SPD jeweils zwei.

    Es geht um die Infrastruktur im Landkreis Donau-rRies

    Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Technologie: Auch für die regionale Wirtschaft gilt es, seitens der öffentlichen Hand ein möglichst gutes Umfeld, beziehungsweise eine passende Infrastruktur und optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Dem Gremium gehören sechs Vertreter der Fraktion CSU/ AL-JB sowie jeweils zwei aus den Fraktionen FW/ Frauenliste, PWG/ ÖDP/ FDP, AfD, Grüne/ Linke und SPD an.

    Ausschuss für Soziales, Familie, Bildung, Sport, Integration und Kultur: Der Sport ist in dieser Legislatur neu hinzugekommen in jenen Ausschuss, in dem es maßgeblich um Förderprogramme und Projekte des sozialen Bereichs geht. Gemeinsam mit dem Bezirk haben die Landkreise eine tragende Funktion im Sozialbereich, beispielsweise beim Thema Behindertenhilfe. Die Sitzverteilung auch hier: CSU/ AL-JB sechs, FW/ Frauenliste, PWG/ ÖDP/ FDP, AfD, Grüne/ Linke und SPD jeweils zwei.

    Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit: Das Gremium, welches sich zum Beispiel mit Fragen nachhaltiger Energiegewinnung auf Kreisliegenschaften beschäftigt, hat ebenfalls die gleiche Sitzverteilung wie beim vorangegangen Ausschuss.

    Jugendhilfeausschuss: Das Gewicht dieses Ausschusses hat in den vergangenen Jahren mitunter sprunghaft zugenommen. Zuletzt explodierten die Kosten im Jugendhilfebereich regelrecht. Ein Grund: teils teure Unterbringungen für in Obhut genommene Minderjährige in Spezialeinrichtungen. Ein Beispiel aus dem Herbst 2025: Ein Minderjähriger aus dem Landkreis hatte mehrere stationäre Unterbringungen hinter sich. Nach einer erneuten Eskalation flog der Jugendliche aus einer geschlossenen Einrichtung. Es folgte eine langwierige deutschlandweite Suche nach einer Wohngruppe. Ein einzelner Träger in Norddeutschland war bereit, jenen Systemsprenger aufzunehmen – für einen Tagessatz von 1430 Euro. Insgesamt kosteten allein stationäre Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen den Kreis zuletzt 5,7 Millionen Euro. Die Sitzverteilung in diesem Ausschuss: CSU/ AL-JB zwei, die übrigen im Kreistag vertretenen Fraktionen je einen. Zudem gibt es beratende Mitglieder – zum Beispiel aus dem Jugendamt, den Kirchen, der Polizei und aus dem Schulamt.

    Unterausschüsse: Bei diesen nicht beschließenden (und nicht öffentlichen) Gremien mit Arbeitsgruppen-Charakter geht es darum, dass die Kreisräte ihre Expertise im Vorfeld der Ausschussarbeit mit einbringen. Heuer gibt es drei neue Unterausschüsse: Pflege/ Gesundheit, Mobilität und Digitales sowie Zivil-/ Katastrophenschutz. Ihre Einrichtung kennzeichnet wichtige Arbeitsschwerpunkte des neuen Landrats Michael Dinkelmeier.

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