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Donauwörth: Höchste Auszeichnungen vergeben

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Donauwörth: OB Sorré vergibt und höchste Auszeichnungen

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    Jene Stadtratsmitglieder, die sechs Jahre im Gremium wirkten, wurden bei einer Festsitzung verabschiedet.
    Jene Stadtratsmitglieder, die sechs Jahre im Gremium wirkten, wurden bei einer Festsitzung verabschiedet. Foto: Helmut Bissinger

    Die Musik getragen-heiter, das Ambiente festlich, die Stimmung emotional – die Festsitzung des Donauwörther Stadtrats zum Finale der Legislatur war dazu angetan, nicht gleich wieder zur Tagesordnung überzugehen. Nicht nur, dass unter dem Deckengemälde eines der berühmtesten Donauwörthers im nach ihm benannten Enderlesaal jene Stadtratsmitglieder geehrt wurden, die nach sechs Jahren aus ihrem Amt verabschiedet wurden.

    Vier andere Persönlichkeiten prägten den „Abend des Dankes“, wie ihn Oberbürgermeister Jürgen Sorré bezeichnete: drei neue Träger der Goldenen Bürgermedaille und ein verdienter Kommunalpolitiker, der nun den Ehrenring der Stadt tragen darf. Für die Geehrten war der feierliche Rahmen mit der musikalischen Umrahmung durch das „Trio Classisimo“ alles andere als politischer Alltag. Der Oberbürgermeister sagte: „Sie haben die Entwicklung unserer Stadt mit enormem Engagement, hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Ausdauer geprägt.“

    Sitzungsgeld gab es in Donauwörth früher im Umschlag

    Eine prägende Ära gehe zu Ende, weil zu einem hohes Maß an persönlichem Einsatz über Jahrzehnte der Wille gekommen sei, Entwicklungen anzustoßen. Als Franz Ost, Stefanie Musaeus und Barbara Kandler 2002 ihr Amt angetreten haben, so der OB schmunzelnd, habe kommunalpolitische Arbeit noch anders ausgesehen: Smartphones gab es noch nicht, Präsentationen wurden klassisch mit Flipcharts vorgenommen und das Sitzungsgeld gab es in einem Umschlag.

    Erhielten höchste Auszeichnungen der Stadt Donauwörth: (von links) Stefanie Musaeus, Josef Reichensberger, Barbara Kandler, Franz Ost (mit Oberbürgemeister Jürgen Sorré).
    Erhielten höchste Auszeichnungen der Stadt Donauwörth: (von links) Stefanie Musaeus, Josef Reichensberger, Barbara Kandler, Franz Ost (mit Oberbürgemeister Jürgen Sorré). Foto: Helmut Bissinger

    Die erste Bürgermedaille, vier Zentimeter dick und dominiert vom Stadtwappen, verlieh Sorré an Franz Ost. Er listete dessen Verdienste auf, gerade für das Feuerwehrwesen in der Kernstadt und den Stadtteilen. Ost sei ein Bindeglied zwischen den Wehren, der Verwaltung sowie dem Stadtrat gewesen. „Bei den Haushaltsberatungen hatte er stets ein wachsames Auge darauf, dass die Belange der Feuerwehren angemessen berücksichtigt wurden.“ Sorré attestierte Bodenständigkeit, Verantwortungsgefühl und einen „klaren Blick für das Machbare.“ Ost habe die Entwicklung Donauwörths über viele Jahre hinweg verlässlich mitgetragen und gestärkt.

    Das Gespür für das richtige Maß

    Auch Stefanie Musaeus habe die Stadt in vielfältiger Weise geprägt. Sportreferentin sei sie gewesen, stellvertretende Oberbürgermeisterin und im gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) Donau-Ries ein Bindeglied zu den städtisch Zuständigen. Musaeus habe stets soziale Belange im Auge gehabt, sich im Tennis Club und beim VSC Donauwörth engagiert und sich immer „durch klare Worte und klare Haltung ausgezeichnet. Das Gespür für das richtige Maß habe wesentlich zu einem ausgewogenen Gleichgewicht im Stadtrat beigetragen.

    Die dritte Goldene Bürgermedaille ging an Barbara Kandler. „Von Beginn an, vor 24 Jahren, war sie als Kulturreferentin tätig und hat in dieser Funktion das kulturelle Leben unserer Stadt nachhaltig begleitet und bereichert“, betonte Sorré. Kultur, so der OB, sei für sie nicht nur ein Aufgabenbereich gewesen, sondern eine Herzensangelegenheit und gelebte Leidenschaft. Beispielhaft nannte er die Veranstaltungsreihe „Kinder und Klassik“, die Kandler ins Leben gerufen hatte, ebenso wie sie den „Hoigarta“ im Rahmen der Kulturtage initiiert habe.

    Ehrenring der Stadt Donauwörth für Josef Reichensberger

    „Standing Ovations“ und lang anhaltender Applaus begleiteten als Gesten der Wertschätzung die Verleihung des Ehrenrings an Josef Reichensberger. Er darf ihn nun neben den noch lebenden Ehrenring-Besitzern Georg Schmid und Jörg Fischer (beide unter den Ehrengästen) tragen. „Er steht für höchste Anerkennung“, machte Oberbürgermeister Sorré deutlich. Reichensberger, seit Mai 1990 im Stadtrat und damit mit Abstand das dienstälteste Mitglied des Gremiums, habe die Geschicke Donauwörths „mit außergewöhnlicher Kontinuität, großem Engagement und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein“ geprägt. Die Städtepartnerschaft mit Perchtoldsdorf habe ihm am Herzen gelegen. Damit sei er zum „Botschafter unserer Stadt“ geworden.

    Reichensberger, seit 2020 Stellvertreter des Oberbürgermeisters, habe sich in unzähligen Gremien und Ausschüssen eingebracht. „Absolut loyal, äußerst zuverlässig und mit einem beeindruckenden Arbeitseinsatz“ - so habe er Reichensberger erlebt, der auch im Vereinsleben Spuren hinterlassen habe. Die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und über Jahre hinweg mit Ausdauer an gemeinsamen Zielen zu arbeiten, seien Wesenszüge Reichensbergers, der 2020 bereits mit der Goldenen Bürgermedaille geehrt worden war. Orts- und Menschenkenntnis und sein feines Gespür für Zusammenhänge - das sei auch ihm, so der OB, zugutegekommen, als er als „Neuling“ vor sechs Jahren sein Amt angetreten habe.

    Als ausscheidende Mitglieder des Stadtrates wurden am Ehrenabend Walter Surek, Joachim Fackler, Katrin Gleissner, Karl Kammer, Nicole Wermuth und Katja Heinrich verabschiedet.

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