„Erstmals seit 2017 konnte man den Januar 2026 endlich mal als echten Wintermonat bezeichnen“, sagt der Donauwörther Wetterexperte Werner Neudeck. Anhand seiner Messungen kann er diese Feststellung treffen - und zahlreiche weitere: Der Januar startete mit Sonne und am Folgetag kam es zum ersten richtigen Schneefall, jedoch überschaubar. Aufgrund täglich sinkender Temperaturen erfreute diese weiß angehauchte Landschaft Jung und Alt, auch wenn die Temperatur am 6. Januar nachts einen Tiefpunkt von -12,6 Grad erreichte.
In den Folgetagen bahnte sich erneut Schnee an, der aber in Regen von bis zu 8 Litern pro Quadratmeter am 9. Januar überging. Diese winterliche Witterung setzte sich mit zeitweisem Sonne und erneut leichten Schneefällen bis 12. Januar fort.
Kräftiger Schneefall bereitete Fußgängern und Autofahrern Probleme
Danach legte der Winter eine Pause ein, die Temperatur stieg auf 11 Grad. Erst am 17. Januar setzte erneut Nebel ein. Nach zwei Tagen war er bei strahlendem Sonnenschein überwunden. Erst am 22. Januar kam es erneut ganztags zu Nebel und die Temperatur sank nachts auf -7,8 Grad. In durchaus kalten Nächten begann am 26. und 29. Januar kräftiger Schneefall, der Fußgängern und Autofahrern heftige Probleme bereitete. So ging der Monat winterlich zu Ende.
Nachdem die Winter in den letzten Jahren diesen Namen oft nicht verdienten, erinnerte dieser Januar an alte Zeiten. Die Nachttemperatur lag im ersten Monatsdrittel ständig im Minus - durchschnittlich -0,9 Grad. Dazu setzte immer wieder Schnee ein. Ein kompliziertes Zusammenwirken von Tief- und Hochdruckgebieten führte ab 22. Januar weiter zu echt winterlichem Wetter und am Monatsende war der Schnitt tatsächlich auf -1,0 Grad gesunken, also deutlich unter dem Normalwert von +0,3 Grad.
Sehr überraschend: die vielen Sonnenstunden
Erstaunlich: In der zweiten Monatshälfte gab es 68 Sonnenstunden - ein Plus von 30 Prozent. Obwohl in der ersten Monatshälfte sieben Niederschlagstage auftraten, war die Menge von 23 Liter pro Quadratmeter sehr gering, denn es fiel in der zweiten Monatshälfte bis 26. Januar weder Regen noch Schnee. Endlich auftretender Schneefall verbesserte das Ganze und so gab es am Ende immerhin nur ein Niederschlags-Defizit von 11 Prozent.
Das Wetter in Kürze:
Temperatur: Schnitt: -1,0 Grad (normal 0,3 Grad), Maximum: 11,3 Grad am 15. Januar um 13.30 Uhr, Minimum: -12,6 Grad am 6. Januar um 4.30 Uhr, 29 kalte Tage (normal 29), 26 Frosttage (normal 21) und neun Eistage (normal neun).
Niederschlag: 50,8 Liter pro Quadratmeter (11 Prozent weniger als üblich), elf Niederschlagstage (normal 15).
Wind: Schnitt: 6,7 Stundenkilometer, Maximum: 55 Stundenkilometer am 2. Januar um 1.40 Uhr, vorherrschende Windrichtung: Ost-Südost. (AZ)
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