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Professor Bernhard Kuch: Hohe Chloesterinwerte sind wichtiger Risikofaktor

Nördlingen

Tag des Cholesterins: Das rät Professor Bernhard Kuch vom Stiftungskrankenhaus

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    Porträt Professor Bernhard Kuch
    Porträt Professor Bernhard Kuch Foto: Szilvia Izsó/pm

    Tag des Cholesterins ist am 12. Juni. Aus diesem Anlass weist der Nördlinger Kardiologe Professor Dr. Bernhard Kuch auf diesen wichtigen Risikofaktor hin. Neben der Erkennung und Behandlung des hohen Blutdrucks, auf dessen Gebiet Kuch laut einer Pressemitteilung ebenfalls ein ausgewiesener Experte ist und wofür er bereits mehrfach als deutscher Top-Mediziner des Magazins Focus ausgezeichnet wurde, ist die Behandlung eines zu hohen Cholesterins von entscheidender Bedeutung.

    Im Nördlinger Stiftungskrankenhaus werde täglich eine sehr hohe Anzahl von Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten behandelt. Kuch sagt: „Wenn alle Patienten mit zu hohen Blutdruck- und Cholesterinwerten rechtzeitig erkannt und behandelt werden würden und diese nicht rauchten, wären wir als Klinikkardiologen bald fast arbeitslos, weil wir viel weniger solcher Akutpatienten behandeln müssten.“ Cholesterin werde als wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfälle meist unterschätzt. Insbesondere Risikopatienten - vor allem Patienten, die schon einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten - erreichten oft ihre Zielwerte für das „schlechte“ LDL-Cholesterin nicht. Durch dauerhaft zu viel LDL-Cholesterin im Blut steige das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen in den Beinen zu erleiden, heißt es in der Pressemitteilung. Weitere sogenannte Risikofaktoren seien Diabetes mellitus, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und (Bauch betontes) Übergewicht.

    Kuch: Erhöhter Cholesterinspiegel meist genetisch bedingt

    Zudem seien erhöhte Cholesterinspiegel meistens genetisch bedingt. Kuch ruft dazu auf, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt mit einem Check der Blutfettwerte wahrzunehmen. Da hohe Cholesterinwerte lange Zeit keine Beschwerden verursachen, sollte sie jeder messen lassen. Studien zeigten, dass das Herz-Kreislauf-Risiko umso geringer ist, je niedriger der LDL-Cholesterinwert liegt und je länger er niedrig ist. Einen für jeden gültigen Grenzwert gibt es laut der Pressemitteilung nicht, medizinisch werde immer das Gesamtrisiko im Einzelfall betrachtet. Dabei spielten bereits bestehende Erkrankungen ebenso eine Rolle wie eine erbliche Vorbelastung oder insbesondere eine bestehende Arterienverkalkung.

    Um das Risiko besser einschätzen zu können, seien manchmal weitere Untersuchungsverfahren nötig. Lasse sich ein erhöhtes LDL-Cholesterin durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil nicht in den Griff bekommen oder seien die Werte deutlich zu hoch, stünden wirksame und sehr gut verträgliche Medikamente zur Verfügung. Gerade Risikopatienten sollen sich von einem qualifizierten Arzt beraten lassen, so Kuch. (AZ)

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