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Rekordverdächtiger Gaudizug an Fasching in Wemding

Wemding

Wemdinger Gaudizug: Torten, Prediger und „Feierwehr-Kapelln“ ziehen durch die Stadt

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    Die Gruppe „Die wilde 13“ wandelten beim Gaudizug als „süße Schnitten“ durch Wemding.
    Die Gruppe „Die wilde 13“ wandelten beim Gaudizug als „süße Schnitten“ durch Wemding. Foto: Wolfgang Widemann

    Die Prognose war düster. Laut Wetterbericht vom Dienstagmorgen sollte es von 13 Uhr an in Wemding regnen. Gerade dann, wenn der 28. Gaudizug startete. Matthias Hönle, Leiter des Faschingsumzugs, war deshalb nach eigenem Bekunden schon ein wenig nervös - und strahlte dann am Nachmittag mit der Sonne um die Wette. Durch die Stadt bewegte sich eine Narrenschar in rekordverdächtiger Dimension. Rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfreuten mehrere tausend Zuschauer und thematisierten auch die nahende Bürgermeister-Wahl.

    Mit der Stadtkapelle und dem Hofstaat der gastgebenden Wemdosia an der Spitze marschierten die Faschingsbegeisterten in die Altstadt ein. Die glich wieder einer Arena. Dicht gedrängt standen die Menschen vor allem in der Wallfahrtsstraße und am Marktplatz. Fast ausschließlich Fußgruppen, ein paar Prinzenpaar-Cabrios und mehrere kleine Wagen - das ist die Mischung, die den Umzug in der Region so besonders macht.

    Schlafmützen und Blaumeisen sind mit großen Aufgeboten in Wemding

    Mit großen Abordnungen waren einige Faschingsgesellschaften aus dem Landkreis Donau-Ries am Start. Die Schlafmützen aus Bäumenheim erschienen mit rund 120 Aktiven und die Blaumeisen aus Huisheim sogar mit etwa 130. Blaumeisen-Hofmarschall Tobias Schiffelholz brachte per Megafon-Ansagen die Zuschauer zum Singen: „Huisi helau, helau.“ Auch die Faschingsfreunde aus Mertingen zogen durch Wemding.

    Rekordverdächtiger Gaudizug in Wemding

    Rund 1500 Teilnehmer zogen beim 28. Wemdinger Gaudizug durch die Stadt. Mehrere tausend Zuschauer säumten beim Faschingsumzug die Strecke.
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    104 Bilder
    Bei überraschend schönem Wetter erfreut der 28. Wemdinger Gaudizug die Zuschauer. Hier viele Bilder von dem Spektakel.

    Einen großen Anteil am Gaudizug hatten Faschingsvereine aus dem angrenzenden Württemberg (Dunstelkingen, Lauchheim, Unterkochen, Zöschingen) sowie aus Syrgenstein, Neuburg und dem Kreis Günzburg (Harthausen). Da waren viele Elemente der alemannischen Fasnacht mit dabei, unter anderem Hästräger mit gruselig-lustigen Masken sowie Guggamusiker. Solche reisten auch aus Mönchsdeggingen und aus Maihingen an.

    Die „Feierwehr-Kapelln“ in Wemding fragt: „Wer wird Kommandant?“

    Mit Trompetentönen auf sich aufmerksam machten die Kellerasseln, die als Wemdinger „Feierwehr-Kapelln“ die gemalten Köpfe der beiden Bürgermeisterkandidaten Martin Drexler und Markus Hofmann in ein Feuerwehrauto setzten, verbunden mit der Frage: „Wer wird Kommandant?“ Auch die Kolpingjugend hatte eine Karikatur der beiden Bewerber an ihrem Wagen. Auf den Sprechblasen war zu lesen: „Die Kirche gehört mir!“ und „Nein, sie gehört mir!“ Viel Arbeit hatten sich die Mitglieder der „Wilden 13“ für ihre Kostüme gemacht. Die Frauen kamen als Torten daher, geschmückt mit insgesamt 500 Muffins, gefertigt aus Bauschaum und originalgetreu bemalt. Das Motto lautete: „Süße Schnitten auf Tour.“

    Ebenfalls aufwendig und fantasievoll waren die Schach-Gewänder der Schnegganudla. Mitarbeiter der Firma Appl wandelten als „Papierbuntmacher“ durch die Straßen, die Gruppe „Der zammgwürftelte Haufa“ feierte eine „Himmlische Party außer Rand und Band“ mit einem sangesfreundigen Prediger auf einer wackeligen Kanzel, die hinter einer Kirche hinterhergezogen wurde. In Partylaune war auch die Indianer-Truppe der Doosköpf aus Wemding. Gleiches galt für die Gruppen der Lebenshilfe Donau-Ries und der Diakoneo aus Polsingen. Die Wemdinger Doosperla hatten sich in Meckis verwandelt.

    In Wemding werden an zwei Stellen die Zugnummern angesagt

    Die Zugnummern sagten dem Publikum am Marktplatz Dagmar Kneuse und erstmals vor dem Amerbacher Tor Sabrina Reichel an. Viele Gäste am Straßenrand waren maskiert und auf der Bühne am Marktplatz winkte neben Mitgliedern des Stadtrats auch der ein oder andere Kandidat von auswärts in die Menge. Nach dem Gaudizug ging die Fete auf dem Marktplatz weiter und alle waren froh, dass der Regen ausgefallen war.

    Auch für viel Musik war beim 28. Wemdinger Gaudizug gesorgt.
    Auch für viel Musik war beim 28. Wemdinger Gaudizug gesorgt. Foto: Wolfgang Widemann
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