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Handball

15.04.2019

Bäumenheim hält die Klasse - Donauwörth steigt ab

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Während die Spieler des TSV Bäumenheim nach ihrem 38:28-Sieg den Klassenerhalt in der Bezirksliga feiern konnten ...
Bild: Szilvia Izsó

Der TSV Bäumenheim bleibt durch einen Sieg in der Bezirksliga und bekommt noch Schützenhilfe. Darunter leidet der VSC Donauwörth und steigt nun wohl ab. Nur eine kleine Hoffnung bleibt.

Spielende in Bäumenheim, die TSV-Handballer haben ihr letztes Saisonspiel klar mit 38:28 gegen Schwabmünchen II gewonnen, die Gäste sind damit abgestiegen. Doch was war dieser Sieg wert? Nach Minuten dann die Gewissheit: Der VSC Donauwörth konnte seine letzte Chance nicht nutzen, unterlag 21:24 gegen Meitingen, sodass die Bäumenheimer in der Abschlusstabelle noch vorbeiziehen konnten. Damit konnten die Bäumenheimer sich auf den rettenden achten Platz verbessern und die Klasse halten. Auch der SV Mering nutzte seine letzte Chance, schlug Aichach II klar mit 31:19.

Für den VSC endete der Abend dagegen sehr bitter. Das Donauwörther Team rutschte auf den drittletzten Tabellenrang ab, der sehr wahrscheinlich den Abstieg in die Bezirksklasse bedeutet.

TSV Bäumenheim – TSV Schwabmünchen II 38:28 (19:9). TSV-Trainer Markus Bügelsteiber hatte seine Mannschaft optimal auf dieses entscheidende Spiel eingestellt. Von Beginn an drückten die Bäumenheimer aufs Tempo, standen sicher in der Abwehr, spielten sich im Angriff ihre Chancen heraus. Da auch Keeper Palle Hill gleich auf Betriebstemperatur war, den ersten Strafwurf und eine Großchance der Gäste parierte, führten die Gastgeber schnell mit 3:0. Schwabmünchen konnte zwar auf 3:2 verkürzen, doch die Hausherren konterten auf 6:2 und lagen bis zu 8:4 klar vorn. Über 8:6 blieb es noch ausgeglichen, dann waren die Hausherren nicht mehr zu halten. Über 11:6 wurde die Führung konsequent ausgebaut. Lukas Hurle, am Samstag erfolgreichster Torjäger, netzte mit dem Pausenpfiff zum 19:9 ein.

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Nach Wiederbeginn hielten die Bäumenheimer das Tempo weiter hoch und bauten ihre Führung auf 23:10 aus. Die Gäste spielten nun im Angriff mit sieben Feldspielern, agierten etwas konsequenter und konnten bis auf 23:16 verkürzen. In einer Auszeit gab Trainer Bügelsteiber dann die Marschroute für die letzten 20 Minuten vor. Zur Freude der zahlreichen TSV-Fans hielt sich die Mannschaft an die Vorgaben und diktierte den weiteren Spielverlauf. Da Schwabmünchen alles riskierte, weiterhin den Torwart rausnahm, gelangen etliche Würfe ins leere Gästetor. So kam auch Keeper Hill zu einem Treffer.

Mark Krebs blieb es vorbehalten, mit dem letzten Tor zum 38:28 die Saison erfolgreich zu beschließen. Der Dank der Bäumenheimer galt den Meitingern, die mit ihrem Sieg beim VSC Donauwörth die entscheidende Schützenhilfe gaben. So konnte bei der abschließenden Abschlussfeier der Klassenerhalt gebührend gefeiert werden.

TSV Bäumenheim Hill (im Tor) – Richter (4), Heinisch (4), Lechner (1), Jung (3), Hurle (7), Uhl (3), Strickner, Ewinger (4), Scherer (2), Biehle (2), Klement (5/1) und Krebs (2).

Der VSC Donauwörth verliert gegen Meitingen komplett den Faden

VSC Donauwörth – TSV Meitingen 21:24 (11:11). Der TSV Meitingen, konnte sich vor der letzten Partie der Saison bei gleichzeitiger Schützenhilfe aus Königsbrunn noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Da der VSC als Tabellensiebter noch nicht vor dem Abstieg gerettet war, war also alles bereit für einen spannenden Handballabend.

Die erste Halbzeit verlief zunächst ganz nach dem Plan der Donauwörther. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in der Abwehr und ungenauen Abschlüssen fand sich das Team schnell und konnte einen Vier-Tore-Vorsprung herausspielen (11:7, 24.). Dann verlor der VSC jedoch auf einmal komplett den Faden im Spiel, leistete sich zu viele technische Fehler in der Offensive und kassierte somit mit dem 11:11 noch vor der Pause den Ausgleich.

In der zweiten Hälfte lag dann stets der TSV Meitingen leicht in Front. Während die Donauwörther in entscheidenden Spielsituationen zunehmend falsche Entscheidungen trafen und gegen Ende auch noch zu häufig am gegnerischen Torhüter scheiterten, spielten die Meitinger bis zum Schluss konsequent ihre Angriffe zu Ende, sodass sie letztendlich mit 24:21 gewannen.

Durchgereicht von der Bezirksoberliga in die Bezirksklasse

„Das Spiel war symptomatisch für die ganze Saison“, so Torwarttrainer Richard Fischer nach der Partie. „Zu viele Spiele haben wir in der Offensive verloren.“ Schließlich stellt der VSC immerhin die viertbeste Defensive der Liga, hat aber mit Abstand die wenigsten Tore aller Teams erzielt. „So von der Bezirksoberliga in die Bezirksklasse durchgereicht zu werden, ist natürlich doppelt bitter“, meinte Keeper Martin Häselhoff nach Spielschluss.

Eine letzte Hoffnung bleibt dem VSC Donauwörth jedoch noch: Da zwei Augsburger Vereine wohl zur neuen Saison eine Spielgemeinschaft bilden werden, ist es theoretisch möglich, dass es dieses Jahr nur zwei Absteiger aus der Bezirksliga geben wird. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, wäre dies ein glücklicher Schlusspunkt einer sportlich verkorksten Saison. (hh, vsc)

VSC Donauwörth Habermann, Häselhoff (beide Tor), Nägler, Nagy, Sprater (1), Marx (6), Triebel (8/2), Braun, Vater, Friedewold (1), Metzger, Pauler (3), Gerull (2), Kreher

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