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Schießen

13.02.2020

Bangen bis zum letzten Stechschuss

Simone Haschner musste ins Stechen gegen ihren Gegner aus Alberzell. Sie gewann mit einer Neun gegen eine Acht, was den Sieg für Staudheim bedeutete.
Bild: Izsó

Für Winterlust Staudheim steht es in beiden Wettbewerben am vergangenen Schießtag kurz vor Schluss 2:2. Am Ende kommt es darauf an, wer die besseren Nerven hat

Im fast überfüllten Schützenheim von Winterlust Staudheim trafen am vorletzten Schießtag der Oberbayernliga die besten drei Teams der Liga aufeinander: Pobenhausen, Gundelsdorf und Staudheim. Zudem ging der Tabellenletzte Alberzell an den Schießstand.

Im Eröffnungskampf des Tages bekam es das Staudheimer Team um Stefan Lindel, aktuell auf Platz drei, gleich mit dem ungeschlagenen Tabellenführer aus Gundelsdorf zu tun. Die Staudheimer mussten auf ihre Position zwei, Jessica Preckel, verzichten, die aktuell im Ausland weilt. Für sie kam die gerade pausierende Martina Lindel ins Spiel.

Auf Position eins schoss wie gewohnt Sandra Specht. Sie verwies ihre Gegnerin mit 393 Ringen klar um sechs Ringe in die Schranken. Auf Position zwei aufgerückt schoss Jürgen Herde. Er kam von Anfang an nicht in den Wettkampf und unterlag 379:390. Stefan Lindel rückte auf Platz drei auf und schoss anfänglich verhalten. Doch dann drehte er auf. Mit einer fehlerfreien 100er-Serie verblüffte er seinen Gegner. Und mit 99 Ringen in der letzten Serie und insgesamt 389 Ringen zwang er ihn in den Stechschuss.

Bangen bis zum letzten Stechschuss

Martina Lindel zeigte, dass sie auch in einem Jahr Pause nichts verlernt hat. Mit gewohnt schnellerem Schießrhythmus kam sie auf 382 Ringe und musste ebenfalls ins Stechen. Simone Haschner kämpfte vergeblich um ihren Einzelpunkt. Sie unterlag mit 380:381 Ringen knapp. Somit stand es vor den beiden Stechschüssen 2:1 für Gundelsdorf. Nachteil für Staudheim.

Als Erste musste Martina Lindel (schlechter platziertes Duell) ihren Stechschuss absolvieren. Im Wissen, dass ein Fehlschuss ihrerseits den kompletten Kampf zugunsten Gundelsdorf bedeuten würde. Wo noch vor ein paar Minuten Kuhglockengeläut und Holzratschen aus dem Publikum zu hören waren, war es nun mucksmäuschenstill. Martina Lindel schoss eine Zehn. Ihre Gegnerin war langsamer und konnte dem Druck nicht standhalten. Eine Neun. Lindel glich zum 2:2 aus. Nun hatte ihr Bruder Stefan Lindel die identische Herausforderung. Sein Gegner schoss etwas schneller. Er legte zügig eine Neun vor. Doch Lindel gelang der nahezu perfekte Schuss. Eine 10,8 leuchtete am Display auf – der Sieg für Staudheim.

Als Abschluss des Tages standen noch die Schützen aus Alberzell als Gegner für die Winterlust-Schützen auf dem Programm. Sandra Specht hielt ihre Gegnerin mit 387:383 Ringen in Schach. Jürgen Herde unterlag um fünf Ringe gegen 387 Ringe seiner Gegnerin. Stefan Lindel legte nochmals eine Schippe drauf und schoss mit 390 Ringen sein Saisonbestergebnis. Damit distanzierte er seine Gegnerin um 16 Ringe.

Robert Lehmeier schoss nachmittags für die fehlende Jessica Preckel. Etwas der Nervosität geschuldet, da der Ligamodus mit Mann-gegen-Mann ziemlich neu für ihn ist, blieb er etwas hinter seinen Erwartungen zurück. Schlussendlich verlor er knapp mit 368:372. Simone Hasch-ner schoss identisch mit ihrem Alberzeller Gegner 379 Ringe und musste somit ins Stechen um die Mannschaftspunkte – was erneut über Sieg oder Niederlage entscheiden sollte. Am Ende besiegte Haschner mit 9:8 ihren Gegner im 41. Wettkampfschuss und holte somit den viel umjubelten Mannschaftssieg nach Staudheim.

Nun steht am 1. März das Saisonfinale in Gundelsdorf an, wo die Gegner Bergheim und Unterstall auf die Staudheimer warten. (dz)

Tabelle Einzelpkt./Teampkt.

1. Pobenhausen 47:13 22 :2

2. Gundelsdorf I 46:14 20:4

3. Staudheim I 32:28 16:8

4. Bergheim I 30:30 12:12

5. Unterstall II 30:30 10:14

6. Olching I 25:35 8 :16

7. Prem I 17:43 6 :18

8. Alberzell I 13:47 2 :22

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