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Schießen

27.01.2017

Bundesligareifes Ergebnis reicht nicht

Die Mertinger Schützen um Andre Sauter verbuchten in der Bayernliga einen Sieg und eine Niederlage. Aktuell liegt das Team auf Tabellenplatz drei.

Mertingen erzielt in der Bayernliga gegen Bergheim 1496 Ringe, verliert aber denkbar knapp. Gegen Prittlbach gibt es zuvor einen Erfolg. Staudheim unterliegt dem Tabellenführer – und macht es danach ebenfalls äußerst spannend

Die Luftgewehrschützen der Bayernliga haben sich nach der Winterpause zum ersten großen Showdown in der Saison-Rückrunde getroffen. Gastgeber für die Mertinger Schützen waren die Gemütlichkeitsschützen Olching. Die Mertinger Truppe um Trainer Martin Thurner kam frisch aus dem Trainingslager, das in Buch am Buchrain (bei Erding) abgehalten wurde. Dieser guten Vorbereitung wissend, gingen die Mertinger sehr zuversichtlich den ersten Wettkampf gegen Germania Prittlbach an. Für Mertingen wieder in der Einserpaarung stand der Vorarlberger Thomas Muxel, der mit 392 Ringen das Duell gegen Erich Schallmair mit 389 Ringen gewann. Barbara Riedel, die auf Position zwei gegen Claudia Keck ihr Können zeigte, gewann mit 386:383. Andre Sauter musste sich trotz guter Leistung seinem Gegner Michael Reiter knapp mit 385:386 beugen. Verena Schröttle hatte ihren Gegner in der Vierer-Paarung mit starken 391:366 Ringen jederzeit unter Kontrolle. Leichtes Spiel hatte die Jüngste im Bunde: Sepp Wallner von Germania Prittlbach konnte der Mertingerin Marie-Christin Thurner mit 343:381 Ringen zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden.

Der zweite Durchgang wurde gegen Bergheim ausgetragen. Die Mannschaftsaufstellung war die gleiche wie am Vormittag. Muxel schoss sehr gute 394 Ringe – das reichte jedoch nicht zum Sieg, denn seine Gegnerin Katharina Schmaus legte 395 Ringe nach. Ebenso knapp erging es Riedel: Sie hatte sehr gute 391 geschossen, wurde aber von Sibille Gerstner mit 392 bezwungen. Sauter in der Dreierpaarung konnte den ersten Einzelpunkt für Mertingen sichern, denn mit seinen 391 Ringen hatte er Gegnerin Pauline Strixner fest im Griff. Schröttle gewann ihr Duell mit 390 Ringen, die von Isabell Gerstner (388) nicht getoppt werden konnten. Ein Kampf auf Messers Schneide war das Duell Thurner gegen Müller. Der Bergheimer Collin Müller schoss sehr rasch und legte ein 380er-Ergebnis vor. Thurner zog alle Register und hatte mit dem letzten Schuss Gleichstand erschossen. Somit musste der Stechschuss entscheiden – nicht nur die Einzelpaarung, sondern der gesamte Wettkampf. Hier hatte der Bergheimer das Quäntchen Glück mit einer Zehn auf seiner Seite, während Thurner eine 9 verbuchte.

„Da schießt du mit einer geschlossenen Top-Mannschaftsleistung ein Ergebnis mit 1946 Ringen, das jedem Bundesligisten gerecht wird, und verlierst trotzdem. Das kann dir wahrscheinlich nur gegen Bergheim passieren“, so Sportwart Bernd Schröttle. Am 12. Februar findet der nächste Wettkampf als Heimkampf in Mertingen statt. Gäste sind Großaitingen, Dießen am Ammersee und Olching.

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Die Winterlustschützen aus Staudheim eröffneten in Großaitingen die Rückrunde. Zu Gast waren außerdem Wechingen und Dießen. Mit Dießen als Tabellenführer hatte Staudheim auch gleich seine erste Partie zu bestreiten. Dießen, bis dato mit nur zwei Niederlagen, ging als leichter Favorit in den Wettkampf. Auf Position eins entschied jeweils ein Aussetzer bei beiden Schützen die Partie. Sandra Specht aus Staudheim bezahlte ihren Fehler mit einer 8. Ihr Konkurrent aus Dießen „toppte“ dies allerdings und leistete sich einmalig eine 7, somit gewann Specht mit 389:388 Ringen. Für Markus Dietmayr auf Platz zwei (389) gab es gegen einen sehr souverän schießenden Dießener mit 394 nicht viel zu holen. Bei Stefan Lindel auf Rang drei sah es in den ersten beiden Serien mit jeweils 98 Ringen gut aus. Doch ab dem fünften Schuss der dritten Serie war es, als hätte ihm jemand das „Licht ausgeschalten“. Er schoss mit 91 und 90 Ringen in Serie drei und vier aus und verlor mit 377:382. Jürgen Herde auf Position fünf ging es ähnlich: Er kämpfte, kam aber über ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis von 381 nicht hinaus – zu wenig gegen 384 seines Gegners. Besser machte es hier Martina Lindel: Sie konnte sich in ein Stechen mit ihrer Gegnerin retten (389:389). Zwei Stechschüsse waren nötig, um die Sache zu klären – allerdings mit 9:9 und 9:10 gegen Lindel. Somit verlor Staudheim mit 1:4 gegen den Tabellenführer.

Am Nachmittagskampf mussten die Winterlust-Schützen gegen den Gastgeber selbst antreten. Specht auf Position eins konnte ihre Punktlandung vom Vormittag nicht wiederholen. Sie verlor diesmal um einen Ring (389). Martina Lindel fiel auch etwas ab und schoss mit 384 zwar solide, was aber gegen die 390 ihres Gegners nicht genug war. Etwas mehr Glück hatte Herde. Seine 380 Ringe genügten, um seinen Gegner in Schach zu halten. Er holte mit sechs Ringen Vorsprung den ersten Punkt für Staudheim.

Stefan Lindel und Dietmayr mussten ins Stechen – die Entscheidung in der Partie. Staudheim könnte sich mit einem Sieg einen sicheren Tabellenplatz erobern, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Und Großaitingen brauchte den Sieg ebenfalls, um nicht vollends in selbigen einzusteigen. Lindel gewann 10:9 und glich zum 2:2 aus. Nun hing alles an Dietmayr: Nachdem er und sein Gegner im ersten Schuss eine Neun erzielt hatten, nutzte Dietmayr die Acht seines Kontrahenten und holte den Mannschaftssieg mit einer Zehn nach Staudheim. (dz)

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