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Fußball-Regionalliga

01.12.2019

Dannemanns Hammer-Tor wendet das Spiel des TSV Rain

Mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ glich Tjark Dannemann (links) für den TSV Rain aus, bevor er auch das Siegtor schoss.
Bild: Gerd Jung

Beim 2:1-Heimsieg des TSV Rain gegen den SV Heimstetten ist einiges geboten - unter anderem drei Gelb-Rote Karten.

Drei Platzverweise, sieben gelbe Karten und ordentlich Drama –die letzte Heimpartie des TSV Rain gegen den SV Heimstetten bot 230 Zuschauern im Georg-Weber-Stadion viel Unterhaltung. Am Ende setzten sich die Hausherren aus der Blumenstadt mit 2:1 (0:1) in einem Spiel durch, das sich fußballerisch zwar auf mäßigem Niveau bewegte, dafür umso mehr Kampf und Diskussionsstoff parat hielt.

Im Vergleich zur deutlichen Niederlage gegen Schweinfurt tauschte Trainer Alexander Käs dreimal in seiner Startelf. Andreas Götz, Michael Knötzinger und Marko Cosic rückten in die Anfangsformation der Rainer, David Bauer übernahm zudem die Kapitänsbinde von Stefan Müller, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt war.

Heimstetten startete schwungvoll in das Kellerduell und setzte Rain früh unter Druck. Der TSV, der in einem 4-2-3-1 begann, brauchte hingegen eine Weile, um selbst ins Spiel zu kommen. Die erste gute Möglichkeit hatten die Gäste durch Manuel Duhnke, der an Christoph Hartmann scheiterte (13.). In der Folge fehlte beiden Mannschaften die Präzision, um gefährlich vor dem Tor aufzutauchen. In der 32. Minute gingen dann die Gäste in Führung. Nach einem langen Ball griff Rains Torwart Hartmann am Ball vorbei, Tim Schels bedankte sich und schob den Ball ins Tor. Mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.

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In der Pause reagierte Käs und brachte mit Tjark Dannemann einen neuen Impuls für die Offensive, weichen musste für ihn der an diesem Nachmittag enttäuschende Blerand Kurtishaj.

Rains Kapitän Fabian Triebel muss vom Platz

Auch der Start in den zweiten Spielabschnitt lief alles andere als gut für die Tillystädter. Der bereits verwarnte Fabian Triebel sah wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die Gelb-Rote Karte (47.). Eine harte Entscheidung, da Gegenspieler Cavadias in dem Zweikampf sehr theatralisch zu Boden ging. Danach plätscherte die Partie, immer wieder unterbrochen von Fouls, dahin. Überraschend schafften es die Rainer aber dann, den Ausgleich zu erzielen. Und das äußerst sehenswert, Dannemann sah, dass Gästekeeper Philipp Marceta etwas zu weit vor seinem Kasten stand und schoss einen Freistoß aus 40 Metern direkt über diesen hinweg in die Maschen. Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“.

Für die dezimierten Rainer schien das die Initialzündung zu sein. Plötzlich war die Käs-Elf wieder im Spiel, der SVH schien hingegen geschockt. Beflügelt durch sein Traumtor legte Dannemann nur zwei Minuten später nach und veredelte einen Konter aus 16 Metern zur 2:1-Führung (70.). In der Schlussphase war für die Zuschauer fußballerisch kaum noch etwas geboten. Das Spiel war zerfahren, fast minütlich lagen Akteure nach Foulspielen auf dem Spielfeld. Schiedsrichter Markus Pflaum schickte Yannick Günzel nach seiner Tätlichkeit gegen Johannes Müller mit der Ampelkarte vom Feld und zeigte sich damit sogar noch gnädig, glatt Rot wäre durchaus vertretbar gewesen (76.). Nun spielten beide Teams zu zehnt, Heimstetten zeigte in der Schlussphase aber Auflösungserscheinungen. Michael Krabler verpasste die Entscheidung freistehend und scheiterte mit seiner Riesenchance an Marceta, der seine Farben im Spiel hielt (83.). Kurz vor dem Ende sah Luca Beckenbauer innerhalb von 180 Sekunden zweimal den gelben Karton und musste ebenfalls vom ramponierten Feld (88.).

TSV Rain geht auf Rang zwölf in die Winterpause

Am Ende eines hitzigen und umkämpften Abstiegskrimis jubelten die Blumenstädter, die sich mit diesem Sieg weiter Luft verschaffen und mit 24 Zählern auf Rang zwölf überwintern. Heimstetten steht mit 20 Punkten auf Relegationsplatz 16.

Trainer Käs lobte nach der Partie die Moral seines Teams: „Die erste Halbzeit war nicht gut. Wir hatten uns vorgenommen, den Gegner niederzukämpfen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. In der zweiten Hälfte war es extrem emotional, in Unterzahl sind wir sehr stark zurückgekommen. Da war die Moral der Jungs einfach richtig klasse, obwohl es gleich wieder mit einem Rückschlag losgegangen ist. Mich freut es heute außerdem sehr für Tjark Dannemann, der zuletzt viel mit seiner Verletzung an der Leiste zu kämpfen hatte und heute zwei Jokertore erzielt hat.“ Durch einen guten Endspurt habe man sich auf diesen Tabellenplatz gebracht, nach der Pause müsse man aber wieder richtig Gas geben, um auch dort bleiben zu können, fordert Käs.

TSV Rain: Hartmann – Götz (61. Käser), Triebel, Bauer, Bär – Knötzinger, Schröder – Krabler, J. Müller, Kurtishaj (46. Dannemann) – Cosic (82. Robinson)

SV Heimstetten: Marceta – Hintermaier, Günzel, Beckenbauer, Cavadias – Man. Duhnke, Hannemann (82. Hercog), Reuter, Schels – S. Müller, Riglewski

Tore: 0:1 Schels (32.), 1:1 Dannemann (68.), 2:1 Dannemann (70.) Gelbe Karten: Knötzinger, J. Müller, Dannemann – Cavadias, Hannemann, Man. Duhnke, S. Müller. Gelb-Rote Karte: Triebel (47.) - Günzel (76.), Beckenbauer (88.) Zuschauer: 230.

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