Schießen

08.02.2018

Dem Druck standgehalten

Gemütlichkeit Mertingen zeigte sich am vergangenen Wettkampftag der Bayernliga in bestechender Form. Verena Schröttle schaffte gar 393 Ringe und ließ damit ihrer Gegnerin mit 368 Ringen nicht den Hauch einer Chance.
Bild: Szilvia Izsó

Die Bayernliga-Schützen aus Mertingen und Staudheim schaffen einen Wettkampftag vor Saisonende den Klassenerhalt. Ein Team liegt noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen.

Mertingen/Rain-Staudheim Durch jeweils zwei Siege am vergangenen Wettkampftag haben die Luftgewehr-Teams aus Mertingen und Staudheim den Klassenerhalt in der Bayernliga fix gemacht. Der sechste Schießtag versprach Spannung, denn zuvor lagen zwischen dem dritten und siebten Tabellenrang – ein Abstiegsrang – nur zwei Mannschaftspunkte.

Die Mertinger Schützen waren zu Gast bei den Singoldschützen Großaitingen. Gut vorbereitet und sehr gut aufgelegt stand das Team am ersten Schießen dieses Tages dem Gastgeber gegenüber. Nach einem hohen Trainingsaufwand in den vergangenen zwei Wochen wussten die Nordschwaben um ihre Qualität am Schießstand und dementsprechend motiviert ging das Team diesen Wettkampf an.

In der Paarung eins zeigte der Vorarlberger Thomas Muxel sein Können und holte mit 394:384 gegen den Schweizer Christian Alther den ersten Einzelpunkt. Genau so souverän legte Marie Christin Thurner los, mit 392:381 hatte Fridolin Mayr keine Chance. Andre Sauter musste sich mit 377:384 Michael Herzinger beugen. Barbara Riedel hatte nach 40 Schuss Ringgleichheit und musste ins Stechen. Sie schoss eine Acht, ihr Gegner Simon Mayr eine Neun, somit ging dieser Einzelpunkt nach Großaitingen. Doch Verena Schröttle holte mit 388:376 den letzten entscheidenden Einzelpunkt, womit der ersehnte Mannschaftssieg an Mertingens ging.

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In der Pause zwischen den Wettkämpfen gab es eine Analyse von Techniktrainer Martin Thurner mit den Schützen und nach einem kurzen Spaziergang in eisiger Kälte standen die fünf Schützen schon wieder an der Feuerlinie. Gegner war nun Bergheim, Muxel konnte sein Top Ergebnis vom ersten Vorkampf nochmals toppen und schoss mit sehr guten 396:390 Ringen gegen Sibille Strixner den ersten Einzelpunkt ein. Thurner ließ ihrer Gegnerin mit 391:384 keine Chance. Auch Sauter (387:385) und Riedel (385:384) punkteten für Mertingen. Den deutlichsten Sieg fuhr Schröttle ein, mit 393:368 hatte ihre Gegnerin nicht den Hauch einer Chance.

Dank diesen beiden Siegen haben sich die Mertinger vorzeitig den Klassenerhalt in der Bayernliga gesichert und können den nächsten beiden Wettkämpfen in Maria Steinbach „gelassen“ entgegen sehen.

Positionswechsel bei den Staudheimer Winterlustschützen

Wegen der engen Tabellensituation waren auch die Staudheimer Winterlust-Schützen leicht angespannt in die Wettkämpfe gegangen. Die Staudheimer hatten im Vormittagskampf dann gleich den vermeintlich schwereren Brocken des Tages zu bewältigen. Es ging gegen Maria Steinbach, den Tabellenzweiten und somit klaren Favoriten.

Markus Dietmayr, der Sandra Specht durch konstant gute Leistungen von Position eins verdrängt hatte, trat gegen Alisa Zirfaß an und gewann schließlich knapp mit 386:385 Ringen. Sandra Specht erwischte einen rabenschwarzen Wettkampf. Sie hatte Probleme mit ihrem Stützarm und beendete ihre Serien mit 382 Ringen. Gegen 386 ihres Gegners war das zu wenig.

Auch Position drei wurde diesmal neu besetzt. Durch die jüngst außergewöhnlichen Leistungen von Jürgen Herde durfte er nun an Position drei antreten und überzeugte erneut mit 391:379 Ringen. Stefan Lindel musste zunächst kämpfen, doch dann löste sich der Knoten und er gewann knapp mit 391:390 Ringen. Simone Haschner als Ersatzschützin für Martina Lindel kämpfte mit einer schlimmen Erkältung, belohnte sich aber mit 375:373 Ringen.

Nachmittags ging es gegen den Bundesligaverein aus Prittlbach. Und die Winterlust-Schützen aus Staudheim zeigten, was sie unter Druck leisten können. Position eins, zwei und drei legten sehr gute Ergebnisse von je 391 Ringen ihren Gegnern vor. Alle drei Schützen holten ihren Punkt und Staudheim lag mit 3:0 vorne. Dies war auch gut so, denn Lindel und Haschner unterlagen mit 376:388 und 377:378. Der Mannschaftskapitän bemerkte dazu: „Schlecht schießen ist echt anstrengend!“

Schlussendlich standen zwei Siege für Staudheim zu Buche. Dies bedeutet die Sicherung des dritten Tabellenplatzes vor Mertingen und nur noch zwei Zähler Rückstand auf Platz zwei. Der letzte Wettkampftag der Saison am 25. Februar findet für Staudheim auf dem eigenen Schießstand statt, Mertingen muss zu Eichenlaub Maria Steinbach. (dz)

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