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01.07.2010

Der Golfclub wird nach 15 Jahren aufgelöst

Die Auswahl des richtigen Schlägers für eine bestimmte Situation und eine bestimmte Entfernung gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die ein Golfspieler auf seiner Runde dutzendfach treffen muss. Sie bestimmt auch die Taktik. Die Vorstandschaft des Golfclubs Donauwörth hat am Dienstagabend den Driver und damit den mächtigsten Schläger aus der Tasche gezogen, der ihr zur Verfügung steht.

Mit dem Rücktritt von vier Vorständen erhöhte sie den Druck Verantwortung zu übernehmen auf diejenigen Mitglieder, die Anfang Mai gegen eine Auflösung des Clubs votiert hatten. Zwar stellten sich mit Hermann Schröder, Josef Magg und Margarete Schmidt drei Personen als neues Führungstrio zur Verfügung, alle drei erhielten aber nicht die erforderliche Mehrheit der 90 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder (von insgesamt 650).

Dreiviertelmehrheit verpasst

"Wir werden nun beim Amtsgericht die Auflösung des Clubs beantragen, die ein eingesetzter Notvorstand möglicherweise aus unseren Reihen dann vollziehen muss", erklärte Ex-Präsident Peter Gutowski zum Abschluss. Augenscheinlich nicht ganz glücklich war er mit der "provozierten Auflösung" - wie es ein Mitglied nannte. Weil aber der Antrag auf Auflösung Anfang Mai die notwendige Dreiviertelmehrheit knapp verpasst hatte, sah sich die Vorstandschaft zu diesem Schritt gezwungen. Denn eine geordnete Abwicklung des Vereins und eine nahtlose Einführung des Zukunftskonzeptes waren durch das Ergebnis der damaligen Abstimmung nicht möglich, sodass nun der Weg über die Auflösung gewählt wurde. Für das Konzept, das nun von Golfbetriebsmanager Oliver Prüter Schritt für Schritt umgesetzt werden soll, hatte Gutowski in den vergangenen Wochen vehement weiter geworben (wir berichteten mehrfach).

Der Golfclub wird nach 15 Jahren aufgelöst

Nichts Grundlegendes

Auch am Dienstag betonte er immer wieder, dass sich für die Mitglieder nichts Grundlegendes ändere. Außer, dass die Kompetenzen des Clubs jetzt in die Betreibergesellschaft Golfpark Donauwörth GmbH (GPD) voll aufgehen und die Mitgliederanliegen durch den Beirat eingebracht werden sollen. Die GPD ihrerseits hatte im Vorfeld den Druck erhöht, indem sie den Kooperationsvertrag mit dem Club zur Nutzung des Platzes zum 31. Dezember 2010 gekündigt und bei den Verbänden eine Mitgliedschaft beantragt hatte. Diese Aufnahme - mit der gewährleistet wird, dass der Sport nach den gütigen Richtlinien ausgeübt wird - war 1995 noch nicht möglich, weshalb der Club unter dem Präsidenten Jos Bäuerle ins Leben gerufen worden war.

Club als Sprachrohr

Den Club als Sprachrohr der Mitglieder wollte Hermann Schröder trotzdem aufrechterhalten. "Das wichtigste Gut ist nämlich nicht der Platz, sondern sind die Mitglieder", sagte der 56-Jährige bei seiner Vorstellung und begründete damit seine Präsidentschaftsambitionen. Er sei davon überzeugt, dass GPD und Club ein neues gemeinsames Ziel finden könnten. Das überzeugte die Mitglieder nicht und sie gaben ihm bei der von Kurt Benedicter durchgeführten Wahl 21 Ja- und 66 Nein-Stimmen. Ähnlich schnitten Josef Magg, der als stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister kandidiert hatte, und Margarete Schmidt (Schriftführerin) ab.

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