Fußball-Regionalliga

02.05.2016

Der TSV Rain am Boden

Die Gesichter von (von links) Johannes Nießner, Andreas Schuster und Dennis Liebsch sprachen nach dem Spiel gegen den FC Amberg Bände. Der TSV Rain hatte die Chance verpasst, sich mit einem Sieg an Amberg vorbeizuschieben und den letzten Tabellenrang zu verlassen.
Bild: Szilvia Izsó

Rain ist nach dem Remis gegen Amberg weiterhin Tabellenletzter. Luderschmid findet deutliche Worte für die Leistung seines Teams vor allem in der ersten Hälfte.

Von Michael Ruisinger

Rain Immer dünner wird für den TSV Rain die Luft in der Regionalliga-Bayern. Auch im so wichtigen Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Amberg gelang den Schützlingen von Trainer Tobias Luderschmid nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Durch das 1:1-Unentschieden gegen den unmittelbaren Konkurrenten FC Amberg minimierten sich die Hoffnungen auf den Klassenerhalt erheblich.

Rains Trainer Tobias Luderschmid musste gleich auf vier Akteure verzichten: Innenverteidiger Fabian Triebel war wegen der fünften Gelben Karte genauso gesperrt wie Fatlum Talla nach seiner Roten Karte im Bezirksliga-Team. Dazu plagte Peter Herger wieder seine Leiste. Bei Teamkapitän Sebastian Mitterhuber war aufgrund einer Erkältung ein Einsatz von Beginn an nicht möglich. Diese vier Plätze nahmen die zuletzt gesperrten Sebastian Habermeyer und Johannes Müller sowie Benedikt Krug und Matthias Riedelsheimer ein.

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Amberg kam besser ins Spiel und hatte schon in der vierten Minute durch Thomas Schneider den ersten Torabschluss. Der Ball flog jedoch am Gehäuse vorbei. Beiden Teams war die Anspannung anzumerken. Doch die Gäste aus der Oberpfalz waren willensstärker und gefielen vor allem durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Immer wieder wurden die Mitspieler angefeuert. Besonders auffällig war die Lufthoheit der Amberger. Nach einem Fehler in der Rainer Defensive bereinigte Andreas Schuster in der 22. Spielminute eine gefährliche Aktion der Gäste im letzten Moment. Drei Minuten später lenkte Rains Keeper Dominik Jozinovic einen gefährlichen Schuss von Sven Seitz über die Latte. In der 30. Minute dann die erste gefährliche Rainer Aktion: Marko Cosic setzte sich links schön bis zur Grundlinie durch. Doch seine Flanke fand keinen Abnehmer. Nach einem Freistoß verlängerte Ambergs Frank Lincke den Ball per Kopf auf Kapitän Michael Plänitz, der den Ball über die Linie schob und gleichzeitig eine lange Leidenszeit der Amberger beendete. In der vergangenen neun Spielen gelang den Gästen kein einziges Tor. Gleichzeitig war das 0:1 der verdiente Pausenstand.

Rains Trainer Tobias Luderschmid forderte von seiner Mannschaft in der Pausenansprache eine deutliche Leistungssteigerung und zeigte sich über das Gebotene vor dem Seitenwechsel enttäuscht. Rain steigerte sich nun erkennbar. Johannes Müller zirkelte einen Freistoß aus gut 18 Metern an den rechten Pfosten (52.). Im Gegenzug traf Tobias Wiesner nur das Außennetz. In der 71. Minute steuerte Benjamin Werner allein auf das Rainer Tor zu und traf nur den Pfosten. Doch nun patzte die FCA-Abwehr. Jan Fischer ließ sich von Christian Doll den Ball abnehmen. Der zirkelte den Ball unhaltbar für Matthias Götz neben den rechten Pfosten ins Netz zum 1:1. Jetzt keimte beim TSV Rain wieder Hoffnung auf. In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen für jedes Team. Doch es blieb beim 1:1, das weder Rain noch Amberg etwas nutzt.

„Wie schon in den letzten Wochen haben wir in der ersten Halbzeit unterirdisch schlecht gespielt. So haben wir in der Regionalliga Bayern nichts zu suchen“, befand Luderschmid nach dem Spiel. In Halbzeit zwei habe sein Team dann ordentlich gespielt. Insgesamt müsse man mit dem Punkt zufrieden sein. Ambergs Trainer Timo Rost haderte dagegen damit, dass seine Elf nicht das 2:0 gemacht habe.

TSV Rain Jozinovic – Liebsch, Krug, Schuster, Nießner – Riedelsheimer (80. Schütt), Müller, Habermeyer, Cosic (72. Mitterhuber) – Friedl (68. Witasek), Doll.

FC Amberg Götz – Fischer (80. Graml), Kühnlein, Plänitz, Gorgiev – Schneider, Lincke, Wiedmann, Hempel – Wiesner (70. Werner), Seitz (84. Knorr).

Tore 0:1 Michael Plänitz (35.), 1:1 Christian Doll (72.) Zuschauer 260 Gelbe Karten Johannes Müller, Sebastian Habermeyer – Michael Plänitz, Kevin Kühnlein, Kai Hempel. Bes. Vorkommnisse Spielunterbrechung in der 60. Minute für zwei Minuten. Grund war der Einsatz von Pyrotechnik (bengalisches Feuer) im Gästeblock. Nach dem Spiel wurden bei zwei Spielern je Verein Dopingkontrollen durchgeführt.

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