RegionalligaBayern

21.05.2014

Der TSV Rain sagt Servus

Mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg II verabschieden sich die Fußballer des TSV Rain heute Abend aus der Regionalliga Bayern. Die Mannschaft steht bereits seit Längerem als Absteiger in die Bayernliga fest. Für einige Spieler wird es zugleich der letzte Auftritt im TSV-Trikot sein.

Heute Abend um 18.30 Uhr steht das letzte Spiel der Saison an. Gegner im Georg-Weber-Stadion ist der FC Augsburg II. Dabei werden auch mehrere Spieler verabschiedet

Was für den TSV Rain am 21. Juli 2012 mit einer 0:2-Niederlage bei Viktoria Aschaffenburg begonnen hatte, geht heute Abend mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg II zu Ende: die Zeit in der Regionalliga Bayern, der vierthöchsten Fußballliga Deutschlands. Schiedsrichter Florian Kornblum aus Chieming pfeift die vorgezogene Partie des 38. und letzten Spieltags um 18.30 Uhr an.

Im Georg-Weber-Stadion dürfte das Motto heute Abend wohl „Abschied“ lauten – und das nicht nur, weil Rains Abstieg in die Bayernliga bereits seit mehreren Wochen feststeht. Der TSV wird sich vor der Begegnung auch von mehreren Spielern verabschieden, die den Verein nach der Saison verlassen. Dazu zählen neben Maximilian Lutz (2010 vom FC Augsburg II gekommen, er wechselt zum SV Mering), Bernd Geiß (2011 vom FC Gerolfing, Ziel unbekannt), Benjamin Woltmann (2012 vom TSV Aindling, Ziel unbekannt), Ugur Yilmaz (2013 aus der türkischen zweiten Liga, Ziel unbekannt) und Fabian Kling (2014 vom FV Illertissen, er geht in die USA) auch die beiden Routiniers Sascha Jöckel (Karriereende) und Bernd Taglieber (Spielertrainer beim SV Holzkirchen). Letzterer kam im Jahr 2000 aus Hainsfarth zum TSV, der Harburger Jöckel spielte sogar seit 1994, also 20 Jahre, in Rain.

Geht es nach Interimstrainer Günther Reichherzer, werden diese beiden heute auf jeden Fall spielen. „Es ist aber noch nicht klar, ob das auch klappt.“ Taglieber absolviert derzeit den Trainerlehrgang in Oberhaching, Jöckel konnte zuletzt nicht trainieren. Reichherzer kündigt allerdings bereits an, dass es „auf jeden Fall Änderungen in der Startelf“ geben wird.

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Dabei durfte das Tabellenschlusslicht gegen Illertissen und Memmingen zuletzt zwei Siege in Serie feiern. „Man hat endlich gesehen, dass unsere Mannschaft, die so lange auf Erfolgserlebnisse warten musste, auch richtig guten Fußball spielen kann“, sagt Reichherzer. Mit der zweiten Mannschaft des FC Augsburg warte nun aber noch einmal ein ganz dicker Brocken. „Momentan das spielstärkste Team der Liga“, urteilt der Coach. „Die sind auf allen Positionen richtig gut besetzt. Das wird richtig schwer für uns.“

Für Reichherzer ist es nicht nur das letzte Spiel als Interimstrainer – ab Juli übernimmt wie berichtet Herbert Zanker –, er gibt auch sein Amt als Sportlicher Leiter an Sepp Meier ab. „Natürlich will ich heute noch einmal gewinnen“, stellt Reichherzer vor seinem letzten Einsatz klar.

Er blickt etwas wehmütig auf die zwei Jahre in der Regionalliga Bayern zurück: „Eine überragende Zeit. Schade, dass wir nächste Saison nicht mehr dabei sind.“ Höhepunkte aus seiner Sicht waren das Gastspiel im Stadion des 1. FC Nürnberg und die Begegnungen mit dem FC Bayern München II. „Gegen uns sind Spieler wie Emre Can oder Pierre-Emile Höjbjerg aufgelaufen. In der Regionalliga ist man schon recht nahe an den Profis dran.“

Diese Spielklasse sei „außerordentlich stark“ und zugleich „das höchste der Gefühle für den TSV“. Deshalb ist es auch das Ziel, dort schnellstmöglich wieder hinzukommen. Der Kader für die kommende Spielzeit in der Bayernliga hat jedenfalls viel Qualität. Weiter im TSV-Trikot spielen wird dann auch Kapitän Alexander Egen. Dessen Vertragsverlängerung gab Geschäftsstellenleiter Sepp Meier vor dem Saisonfinale bekannt. Außerdem wechselt mit dem 18-jährigen A-Jugend-Spieler Matthias Schuster ein Talent aus Aindling an den Lech, das dort bereits in der Landesliga-Herrenmannschaft eingesetzt wurde.

Reichherzer ist zuversichtlich, das mit Zanker auch der richtige Trainer für die neue Rainer Mannschaft gefunden wurde. „Das Potenzial, um in der Bayernliga ganz vorne mitzuspielen, ist definitiv da.“

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