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Fußball

26.01.2019

Der TSV Rain trainiert per App

Trainer Daniel Schneider nutzt eine App, um seine Spieler in der Winterpause fit zu halten.
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Trainer Daniel Schneider nutzt eine App, um seine Spieler in der Winterpause fit zu halten.
Bild: Izsó

Trainingsauftakt des Bayernligisten ist offiziell erst am 31. Januar. In der Winterpause war die Mannschaft dennoch sportlich aktiv – mithilfe des Smartphones.

Während einige Fußball-Bayernligisten, wie etwa der TSV Nördlingen, bereits ins Mannschaftstraining für die Frühjahrsrunde gestartet sind, ist beim TSV Rain offizieller Start erst am 31. Januar. In den vergangenen Wochen waren die Spieler jedoch nicht untätig – und damit ist nicht nur das Hallenfußball-Turnier in Wassertrüdingen gemeint, das die Rainer gewannen. Sie trainieren selbstständig an ihrer Fitness, gehen Laufen. Einen schriftlichen Trainingsplan gibt es nun aber nicht mehr. „Den könnte man als Spieler auch schleifen lassen“, erklärt Co-Trainer Johannes Müller. Deshalb haben Chef-Trainer Daniel Schneider und er nun zu einem besseren Mittel gegriffen. Einer Trainings-App.

Trainer gibt die zu bewältigende Laufstrecke per App vor

Schneider erklärt, wie das funktioniert: „Die Jungs haben ein Lauf- und Stabilisationsprogramm bekommen, das geht über die App. Sie müssen darin nachweisen, dass sie die Läufe, die ich eingegeben habe, gemacht haben.“ Betrügen geht dabei nicht. Der Trainer gibt für jede Laufeinheit die zu bewältigende Distanz, Geschwindigkeit und Herzfrequenz vor. Die Einheit muss dann innerhalb einer bestimmten Zeit absolviert werden. Die App zeichnet dann auf wann, wo und wie lange der Fußballer unterwegs war. So hat der Übungsleiter sogar die Möglichkeit, die Leistungen einzelner Spieler zu vergleichen.

Und wenn die Witterung nicht mitmacht? Dann kann man immer noch aufs Laufband gehen, wie Müller sagt. Das zeichnet die App zwar nicht auf, aber als Beweis für das absolvierte Training könne man auch ein Foto schicken. „Ich bekomme auch Bilder von anderen Spielern beim Training. Das ist eine gute Kontrolle“, findet er. In der App können die Spieler dann auch die Ergebnisse der anderen einsehen und mit den eigenen vergleichen.

Für die beiden Rainer Übungsleiter ist diese Art von Training gut geeignet, um die Grundlage für das Mannschaftstraining nach der Winterpause zu schaffen. „Dann müssen alle bereits ein gewisses Fitnesslevel haben, um den Fokus auf das Fußballerische zu legen“, erklärt Müller.

TSV Rain liegt derzeit mit 34 Punkten auf dem fünften Rang

Dass der TSV Rain in diesem Jahr eher spät mit dem gemeinsamen Training anfängt, hängt auch damit zusammen, dass das Team später in den Spielbetrieb startet. Die Rainer haben am ersten Märzwochenende spielfrei, wenn die anderen Bayernligisten ihre ersten Partien des Jahres bestreiten. Für den TSV geht es erst am 9. März los, dann bestreitet die Mannschaft das Auswärtsspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing, die momentan auf dem zwölften Tabellenrang liegt.

Die Rainer liegen mit 34 Punkten und momentan dem fünften Platz noch ganz gut im Rennen um den zweiten Rang, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Den nimmt derzeit hinter dem enteilten SV Türkgücü-Ataspor München (50 Punkte) der SV Pullach ein. Die Pullacher gehören seit Jahren zu den Spitzenteams der Bayernliga Süd, können ihr Team aber nicht für die Regionalliga Bayern melden, obwohl sie als Meister oder Vize-Meister mehrfach die Aufstiegsmöglichkeit gehabt hätten. Es fehlt schlicht eine Spielstätte, die den Regularien von Bayerns höchster Klasse entspricht. Davon profitierte im vergangenen Jahr der drittplatzierte TSV Rain und durfte in die Relegation gegen den FC Memmingen.

Schneider: „Mannschaftlich funktionieren wie zuletzt“

Eine Chance auf den dritten Platz ist für den TSV Rain gegeben, da ist sich das Trainer-Team sicher. Dafür müsse man „mannschaftlich so funktionieren wie zuletzt“, sagt Schneider. Müller erwartet einen Dreikampf zwischen Kottern, Regensburg und Rain auf Rang drei. Um noch an den beiden Kontrahenten vorbeizuziehen, die derzeit vor den Lechstädtern liegen, müsse weiterhin konzentriert gearbeitet werden.

Personelle Veränderungen habe es laut Schneider wenige gegeben. Simon Fischer habe den TSV verlassen und Fabian Miehlich werde etwas kürzer treten, da er nur freitags trainieren kann. Er werde möglicherweise in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.

Lesen Sie dazu auch: TSV Rain: „In der Rückrunde greifen wir an“

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