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Fußball

04.09.2018

Die Schwäche wieder vergessen machen

Flotzheims Trainer Jens Meckert ist sich sicher, dass seine Mannschaft im nächsten Derby gegen Wolferstadt wieder zur gewohnten Stärke zurückfinden wird.

Nach dem Dämpfer im Spitzenspiel betreibt Flotzheims Trainer Meckert Spielanalyse. Tapfheims Übungsleiter Ostermair erklärt, wie aus einem 0:2-Rückstand ein 4:2-Sieg wurde.

Flotzheim In der Kreisklasse Nord I ist es an der Tabellenspitze eng geworden. Die SG Flotzheim-Fünfstetten hat nach vier Siegen einen Dämpfer verkraften müssen. Vor eigenem Anhang hatten die Hausherren beim 0:2 gegen den ebenfalls bislang ungeschlagenen TSV Oettingen wenig Chancen. „Der Gegner war aggressiver und lauffreudiger“, analysierte Trainer Jens Meckert nach dem Schlagerspiel. Der Sieg der Rieser gehe in Ordnung, weil das Team überlegen gewesen sei. Meckert will nun da ansetzen, wo er Fehler gesehen hat: im Zweikampfverhalten. 30 Prozent müssten seine Spieler in diesem Bereich drauflegen, „dann kommt auch die Lauffreude zurück“. Letztlich gehe es ihm darum, seinem Team den Spaß am Fußball zu bereiten.

Ein konkretes Saisonziel sei deshalb auch gar nicht ausgegeben worden. Aufstiegsambitionen habe man jedenfalls nicht, „auch wenn die Euphorie nach vier Spielen ohne Punktverlust natürlich groß war“. Meckert ist sich sicher, dass der Einsatz am Sonntag wieder stimmen wird. Das garantiere schon der Gegner. Seine Mannschaft werde mit großem Engagement das Derby beim TSV Wolferstadt angehen. „Es ist gut, dass wir unsere Schwäche gegen den TSV Oettingen am Sonntag gleich wieder vergessen machen können“, gibt er sich kämpferisch. Eine Mannschaft könne immer mal einen Durchhänger haben, wenn sie danach wieder an die zuvor gezeigten guten Leistungen anknüpfe.

Tapfheim Dass Fußball sehr viel mit dem Kopf, sprich, mit der Einstellung eines Spielers zu tun hat, das hat der SC Tapfheim am vergangenen Spieltag unter Beweis gestellt. Die Fans sahen im Heimspiel gegen den FC Osterbuch zwei völlig verschiedene Halbzeiten. „Die Jungs haben die erste Hälfte komplett verpennt“, muss Spielertrainer Jürgen Ostermair zugeben. Was seine Mannschaft vergangene Woche in der Partie gegen den SC Mörslingen beim 3:2-Sieg richtig gemacht habe, sei während der ersten 45 Minuten gegen Osterbuch nicht zu sehen gewesen. Die Folge: Der laufstarke FC Osterbuch führte nach 39 Minuten mit 2:0.

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Nach der Pause dann ein ganz anderes Bild: Die Tapfheimer nahmen auf einmal die Zweikämpfe an und durch Tore von Dennis Gail (zwei, einer davon ein Foulelfmeter), Martin Wittmann und Jürgen Ostermair selbst drehten sie das Spiel zum 4:2-Sieg.

Ob es an der Einwechslung des Spielertrainers in der 50. Minute lag? „Hoffentlich nicht“, sagt Ostermair schmunzelnd. Jedoch habe er in der Halbzeitunterbrechung eindringlich mit seiner Elf gesprochen: „Ich habe erklärt, was ich im Spiel vermisse, Lauf- und Zweikampfbereitschaft und einfach zusammen Fußball spielen. Das haben sich die Jungs zu Herzen genommen.“ Der Lohn dafür sind weitere drei Punkte und mittlerweile Platz acht in der Tabelle der A-Klasse West III.

Dabei verlief der Saisonstart für den SC Tapfheim mehr als holprig. 0:8 stand es am ersten Spieltag gegen den FC Donauried. Dem Remis gegen Villenbach (0:0) folgt eine weitere Niederlage gegen Steinheim (2:4). Doch seit gut einer Woche geht es durch die beiden jüngsten Siege in der Tabelle bergauf. Das liege laut Ostermair auch daran, dass sich sein Team nun auch personell wieder gefestigt habe, nachdem in den ersten Wochen einige Spieler verletzungs- und urlaubsbedingt ausgefallen waren.

Bis zur Winterpause möchten Ostermair und sein Team noch weiter fleißig Punkte sammeln. Für den SCT heißt das Ziel Nichtabstieg. „Das klingt vielleicht komisch, als Kreisklassen-Absteiger so ein Ziel auszugeben. Aber angesichts unserer dünnen Personaldecke ist es für uns nur wichtig, von den hinteren Plätzen wegzubleiben“, erklärt der Trainer.

Ostermair ist erst im Sommer zum SC Tapfheim gestoßen, war zuvor einige Jahre beim TSV Bissingen beschäftigt. Deshalb war die A-Klasse West III noch ziemlich neu für ihn. „Das kann aber auch ein Vorteil sein“, findet er, denn dann gehe man vorurteilsfrei an die Sache heran. Für ihn zeige die Tabelle bereits, wer am Ende wohl um den Titel mitmischt: „Ich denke, dass Ebermergen in den Titelkampf eingreifen wird und auch Steinheim sehe ich vorne.“

Für ihn und sein Team geht es als nächstes zum SV Donaualtheim. „Das wird spannend“, sagt der 40-jährige Trainer. Schließlich habe Donaualtheim zuletzt 3:3 gegen den FC Donauried gespielt, bei dem der SCT im ersten Saisonspiel die 0:8-Klatsche erhalten hatte. „Wir waren personell damals arg gebeutelt“, betont Ostermair und fügt hinzu: „Ich freue mich darauf, dass wir uns mit einem Team aus dem vorderen Drittel messen und unsere Leistung zeigen können.“

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