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Bayernliga

15.04.2015

Die Tormaschine freut sich auf das Spitzenspiel

Heute Abend gastiert der TSV Rain beim Aufstiegsrivalen FC Pipinsried. Warum es für Sebastian Kinzel eine besondere Partie ist

Im Fußball heißt es: Ein Stürmer wird an Toren gemessen. Sebastian Kinzel hat in seiner Laufbahn schon reichlich eingenetzt. Egal ob in Affing, Gersthofen oder Aichach – Kinzel ließ es regelmäßig klingeln, wurde in mehreren Ligen Torschützenkönig. Seit dem Frühjahr 2014 schnürt der 26-Jährige seine Fußballschuhe für Rain, sechs Treffer in seinen ersten 13 Punktspielen für den TSV konnten aber den Abstieg aus der Regionalliga nicht verhindern. Trotz dieses anständigen Werts brauchte der Angreifer in Rain etwas Anlaufzeit, ließ in seiner Premierensaison manch klare Chance liegen. Mit Beginn der aktuellen Spielzeit aber ging die Post richtig ab: In der bisherigen Bayernliga-Saison traf Kinzel in 27 Spielen 38 Mal. Das beschert ihm Rang eins in der Torjägerliste und seinem TSV derzeit Platz zwei in der Tabelle. Heute geht es für die Tillystädter, die ihre vergangenen sieben Partien gewinnen konnten, zum Nachholspiel beim punktgleichen FC Pipinsried. Anpfiff ist um 18 Uhr.

Nachdem Spitzenreiter Pullach nicht für die Regionalliga gemeldet hat, dürften Rain und Pipinsried – der Vorsprung der beiden auf Rang vier beträgt bereits elf Zähler – den direkten Aufsteiger und den Relegationsteilnehmer unter sich ausmachen.. „Ein Sieg heute wäre nicht verkehrt“, sagt Kinzel, der sich auf das Top-Spiel besonders freut. Für ihn gibt es neben der tabellarischen Konstellation weitere Brisanz. Zum einen, weil sein Vater Gerhard früher im Trikot des FCP auf Torejagd gegangen war, zum anderen kennt Kinzel mehrere Spieler des Gegners persönlich. „Und Präsident Konrad Höß hat mich im Lauf der Jahre auch mehrmals gefragt, ob ich nicht nach Pipinsried wechseln will“, berichtet Kinzel.

Gleich fünf Mal traf er beim 11:0 am Sonntag in Unterhaching – der höchste Auswärtssieg in der Geschichte der Bayernliga. Es war bereits sein zweiter Fünferpack in dieser Saison. Dass es sich bei Kinzel um einen waschechten Torjäger handelt, zeigt auch die Tatsache, dass er sich vor jeder Spielzeit ein Ziel steckt. „Meistens sind das 25 Treffer, wenn es gut läuft.“ Und heuer läuft es mehr als nur gut, was die bislang 38 Einschläge beweisen. „Dass es mal über 40 werden könnten, hätte ich nie gedacht. Aber das nehme ich natürlich gerne mit“, sagt er. Mit seinen fünf Treffern am Sonntag hat er sich auch im Privatduell um die Torjägerkanone gegen seinen Konkurrenten Orhan Akkurt ein Polster geschaffen. Der Pullacher war bislang 30 Mal erfolgreich. „Ich schaue nach den Spielen immer gleich, ob er auch wieder getroffen hat. Da ich ihn schon länger kenne, glaube ich aber, dass er das genauso macht“, sagt Kinzel.

Den Kantersieg vom Sonntag will er nicht überbewerten. „Das sollten wir am besten gleich wieder vergessen“, so Kinzel. Die blutjunge Hachinger Truppe sei kein Maßstab gewesen. Dagegen warte heute in Pipinsried „die mit uns spielstärkste Mannschaft der Liga“. Die Heimelf holte aus den fünf Spielen nach der Winterpause aber nur acht Zähler, weshalb Kinzel einen kleinen Vorteil in Sachen Form für den TSV Rain erkannt haben will. Ein Punkt sei daher das Minimalziel. Und auch persönlich hat er sich wieder etwas vorgenommen. „Ein Tor will ich auf jeden Fall machen.“ Daran muss er sich heute Abend messen lassen.

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