Fußball

02.10.2018

Eine gefühlte Niederlage

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Florian Grenzebach (links) vom VfB Oberndorf und Benedikt Steinle vom SV Eggelstetten zeigten beim Derby vollen Einsatz. Am Ende konnten beide Mannschaften etwas Zählbares mitnehmen. <b>Foto: Szilvia Izsó</b>
Bild: Szilvia Izsó

Nach einer Zwei-Tore-Führung muss sich der VfB Oberndorf mit einem Unentschieden begnügen. In Großsorheim haben sie Hoffnung, dass die Wende eingeleitet ist

Oberndorf/Eggelstetten Ein intensives und spannendes Lokalderby boten am Samstagnachmittag der VfB Oberndorf und der SV Eggelstetten den rund 200 Zuschauern. Der favorisierte VfB – auf Platz 3 in der Kreisklasse Nord II liegend – führte nach einer torlosen ersten Hälfte mit 2:0, musste sich aber nach 90 Minuten mit einem Remis begnügen. „Der Punkt für uns war am Ende auch hochverdient“, blickt SVE-Coach Christian Kühling auf das Duell zurück.

Sein Team habe nach dem Rückstand eine „tolle Moral und starken Charakter“ gezeigt. In der Schlussphase sei sogar noch mehr als ein Unentschieden möglich gewesen. Der Zähler würde sich womöglich in der Tabelle nicht allzu groß auswirken, sei aber für die Psyche sehr wichtig. „In den letzten Wochen hat uns bei den Duellen gegen die Spitzenteams wie Dillingen oder Kicklingen-Fristingen doch einiges gefehlt“, fasst Spielertrainer Kühling zusammen. Insgesamt stehe man aber mit elf Punkten aus acht Spielen ganz gut da.

Nach dem 2:2 im Derby habe sich die Mannschaft noch am Abend zusammengesetzt und klargemacht, dass in der nun folgenden „englischen Woche“ mal wieder ein Dreier fällig wäre – möglichst schon morgen zu Hause gegen den Tabellennachbarn TSV Binswangen. „Am Ende hat es sich schon ein bisschen wie eine Niederlage angefühlt“, fasst Oberndorfs Spielertrainer Florian Lorenz zusammen. Die Partie habe „typischen Derby-Charakter“ gehabt, sei aber von beiden Seiten fair geführt worden. Nach der 2:0-Führung habe der Gegner am Ende sogar noch „exzellente Chancen“ zum Sieg gehabt, deswegen müsse man das Unentschieden so akzeptieren.

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Für den VfB, der in der Vorsaison als Aufsteiger einen starken vierten Platz belegte, gehe es aktuell darum, sich in der Kreisklasse zu stabilisieren. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich entwickeln soll“, meint Lorenz dazu. Ob man die vor Oberndorf liegenden Spitzenteams SSV Dillingen und SV Kicklingen-Fristingen noch attackieren könne, hinge auch von deren Konstanz ab. In der „englischen Woche“ erwarte den VfB mit dem nächsten Lech-Derby morgen in Genderkingen sowie dem SV Wortelstetten am Samstag „unangenehme Gegner“, der Trainer erwartet enge Duelle, die vermutlich über den Kampf entschieden werden.

Großsorheim War das die Wende? „Das wäre schön“, sagt Heiko Rieß von der SG Großsorheim-Hoppingen. Er trainiert die Harburger Stadtteilelf seit Saisonbeginn. Erst zwei Siege stehen auf dem Konto. Die Folge: ein Tabellenplatz ganz unten. „Wir haben uns erst aneinander gewöhnen müssen“, wirft Rieß ein, der vom SG Riesbürg in Baden-Württemberg ins Ries gekommen ist. Nicht nur ihn hätten die Spieler kennenlernen müssen, sondern auch er die Spieler. Außerdem habe er ein neues, taktisches System eingeführt. Am Anfang nach den Punktverlusten sei man dann natürlich enttäuscht gewesen. Es gehe schlichtweg darum, wieder Selbstvertrauen ins Team zu bringen. Da sei der 2:1-Heimerfolg gegen den SV Kaisheim am Sonntag wie Balsam auf die Seele gewesen, zumal man zunächst im Rückstand gelegen und die Partie mit Moral gedreht habe. Gerade zu Beginn der „englischen Woche“ sei dies wichtig gewesen. Entsprechend ausgelassen sei der Erfolg dann auch im Sportheim bei der Kirchweih gefeiert worden.

Er hoffe, dass man jetzt die Erfolgsspur gefunden habe. Der 36-jährige Rieß hofft außerdem, dass auch er bald wieder auflaufen kann, schließlich sei er als Spielertrainer verpflichtet worden. Den Kontakt hatte sein Bruder hergestellt, der in Schrattenhofen wohnt. Rieß wird wohl am Feiertag in der Partie gegen Mündling-Sulzdorf noch nicht mitwirken können, doch am kommenden Sonntag beim SC Nähermemmingen-Baldingen will er wieder auf dem Platz stehen. Noch muss Rieß viel improvisieren, ist die Liste der Verletzten bei Großsorheim-Hoppingen doch lang, „aber wenn die Jungs alle wieder fit sind, werden wir ein anderes Gesicht zeigen“. Das Ziel: „Aus dem Tabellenkeller herauszukommen.“

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