Fußball

07.08.2018

Eiskalter Abschluss vor 550 Fans

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Eiskalte Erfrischung für den Spielertrainer: Peter Limbeck (links) übergoss bei der Partie gegen Wörnitzstein Michael Jenuwein mit kaltem Wasser. Angesichts der hohen Temperaturen dürfte das jedoch durchaus willkommen gewesen sein.

Gute Laune bei der SpVgg Riedlingen nach dem Sieg im Stadtderby. Wemdings Trainer erklärt den Auftakterfolg.

Donauwörth Etwas ratlos war Wörnitzsteins Trainer Bernd Taglieber nach dem Auftaktspiel der Kreisliga Nord gegen die SpVgg Riedlingen. „Das Spiel muss klar für uns ausgehen, wir hatten zehn, zwölf Großchancen, Riedlingen dagegen vielleicht zweieinhalb Torschüsse. Aber unter dem Strich zählt das Ergebnis“, resümiert er nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft. Wie schon in der vergangenen Saison, damals noch in der Bezirksliga, habe sein Team seine Chancen nicht genutzt. Das verdeutlicht das Problem der Wörnitzsteiner: Es gibt keinen richtigen Torjäger im Team. Und obwohl seine Mannschaft in den jüngsten Testpartien gut gespielt habe, klappte es mit der Chancenverwertung nicht wie erhofft. Die Hitze sei jedenfalls nicht ausschlaggebend für die Niederlage gewesen: „In der Vorbereitung haben wir viel gemacht, sind topfit. Das hätte am Samstag den Ausschlag geben können. Ich denke aber, da wir gut trainiert haben, regenerieren wir jetzt viel schneller.“

Die Riedlinger Kicker hatten da mehr mit den Temperaturen zu kämpfen, waren jedoch „eiskalt im Abschluss“, betont Spielertrainer Michael Jenuwein hörbar stolz. Vielleicht habe seine Mannschaft am Ende den Sieg ein bisschen mehr gewollt. „Der Auftakt lief für uns natürlich super, da sind wir schon gut gelaunt“, sagt er lachend.

Super Auftakt

Einen super Auftakt der Kreisliga-Saison erlebten mit der Partie auch die vielen Fans am Spielfeldrand. Rund 550 Zuschauer hatten den Weg zur Riedlinger Sportstätte gefunden, bildete die Partie doch nicht nur den Saisonstart, sondern war auch noch Stadtderby und die Begegnung des Aufsteigers gegen den Absteiger zugleich. „Toll, dass es im Amateurbereich noch so viele Zuschauer gibt“, findet Riedlingens Abteilungsleiter Michael Braunwart. Die SpVgg habe bereits mit einem großen Publikum gerechnet, weshalb es einige freiwillige Helfer gebraucht habe, um die Partie zu stemmen.

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Nach dem Sieg sei die Freude natürlich groß gewesen, zumal er, Trainer Jenuwein und wohl auch die meisten Fans nicht mit einem Sieg der Riedlinger gegen den Bezirksliga-Absteiger gerechnet hatten. „Schließlich weiß man am Anfang der Saison auch noch gar nicht, wo man steht, vor allem als Aufsteiger“, erklärt er. „So ein Sieg kann noch ein paar Prozente an Motivation zusätzlich bei den Spielern freisetzen“, sagt er. Dennoch ist man bei der SpVgg realistisch und nicht zu euphorisch, denn es stehen noch viele schwere Partien an. Am kommenden Wochenende geht es für die Elf von Michael Jenuwein gegen den FC Maihingen.

Wemding Es war eine der großen Fragen vor Saisonbeginn: Wie wird der zuletzt arg gebeutelte TSV Wemding nach zwei Abstiegen hintereinander in der Kreisklasse Nord I starten? Und das zudem noch beim Lokalderby gegen den Vizemeister der Vorsaison, TSV Wolferstadt. Die Antwort: mit einem deutlichen 4:1-Erfolg! Zwei frühe Treffer in der 3. und 12. Minute spielten dem Team von Hans-Peter Taglieber bei Sommerhitze optimal in die Hände, danach konnte man immer wieder gefährliche Konter fahren. „Es hat vieles geklappt, was wir vorher einstudiert hatten. Deswegen ein großes Kompliment an die Mannschaft“, lobt Taglieber, der die Truppe zusammen mit Siegfried Häckel trainiert und neuer Spartenleiter ist.

Taglieber hat schon vor dem Spiel beobachtet, dass seine Schützlinge „absolut heiß waren“. Das hätte man auch nach Anpfiff sofort auf dem Platz gesehen. Dankesworte richtet Taglieber auch an die Akteure, die auf der Bank saßen oder in der Reserve spielten. Auf den ein oder anderen dieser Kicker wird er auch am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen den Lauber SV zurückgreifen, denn in dieser Woche verabschieden sich einige Spieler in den Urlaub.

Mit dem Lauber Gastspiel steht gleich das nächste Nachbarschaftsduell an, deswegen hofft Taglieber erneut auf eine stattliche Kulisse und entsprechende Derbystimmung. „Unsere Fans haben uns auch in Wolferstadt klasse unterstützt. Ich hoffe, dass jetzt auch zu Hause wieder mehr Zuschauer kommen als zuletzt.“ Welche Taktik er sich für Sonntag überlegt, möchte Taglieber jedoch noch nicht verraten.

Huisheim Der BC Huisheim grüßt nach dem ersten Spieltag in der A-Klasse Nord von der Spitze. Mit 2:5 kam Aufsteiger Tagmersheim-Rögling-Blossenau (T.R.B.) in Huisheim unter die Räder. Vor der Partie ehrte der BCB verdiente Spieler: Manuel Hayn für 400 Spiele, sowie Daniel Katzenberger, Daniel Probst und Dominik Graf für je 300 Spiele. Ebenfalls ein kleines Präsent für seine Tätigkeit als Co-Trainer der ersten Mannschaft in der vergangenen Saison erhielt Rainer Schweinbeck.

Rain Manch ein Anhänger des TSV Rain 2 dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben. Beim Spiel des Bezirksligisten in Gersthofen wurde in der 85. Minute Alex Käs eingewechselt. Käs trainierte in der Vorsaison noch die zweite Mannschaft, ist nun im Nachwuchsleistungszentrum des FC Ingolstadt tätig und betreut dort die U16. „Das war eine einmalige Sache“, sagt der 25-Jährige lachend über seinen Einsatz. Weil einige Spieler fehlten, und aufgrund des guten Verhältnisses zu Trainer Günther Reichherzer und den Spielern erklärte er sich bereit, auszuhelfen. In Zukunft werde er das aus Zeitgründen gar nicht mehr können, sagt er. „Wir haben zehn Tage pausiert mit der Vorbereitung, da geht es am Freitag wieder weiter. Von daher kann ich kaum noch mal aushelfen“, sagt er. Dass es dann trotz einer 2:0-Halbzeitführung eine 2:5-Niederlage gab, war laut Käs verdient. „Wenn wir nach der Pause die Führung länger halten, wäre mehr drin gewesen. Die schnellen Gegentore waren der Knackpunkt.“ (sut, unf, bih, dolli)

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