Landkreis

05.06.2018

Fußball satt über 323 Tage

Der SV Bayerdilling ist zurück in der A-Klasse.
Bild: Modlmair

Seit diesem Wochenende befinden sich nun alle Kicker in der Sommerpause. Hier gibt es die Zahlen und Fakten einer langen Saison.

Start und Ziel Exakt 323 Tage waren die Fußballer im Verbreitungsgebiet in der vergangenen Saison im Einsatz. Den Auftakt machte der Bayernligist TSV Rain, der am 15. Juli seine Spielzeit mit einem 4:1-Heimsieg gegen den BFC Wolfratshausen eröffnete. Gespielt wurde dann bis zum 3. Juni, an dem sich nun auch die verbliebenen DZ-Teams aus dem Fußballkreis Augsburg und die letzten Relegationsteilnehmer in die Sommerpause verabschiedet haben – sechs Tage übrigens vor dem neuerlichen Vorbereitungsstart des TSV Rain für die Bayernligasaison 2018/2019.

Dauerbrenner Auch die meisten Partien hat der TSV Rain verbucht, der in der Liga 36-mal sowie in zwei Relegationsspielen ranmusste. Von diesen 38 Einsätzen machte Marco Cosic 37, die meisten davon in der Startelf. Lediglich 20 Begegnungen absolvierten der SV Bayerdilling sowie die Zweiten Mannschaften des SV Feldheim und des SV Münster in der B-Klassse Neuburg 1.

Freud und Leid Drei Meistermannschaften durfte die Donauwörther Zeitung in dieser Saison würdigen: die SpVgg Riedlingen (Kreisklasse Nord 2), den SV Holzheim (A-Klasse Neuburg) und den Fusionsverein Eintracht T.R.B. (B-Klasse Nord). Aufgestiegen über die Relegation ist zudem der SV Kaisheim, der in der B-Klasse Nord Zweiter geworden war. Die Zahl der Absteiger ist deutlich höher, denn heuer erwischte es den SV Wörnitzstein-Berg (aus der Bezirksliga), den TSV Wemding (Kreisliga Nord), den SC Tapfheim und den TSV Ebermergen (beide Kreisklasse Nord 2), den FC Staudheim (Kreisklasse Neuburg) sowie den TSV Ellgau (A-Klasse Augsburg Nordwest).

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Punkte- und Torjäger Doppelter Spitzenplatz für Eintracht Tagmersheim-Rögling-Blossenau: Nicht nur die 68 Punkte in 26 Spielen des B-Klassen-Primus sind unerreicht, sondern auch die 107 erzielten Tore. Der Titel für den „Torjäger der Saison“ geht allerdings an den SV Kaisheim, dessen Stürmer Armin Janik während der regulären Saison 43 Einschüsse verbuchen konnte. Hinzu kamen beim 6:1-Erfolg im Aufstiegsspiel gegen Unterglauheim in Oberndorf drei weitere Treffer – macht also in 26 Spielen inklusive Relegation (eine Partie in der B-Klasse verpasste der frühere Angreifer des TSV Rain und des TSV Nördlingen) insgesamt 46 Tore.

Nachsitzen Die Relegation ist eine ganz spezielle Sache: toll für die Zuschauer, die oft in Scharen zu den Entscheidungsspielen pilgern. Angenehm auch für Vereine, die etwas gewinnen können, sprich die Möglichkeit zum Aufstieg haben. Teams dagegen, die etwas zu verlieren haben, denen also der Abstieg droht, gehen nicht unbedingt mit Vorfreude in diese Saisonverlängerung. Aus Sicht der DZ-Vereine war von allem etwas dabei: Insgesamt sechs Mannschaften waren in den vergangenen Wochen in der Relegation am Start. Die Rainer verpassten trotz eines 3:2-Siegs im Hinspiel gegen den FC Memmingen den Aufstieg in die Regionalliga, weil es im Allgäu vor 2700 Zuschauern eine 0:2-Pleite gab. Ebenfalls nicht zum Aufstieg gereicht hat es für den TSV Wolferstadt, der die Kreisklasse Nord 1 als Tabellenzweiter abgeschlossen hatte. In Ederheim verlor der TSV gegen Dillingen mit 0:1, wobei zum Sprung nach oben noch ein weiterer Sieg nötig gewesen wäre. Jubeln durfte dagegen der SV Kaisheim nach seinem 6:1-Erfolg in Oberndorf gegen den BSC Unterglauheim. Freude herrschte auch beim SV Großsorheim, der sich mit einem 1:0 über Wittislingen in Schwenningen ein weiteres Jahr in der A-Klasse Nord sicherte.

Monheim gewinnt drei Relegationsspiele

Einen wahren Relegationsmarathon erlebte der TSV Monheim, der drei Siege für den Klassenerhalt in der Kreisklasse benötigte. Nacheinander wurden der TSV Ebermergen (dieser musste damit den Gang in die A-Klasse antreten), der TSV Mönchsdeggingen und zu guter Letzt Reflexa Rettenbach bezwungen. „Es war auch ein bisschen Glück dabei, aber am Ende verdient. Gerade im letzten Spiel haben wir eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen“, berichtet Monheims Trainer Benedikt Förster. Natürlich seien am Freitagabend nach dem Abpfiff Erleichterung und Freude riesengroß gewesen – dementsprechend fiel auch die Feier des Klassenerhalts aus. „So eine lange Relegation schweißt zusammen“, so der Coach, der seinen Mannen immer mit auf den Weg gegeben habe, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Dennoch sei das Programm schon sehr hart gewesen. „Zwei Spiele sind ja ok. Aber wenn du drei gewinnen musst, ist das schon extrem.“

Dem SV Wörnitzstein-Berg hätte ein ähnlich langes Nachspiel bevorgestanden, doch die Elf von Trainer Bernd Taglieber musste sich schon in Runde eins dem SC Griesbeckerzell (Zweite Kreisliga Ost) geschlagen geben und damit den Abstieg in die Kreisliga Nord hinnehmen.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%204568.tif
Fußball

Welches Team setzt seinen Aufwärtstrend fort?

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen