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Schießen

30.10.2019

Gemütlichkeit Mertingen: Nervenstark an der Feuerlinie

Wenngleich die Duelle zum Teil sehr knapp waren, blieb die erste Luftgewehr-Mannschaft von Gemütlichkeit Mertingen (mit André Sauter, rechts) auch gegen die Teams aus Kempten und München ungeschlagen.
Bild: Szilvia Izsó

Die erste Mertinger Luftgewehrmannschaft wahrt gegen die FSG Kempten II und die HSG München die weiße Weste und damit Rang eins. Warum das Team dennoch eine „Schippe drauflegen“ will.

Der Schützenverein Gemütlichkeit Mertingen war Gastgeber am zweiten Schießtag der noch jungen Bayernliga-Saison. Als Gäste konnten die Schützen der HSG München, die Singoldschützen Großaitingen und die FSG Kempten II begrüßt werden. Der erste Durchgang versprach sehr spannend zu werden, ging es doch gegen keinen geringeren als die große HSG München.

Die Mertinger Schützen wussten um das hohe Leistungsniveau der Münchner und bereiteten sich gezielt darauf vor. So kam es dann auch, dass (nicht nur) der für Mertingen an Position eins schießende Thomas Muxel ein schweres Duell erwartete. Der Vorarlberger legte mit 394 Ringen ein durchaus starkes Ergebnis voraus, das seine Gegnerin mit all ihrer Routine und mit sehr guten 398 Ringen übertraf. Auf Position zwei hatte Verena Schröttle keine Chance ihrem Gegner Marcin Szyia davonzueilen, nach 40 abgegebenen Schuss standen bei beiden Schützen 388 Ringe auf dem Zähler. Wieder einmal musste der Wettkampf durch einen Stechschuss entschieden werden.

Strenges Prozedere beim Stechen

„Während der heißen Phase darf nicht geschossen werden“, erklärt Trainer Bernd Schröttle das Prozedere rund um den Stechschuss. „Die Schützen haben zwei Minuten Zeit zum Einrichten, das heißt, sie dürfen das Gewehr in Anschlag bringen, zielen und so weiter, jedoch darf kein Schuss mit oder ohne Projektil fallen. Nach diesen zwei Minuten erfolgt das Kommando laden zum ersten Stechschuss. Ab dem Kommando ’Stechschuss Start’ haben die Schützen 50 Sekunden Zeit, um den Schuss abzugeben. Genau diese Situation wird in Mertingen mit großem Aufwand trainiert“, so Schröttle weiter.

Gemütlichkeit Mertingen: Nervenstark an der Feuerlinie

Nach dem abgegebenen ersten Stechschuss konnte Verena Schröttle eine Zehn, ihr Gegner eine Neun auf der Trefferanzeige sehen – Punkt für Mertingen. Auf der Position drei schießend hatte Alexander Straßer mit 390:380 Ringen seine Gegnerin vom ersten Schuss an unter Kontrolle. André Sauter auf der Position vier hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Trotz guter konstanter Zehnerserien musste er seinen Einzelpunkt mit 377:381 Ringen an seine Gegnerin Mariia Babenko abgeben.

Dennis Nowey auf Position fünf hielt dem Druck seines Gegners Kilian Zisler stand. Beide erkämpften sich 370 Ringe, was wiederum ein Stechen bedeutete. Nowey schoss eine Neun, sein Gegner eine Sieben somit war für die Gastgeber der dritte Einzelpunkt und der Gesamtsieg gesichert.

Wettkampf gegen Kempten geht klar nach Mertingen

Der zweite Wettkampf ging gegen die Schützen aus Kempten. Für Dennis Nowey kam Katharina Hafner an die Feuerlinie. Die Position eins war wiederum heiß umkämpft. Erst in der dritten Serie konnte sich Thomas Muxel dank einer optimalen 100er Serie einen leichten Vorsprung erzwingen und den Wettkampf auf hohem Niveau knapp mit 395:394 Ringen für sich entscheiden. Etwas leichter hatte es Verena Schröttle, sie holte mit 386:379 Ringen ungefährdet einen weiteren Einzelpunkt für das Mertinger Team.

Katharina Hafner hatte einen schweren Stand, bis zum 30. Schuss waren beide Schützinnen ringgleich, ihre schneller schießende Ex-Mannschaftskollegin aus Kempten, Antonia Schneider, legte ein Gesamtergebnis von 389 Ringen vor. Doch Hafner behielt die Nerven, schoss 99 Ringe in ihrer letzten Serie und somit 390 Ringe gesamt, was einen weiteren Einzelpunkt auf Mertingens Konto bedeutete. Alexander Straßer hatte seine Gegnerin Theresa Oberhauser mit 388:376 Ringen im Griff, was letztendlich den vierten wichtigen Einzelpunkt für Mertingen bedeutete und den zweiten Mannschaftspunkt versprach. Straßer haderte jedoch mit sich selbst ein wenig, da er sich an beiden Wettkämpfen schwertat, im richtigen Rhythmus konstant zu schießen. André Sauter konnte sich gegen Fabian Brugger mit 379:384 Ringen nicht behaupten.

Mertingen will das Trainingsniveau erhöhen

„Das waren zwei knallharte Wettkämpfe auf absolut hohem Niveau. Man sieht, dass die Bayernliga, die ja schon seit jeher starke Mannschaften hat, immer stärker wird, was das Leistungsniveau betrifft. Um für das nächste Wettkampfwochenende gut gerüstet zu sein, werden wir bei unserem Trainingsniveau wohl nochmals eine Schippe drauflegen müssen, um in dieser Liga trotz der derzeit guten Ausgangssituation Bestand zu haben“, sagt Schröttle.

Am Sonntag, 10. November, haben die Mertinger ihren nächsten Heimkampf. Als Gäste werden erwartet: die Singoldschützen Großaitingen, die Kgl. Priv. Feuerschützengesellschaft „Der Bund München“ sowie Pfeil Vöhringen. (dz)

Tabelle

1. Gemütlichkeit Mertingen 8:0

2. SV Maria Steinbach 6:2

3. SV Pfeil Vöhringen II 6:2

4. FSG Bund München III 94:4

5. HSG München 4:4

6. Singoldsch. Großaitingen 2:6

7. BSG Offingen 2:6

8. FSG Kempten II 0:8

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