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Handball

17.03.2015

Im Wechselbad der Gefühle

Als der Klassenerhalt klar war, herrschte pure Freude: Torwart Patrick Hill (Mitte) zeigte gegen Wittislingen eine überragende Leistung, die auch Mannschaftskollege Matthias Klement (rechts) zu schätzen wusste.
Bild: Szilvia Izsó

Die Männer des TSV Bäumenheim bleiben in der Bezirksliga. Zwei Spieler zeigen sich gegen Wittislingen bärenstark

Seit Samstagabend steht fest, dass die Bäumenheimer Handball-Herren auch nächste Saison in der Bezirksliga spielen werden. Nach dem am Ende doch noch deutlichen 26:21-Erfolg über den TSV Wittislingen können die Bäumenheimer von ihrem Kontrahenten zwar noch eingeholt, aber nicht mehr überholt werden. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, haben sie nach dem 33:34 in der Vorrunde hier klar die Nase vorn. Und nach dem Sieg vom Samstag hat sich der TSV sogar auf den sechsten Platz verbessert.

TSV Bäumenheim – TSV Wittislingen 26:21 (12:10)

Doch bevor am Samstag der Sieg bejubelt werden konnte, hatten die Bäumenheimer so manch bange Minute zu überstehen. Einmal mehr gaben die TSV-Handballer ein überlegen geführtes Spiel fast aus der Hand. In der ersten Halbzeit spielte auf beiden Seiten viel Nervosität mit, da es doch um sehr viel ging.

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Die Wittislinger standen hinten kompakt und ließen nicht viel zu. Sie beeindruckten mit schnellem Konterspiel und sorgten so für einen ausgeglichenen Spielverlauf. Gegen die groß gewachsene Gästeabwehr hatte vor allem Marek Hust Probleme, von dem einige Würfe geblockt wurden. Erst als es den Gastgebern gelang, aus einem 9:10 den 12:10-Pausenstand zu markieren, deutete sich eine Wende an.

Was immer Trainer Lubos Urban in der Kabine zu seinen Spielern gesagt hat, es war absolut richtig. Die Bäumenheimer kamen wie verwandelt in die Halle zurück. In den nächsten zehn bis zwölf Minuten boten sie eine Top-Leistung. Sie bauten ihre Führung über 15:10 auf 19:11 aus, die Gäste wurden regelrecht überrollt. Doch nach dem 20:12 übertrieb es der TSV. Die Spieler agierten nun zu nachlässig, verloren zu oft den Ball und brachten so die Wittislinger ins Spiel zurück. Die Zuschauer durchlitten ein Wechselbad der Gefühle, als die Führung der Bäumenheimer über 20:16 bis auf 22:20 schmolz.

Doch der TSV-Erfolg hatte zwei Namen: Spielmacher Jago Heinisch spielte in der Schlussphase seine ganze Schlitzohrigkeit aus, und Torwart Patrick Hill zeigte nun spektakuläre Paraden und hielt fast alles, was aufs Tor kam. Ab dem 23:21 gelang den Gästen nichts mehr, die Bäumenheimer konnten dagegen ihre Führung bis zum Abpfiff auf 26:21 ausbauen.

Sicher ein verdienter Sieg für die Bäumenheimer, die nun gegen den TSV Friedberg in zwei Wochen ein Saisonfinale ohne Nervenflattern feiern können.

Für Bäumenheim spielten: Patrick Hill und Markus Liehr (im Tor) – Marek Hust (4/1), Michael Schimak, Benjamin Baumann, Jago Heinisch (6), Edwin Ewinger, Matthias Klement (3), Michael Probst, Lukas Hurle, Markus Bügelsteiber (3), Manuel Brandt (6/2), Yannick Scherer (3) und Andreas Biehle (1).

Zu viel Respekt vor dem VfL Günzburg

Trotz der hohen Niederlage gegen den Tabellenzweiten VfL Günzburg hatte TSV-Tainer Benjamin Wittgen nach dem Spiel nur Lob für seine Bezirksliga-Frauen übrig.

VfL Günzburg II – TSV Bäumenheim 40:17 (19:9)

Sie zeigten in der Anfangsphase zu viel Respekt und gerieten mit 1:11 in Rückstand. Doch mit zunehmender Spieldauer hielten die Gäste mit, sodass es zur Pause „nur“ 9:19 stand. In der zweiten Halbzeit dann ein etwas merkwürdiger Spielverlauf: Die Bäumenheimer Damen konnten das Tempo der Gastgeberinnen mithalten und weiterhin für ein flottes Spiel sorgen.

Doch was den Spitzenreiter vom Schlusslicht unterschied, war das konsequente Ausnutzen der Torchancen. Während Günzburg nahezu jede Möglichkeit nutzte, offenbarten die TSV-Frauen hier ihre Schwächen. Sie erspielten sich zahlreiche gute Chancen, konnten daraus aber nicht immer Kapital schlagen. So sieht der 40:17-Endstand nach einem souveränen Erfolg der Günzburger aus, spiegelt aber in keiner Weise den wahren Spielverlauf wider. Doch die gezeigte Leistung lässt Hoffnungen für das letzte Saisonspiel nächsten Samstag gegen Gundelfingen II in der heimischen Schmutterhalle zu. (hh)

Es spielten: Annalena Sailer (im Tor) – Elisa Bauer (6/1), Julia Müller, Anna Klement, Anke Kaiser, Andrea Seiler (3), Franziska Mair, Christina Mair (1), Ramona Dietenhauser (6), Sonja Müller (3), Carolin Weidner und Hepsen Cetinsu.

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