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Rain

17.02.2016

Jürgen Steib muss beim TSV Rain gehen

Die Zeit von Jürgen Steib als Trainer des Regionalligisten TSV Rain ist abgelaufen. Der 48-Jährige wurde von seinen Aufgaben entbunden – und das wenige Tage vor dem Start in die Rückrunde.
Bild: Izso

Regionalligist trennt sich kurz vor Rückrundenstart von seinem Coach. Wird der neue Trainer ein alter Bekannter?

Eine ruhige und konzentrierte Vorbereitung auf den für Samstag angesetzten Rückrundenstart gegen den SV Schalding-Heining sieht anders aus: Der TSV Rain hat sich Anfang der Woche von seinem Trainer Jürgen Steib getrennt – „in beiderseitigem Einvernehmen“, wie sowohl der 48-Jährige als auch die Vereinsverantwortlichen betonen. Bis ein neuer Coach gefunden ist, übernimmt der Sportliche Leiter Günther Reichherzer das Training beim Tabellensiebzehnten der Regionalliga Bayern.

Geschäftsführer Anton Fuchs habe ihm die Entscheidung am späten Montagnachmittag mitgeteilt, sagt Steib auf Nachfrage unserer Zeitung. Dass Trainer in Fußballklubs kommen und gehen, sei ein normaler Prozess, so Steib. „Aber es tut immer weh, wenn man etwas mit Herzblut gemacht hat und das dann zu Ende geht.“ Steib hatte im Januar 2015 seinen Dienst beim damaligen Bayernligisten angetreten und holte in den ausstehenden 14 Saisonspielen zwölf Siege und zwei Remis. Am Ende standen die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga.

Dort belegen die Rainer aktuell Rang 17, der im Sommer den sofortigen Wiederabstieg bedeuten würde. „Es war eine wunderschöne Zeit. Ich werde den TSV in positiver Erinnerung behalten und wünsche dem Verein alles Gute“, sagt der Polizei-Ausbilder. Er war seit August 2013 – die Interimslösungen miteingerechnet – bereits der siebte Trainer, der bei den Tillystädtern tätig war.

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„Natürlich sind wir um Kontinuität bemüht und hoffen, dass der nächste Trainer mehrere Jahre bei uns bleibt“, sagt Günther Reichherzer. Er sei derzeit intensiv auf der Suche und stehe auch schon im Kontakt mit zwei Personen. „Zwischen denen wird es sich entscheiden“, sagt er über die Nachfolge von Jürgen Steib.

Nach Informationen unserer Zeitung ist der aussichtsreichere der beiden Kandidaten ein alter Bekannter beim TSV: Tobias Luderschmid. Der Feldheimer saß bereits von Juli 2011 an für etwas mehr als zwei Jahre als Chefcoach auf der Bank im Georg-Weber-Stadion. Anschließend trainierte er den SV Karlshuld und den TSV Nördlingen, ehe er im vergangenen Sommer die Zweite Mannschaft des FC Augsburg übernahm. Mit der U23 des Bundesligisten feierte Luderschmid Anfang Oktober noch einen 3:1-Erfolg gegen den TSV Rain, rund vier Wochen später aber wurde der 34-Jährige beim FCA freigestellt. Weder Luderschmid noch Reichherzer wollten sich zu dieser Personalie äußern.

Bis auf Weiteres wird jedenfalls Reichherzer selbst die Kommandos auf dem Platz geben. Der Sportliche Leiter ist, nachdem Daniel Schneider sein Amt zur Winterpause niedergelegt hatte, zugleich Interimscoach der U23 des TSV. Diese trainiert derzeit zusammen mit den A-Junioren. Deren Coach Thomas Theiler und sein Assistent Sebastian Zangl kümmern sich dabei in Absprache mit Reichherzer um die Vorbereitungen und Planung der Einheiten. „Ich bin dann natürlich beim Training dabei und greife ein, wenn es nötig ist“, sagt Reichherzer. Dieses Modell lasse ihm aber die Zeit, sich nun auch den Übungsabende der Ersten Mannschaft zu widmen.

Dieser gelang unter Regie von Steib in den sechs Testspielen auf die bevorstehende Rückrunde ein Sieg (5:1 gegen Landsberg), dem zwei Remis (2:2 gegen Unterföhring, 1:1 gegen Gerolfing) und drei Niederlagen (1:4 gegen die U19 des 1. FC Nürnberg, 1:3 gegen Heimstetten und 2:4 gegen Gundelfingen) gegenüberstehen. Am Samstag um 14 Uhr geht es erstmals in diesem Jahr um Zählbares, wenn die Regionalligabegegnung gegen Schalding-Heining ansteht. Die Gäste haben derzeit 21 Punkte auf dem Konto und damit zwei mehr als die Rainer, die bei einem Heimsieg also vorbeiziehen und auf den Relegationsplatz klettern würden.

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