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Fußball

06.10.2019

Kämpfender TSV Rain zieht gegen Bayreuth den Kürzeren

Es sollte nicht sein mit dem Punkt gegen Bayreuth: Der TSV Rain (mit Marco Luburic, vorne in Rot) ging beim 1:2 leer aus.
Bild: Szilvia Izsó

Rain kämpft bis zum Schluss um das Remis gegen Bayreuth. In der Schlussphase schwächt sich der TSV aber selbst und scheitert mehrmals am herausragenden Gästetorwart.

Nach dem Schlusspfiff gab es auf und neben dem Platz des Rainer Georg-Weber-Stadions viele enttäuschte Gesichter. Der TSV Rain musste sich nach umkämpften 93 Minuten knapp der SpVgg Bayreuth mit 1:2 (1:1) vor 280 Zuschauern geschlagen geben und bleibt Tabellenletzter.

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Nach dem Sieg beim 1. FC Nürnberg II nahm Trainer Alexander Käs nur einen Wechsel bei seiner Startformation vor. Stürmer Johannes Greppmeir durfte für den zuletzt angeschlagenen Tjark Dannemann ran. Nach etwa sieben Minuten wurde der TSV Rain das erste Mal gefährlich. Erst scheiterte Marco Luburic aus 16 Metern an Gästekeeper Kolbe, den Abpraller beförderte Michael Knötzinger aus fünf Metern an die Latte. Von dort aus sprang das Spielgerät erneut zu Luburic, der an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt wurde. Folglich gab es Strafstoß für die Hausherren, den Arif Ekin souverän zum 1:0 für die Hausherren verwandelte (8.). Ein perfekter Start für den TSV Rain, der sich in der Folge seiner Defensivarbeit widmete.

SpVgg Bayreuth mit mehr Ballbesitz

Kompakt und tief verteidigten die Tillystädter gegen Gäste, die sich schwer taten, ihren Ballbesitz in gefährliche Torchancen umzumünzen. Nach 16 Minuten hatte der TSV dann Glück, dass Schiedsrichter Hanslbauer dem Rainer David Bauer nur die Gelbe Karte zeigte. Bauer hatte Gästestürmer Fenninger in Nähe der Gästebank mit einem harten Einsteigen von den Beinen geholt. Gästecoach und Ex-Bundesligaspieler Timo Rost bekam für seine Forderungen, die Rote Karte für dieses Foul zu zeigen, ebenfalls Gelb. Nur durch Standards kam immer wieder Gefahr bei den Oberfranken auf. So fiel dann auch der Ausgleich in der 34. Minute, als Patrick Weimar traumhaft aus 20 Metern einen Freistoß in das rechte Kreuzeck nagelte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätten diese sich auch nicht über eine Rote Karte beschweren dürfen, als Weber rustikal Bauer abräumte. Er sah ebenfalls Gelb, mit 1:1 ging es danach in die Kabine.

Kämpfender TSV Rain zieht gegen Bayreuth den Kürzeren

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Im zweiten Abschnitt waren es die Gäste, die nach 52 Minuten erstmals in Führung gingen. Markus Einsiedler, der nach der Pause eingewechselt wurde, nahm einen langen Ball im Strafraum klasse an, drehte sich um seinen Gegenspieler und traf ins lange Eck. Ein Gegentor, das beim TSV etwa zehn Minuten lang für Verunsicherung sorgte. Bei Schillers Pfostenschuss (57.) und Bobingers Ballverlust vor dem eigenen Strafraum, als Marinkovic in der Folge freistehend am starken TSV-Keeper Maschke scheiterte (63.), hätten die Bayreuther ihre Führung ausbauen können. Danach hatte der TSV zwei Großchancen. Gästetorwart Sebastian Kolbe verhinderte das 2:2, als er gegen Luburic und Ekin glänzend parierte (67.). Kurz darauf ging eine Direktabnahme von Maximilian Bär knapp am Kasten der Oberfranken vorbei (74.).

Blerand Kurtishaj sieht die Rote Karte

Mitten in diese Drangphase schwächten sich die Tillystädter aber selbst. Blerand Kurtishaj schlug nach einem Foul an der Grundlinie gegen seinen Gegenspieler nach – dafür gab es die Rote Karte wegen Tätlichkeit und Unterzahl für den TSV Rain (77.). Der erkämpfte sich dann noch eine Riesenchance in der 87. Minute. Mit seinem Kopfball aus sechs Metern scheiterte Cosic am bestens aufgelegten Torwart Kolbe.

So stand der TSV nach dem Schlusspfiff mit leeren Händen da. Ein enttäuschter Alexander Käs erklärte: „Wir hatten heute einen richtig guten Gegner, der vor allem in der ersten Hälfte aktiver war und viele Spielanteile hatte. Erst ab der zweiten Halbzeit, in der ich uns besser gesehen habe, hatten wir mehr Entlastung nach vorn und haben gut dagegengehalten. Schade, dass wir den Gegentreffer bekommen haben, obwohl wir in dieser Phase eigentlich besser ins Spiel gekommen sind.“ So stehe nun eine sehr ärgerliche Niederlage, so Käs weiter. „Wir haben nicht aufgegeben, auch nicht in Unterzahl. Leider hatte der Gästekeeper heute einen Sahnetag“, sagte der TSV-Trainer.

TSV Rain: Maschke – Bobinger, R. Schröder, D. Bauer, Bär (79. Triebel) – Knötzinger, St. Müller, Ekin, Luburic (73. Krabler) – Greppmeir (60. Cosic), Kurtishaj.

SpVgg Bayreuth : KolbeT.Weber, St. Eder, Weimar, Messingschlager – C. Kracun, Knezevic, Piller, Schiller (72. Sulmer) – Marinkovic (87. Golla), Fenninger (46. Einsiedler).

Tore: 1:0 Ekin (8./FE), 1:1 Weimar (34.), 1:2 Einsiedler (52.). Zuschauer 280

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