Fußball-Bayernliga

30.09.2017

Kaltschnäuzigkeit gefordert

Kann der TSV Rain auch am heutigen Samstag gegen Schwaben Augsburg wieder jubeln wie jüngst Marko Cosic (links) und Julian Brandt?
Bild: Szilvia Izsó

 Einziges Manko im jüngsten Spiel des TSV Rain war die Chancenverwertung. Nun trifft das Team auf einen Traditionsverein – mit vier Ex-Rainern.

Rain Mit dem schwäbischen Derby gegen den starken Neuling TSV Schwaben Augsburg schließt der TSV Rain am Samstag seine vorletzte englische Woche in diesem Kalenderjahr ab. Was mit dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Sonthofen begann und mit dem 1:1-Unentschieden am Nationalfeiertag beim TSV Kottern seine Fortsetzung fand, soll mit dem sechsten Heimsieg beendet werden.

Im Sommer war die Freude über den Aufstieg des schwäbischen Traditionsvereins TSV Schwaben Augsburg in die Bayernliga-Süd vielerorts groß. In souveräner Manier sicherte sich das Team von Trainer Sören Dressler die Meisterschaft in der Landesliga-Südwest. Dressler absolvierte in seiner aktiven Zeit 74 Spiele in der zweiten Bundesliga für den SSV Reutlingen, den FC Augsburg und den FC Ingolstadt 04. Die Schwaben fanden sich in der neuen Umgebung auch gleich gut zurecht und starteten mit einem 1:0-Auswärtssieg beim letztjährigen Spitzenteam TSV Dachau in die neue Saison. Bis zum heutigen Tage war der Neuling nie schlechter als auf Rang neun platziert. In den vergangenen Wochen lief es aber nicht mehr so rund wie zuvor. Die Schwaben mussten erkennen, dass in der Bayernliga den Spielern viel mehr abverlangt wird, als in der Landesliga. Der hohe Kräfteverschleiß forderte seinen Tribut. So gelang den heutigen Gästen in den vergangenen vier Spielen, bei zwei Unentschieden kein Sieg mehr.

Die Schwaben reisen mit vier ehemaligen Spielern des TSV Rain an. Als Co-Trainer unterstützt Johannes Putz seinen Chef Sören Dressler. Auf dem Platz wollen Lorenzo Gremes, Tobias Hildmann und Benjamin Woltmann beweisen, dass sie nichts von ihrem Können verlernt haben.

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Nach dem kurzen Zwischentief mit den drei Niederlagen in Folge sind die Schützlinge von Rains Cheftrainer Karl Schreitmüller und den beiden Co-Trainern Daniel Schneider und Johannes Müller wieder voll in der Spur.

Seit fünf Spielen sind die Rainer mittlerweile wieder ungeschlagen. Zuletzt bot das Team beim heimstarken TSV Kottern in der ersten Spielhälfte vor allem spielerisch eine ganz starke Leistung. Der frühe Führungstreffer durch Julian Brandt spielte Rain natürlich in die Karten. Einziges Manko in diesem Spiel war die Chancenverwertung. Mit ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hätte Rain das Spiel schon vor der Pause entscheiden können. Da dies aber nicht der Fall war, musste das Team durch den sehenswerten Freistoß von Andreas Hindelang noch den Ausgleich hinnehmen. Nach dem Wechsel ließen auf dem tiefen Geläuf die Kräfte bei beiden Teams nach, sodass es bei der Punkteteilung blieb. Heute steht Trainer Karl Schreitmüller fast der gleiche Kader wie in Kottern zur Verfügung. Lediglich Innenverteidiger Jens Schüler ist nicht dabei. Er ist mit der Bayern-Auswahl unterwegs. Dafür ist Johannes Müller wieder im Kader. Ob der spielende Co-Trainer aber schon in der Startformation auftaucht, ist noch offen.

Trainer Karl Schreitmüller ist sich der Bedeutung des Derbys bewusst: „Wenn wir oben dabei bleiben wollen, müssen wir heute gewinnen, das Zeug dazu hat unsere Mannschaft jedenfalls,“ so der Rainer Übungsleiter.

Aufgebot TSV Rain: Maschke und Besel (Tor), Triebel, Cosic, S. Müller, Käser, J. Müller, Krabler, Rothgang, Götz, Bauer, Luburic, Brandt, Friedl, Knötzinger, Avdic, Talla und Posselt.

Schiedsrichter: Andreas Weichert (TSV Waldtrudering)

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