Fußball

30.08.2019

Kohnle wird zu Wemdings Albtraum

Dominik Kohnle (grünes Trikot) war für den TSV Wemding (im Hintergrund Chris Luderschmid) im Halbfinale des Kreispokals kaum zu stoppen. Der Angreifer des FSV Reimlingen erzielte beim 6:4-Sieg seiner Mannschaft fünf Tore.
Bild: Szilvia Izsó

Reimlingens Torjäger erzielt beim spektakulären 6:4-Erfolg im Kreispokal-Halbfinale fünf Treffer. Dem TSV reichen eine 2:0- und später eine 4:2-Führung letztlich nicht zum Sieg

Es war eine fußballerische Achterbahnfahrt und beste Werbung für den Amateurfußball: Das Kreispokal-Halbfinale zwischen dem Kreisklassisten TSV Wemding und dem Kreisligisten FSV Reimlingen bot am Mittwochabend vor rund 280 Zuschauern bei wunderbaren Bedingungen Unterhaltung vom Feinsten. Am Ende jubelten die Gäste über einen 6:4 (2:4)-Erfolg und vor allem über ihren Torjäger Dominik Kohnle, der fünf Treffer – drei davon in der Schlussphase – beisteuerte.

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Die Gastgeber, wettbewerbsübergreifend in dieser Saison bis dato noch ungeschlagen, mussten auf ihre etatmäßigen Innenverteidiger Maximilian Müller und Joachim Fischer verzichten und begannen sofort offensiv: Chris Luderschmid schickte Florian Veit steil, dieser setzte sich gegen die FSV-Verteidiger durch und vollstreckte wuchtig zum 1:0 (5.). Nur wenig später das 2:0: Einen herrlichen Spielzug veredelte Daniel Haller mit einem Lupfer über Torhüter Stefan Helmschrott. Auf der Gegenseite wäre eigentlich direkt der Anschlusstreffer fällig gewesen, doch Dominik Kohnles Schuss aus kurzer Distanz entschärfte Konrad Reicherzer mit einer sensationellen Grätsche.

Wenige Momente später gab es aber Elfmeter, nachdem Haller Hannes Maletzke im Strafraum geschubst hatte. Daniel Böhm verkürzte (16.). Nach diesem flotten Beginn nahm die Partie eine kleine Auszeit, ehe es zum Ende der ersten Hälfte wieder hoch her ging. Zunächst setzte sich Kohnle gegen vier Wemdinger durch und markierte das 2:2 (32.). Doch der TSV schlug zurück: Sebastian Schneider brachte sein Team mit einem platzierten Fernschuss wieder in Führung und Luderschmid war nach einer kurz ausgeführten Ecke zum 4:2 erfolgreich. Mit dem Halbzeitpfiff parierte Keeper Helmschrott noch glänzend einen Luderschmid-Freistoß.

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Nach dem Seitenwechsel ging es mit stürmischen Hausherren weiter. Manuel Fensterer verfehlte zunächst knapp, ehe sein Kopfball auf der Linie geklärt wurde. Ein verdeckter Fernschuss von Suhrob Permatov strich wenige Zentimeter am Pfosten vorbei.

Dass der TSV den Sack nicht zumachte, sollte sich rächen: Mit ihrem ersten Vorstoß im zweiten Durchgang verkürzten die Reimlinger durch Kohnles Kopfball (62.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der Pokalfight war nichts für schwache Nerven. In der Schlussphase wurde dann Goalgetter Kohnle endgültig zum Matchwinner für den FSV. Zunächst traf er nach schönem Zusammenspiel mit Böhm zum 4:4 (80.), ehe er nach einem Steilpass sein Team in Führung brachte und sich danach das Trikot vom Leib riss. Die Gelbe Karte dafür nahm er gerne in Kauf und machte in der Schlussminute per Kopf alles klar. Im Wemdinger Lager hingen am Ende eines denkwürdigen Fußballabends dagegen die Köpfe nach unten. Der FSV Reimlingen trifft im kommenden Frühjahr im Finale des Toto-Kreispokals auf den West-Kreisligisten VfR Jettingen, der sich ebenfalls am Mittwoch mit 1:0 gegen den SV Mindelzell durchsetzte.

Tore 1:0 Florian Veit (5.), 2:0 Daniel Haller (13.), 2:1 Daniel Böhm (16., Foulelfmeter), 2:2 Dominik Kohnle (32.), 3:2 Sebastian Schneider (38.), 4:2 Chris Luderschmid (43.), 4:3 Dominik Kohnle (62.), 4:4 Dominik Kohnle (80.), 4:5 Dominik Kohnle (83.), 4:6 Dominik Kohnle (90.) Zuschauer 280 Schiedsrichter Stefan Baur (SC Tapfheim).

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