Donauwörth

28.07.2018

Mehr Parkplätze am Krankenhaus?

Hier auf der Grünfläche zwischen Stauferpark und gKU könnte eine Parkfläche entstehen – zumindest theoretisch. Dem gegenüber äußerten sich jedoch einige Stadträte sehr kritisch.
Bild: Hilgendorf

Eine Messung sagt aus, dass 120 Stellplätze an der Donauwörther Klinik fehlen, Wie die Stadt diesem Mangel entgegentreten will.

Am Schulzentrum und im Donauwörther Stauferpark ganz allgemein wollen viele ihr Auto abstellen. Das wiederum liegt nahe: Neben den zahlreichen Bildungs- und Sporteinrichtungen findet sich hier das Donauwörther Krankenhaus ebenso wie fachärztliche Dienste wie die Onkologie und Kieferchirurgie. Der städtische Bauausschuss beschäftigte sich am Donnerstagabend intensiv mit der Situation von Verkehr und Parken im Bereich der Neudegger Allee und Neudegger Siedlung. Hierzu hatten jüngst Anwohner ihren Unmut ausgesprochen. Die Stadt nahm nun Messungen vor. Und in diesem Zusammenhang stand die Kernfrage im Blickpunkt: Bräuchte es mehr Parkplätze im Stauferpark?

Alexander Goth vom Ingenieurbüro Brenner hatte mit seinen Kollegen die Analyse zur Verkehrssituation durchgeführt. Die von ihm präsentierten Zahlen legten nahe, dass rund um die Klinik zu Spitzenzeiten gut 120 Parkplätze fehlten. Momentan gibt es im Bereich Schulzentrum/Stauferpark/Krankenhaus bereits über 1000 Stellplätze.

Die Auslastung der Parkplätze an der Klinik beträgt nach der Messung an einem Werktag im Juli zwischen 10 und 12 Uhr gut 93 Prozent. Wünschenswert wäre, um auch ausreichend Parkreserven zur Verfügung zu haben, ein Prozentsatz von 75.

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Inzwischen ist ein vom kreiseigenen gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) beantragter und genehmigter neuer Parkplatz, im hinteren Bereich der Allee (hinter der Onkologie), in der Realisierungsphase. Diesen Parkplatz sieht das gKU allerdings ausschließlich für Mitarbeiter vor. In einem zwischenzeitlich stattgefundenen Abstimmungsgespräch mit dem gKU konnte seitens der Stadt nun erreicht werden, dass die Zufahrt zu diesem Parkplatz über die Haupteinfahrt des Klinikums erfolgt.

Zudem wird versucht, die öffentlichen Parkplätze im Bereich Onkologie beziehungsweise der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie durch einen Tausch mit Mitarbeiterparkplätzen in den Bereich des öffentlichen Parkdecks zu verlegen. Zusätzlich ist jetzt, nachdem die aktuelle Verkehrsmessung dies auch nahelegt, die Einführung eines Parkleitsystems geplant, um Besucher des gKU gezielt über die Hauptzufahrt auf den Besucherparkplatz zu leiten.

Der Mangel könnte durch weitere Parkmöglichkeiten im vorderen Bereich der Allee entzerrt werden. Gegen einen Parkplatzbau auf der grünen Wiese zwischen Stauferparkhalle und gKU sprachen sich einige Räte aus, darunter Günter Schwendner (SPD), Stefanie Musaeus (PWG/FW) und Albert Riedelsheimer (Grüne). Manfred Hofer (EBD) mahnte an, den Vorschlag nicht kategorisch abzulehnen. Wie Wolfgang Fackler (CSU) feststellte, sei ein Mehrbedarf zweifelsohne da. Ob und wo neue Parkmöglichkeiten geschaffen werden können, soll nun in den Fraktionen des Stadtrates erörtert werden. Der Bauausschuss indes wünscht die Betrachtung verschiedener Alternativen. Eine Aufstockung des gKU-Parkdecks wurde als schwierig beschrieben. Die Führung des gesamten Klinikverkehrs über die bestehende Hauptzufahrt, wurde vom Bauausschuss einhellig begrüßt.

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