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Fußball

06.05.2019

Meister TSV Ebermergen will "genießen aber nicht nachlassen“

Die ersten Bier- und Sektduschen für den TSV Ebermergen gab es noch auf dem Platz kurz nach Abpfiff. Von da an wurde bis tief in die Nacht der Titel in der A-Klasse West III und der direkte Wiederaufstieg in die Kreisklasse gefeiert.
Bild: Izsó

Der TSV Ebermergen hat den direkten Wiederaufstieg in die Kreisklasse geschafft. Wie das Team den Spaß am Fußball wiederfand. Für Harburg stehen entscheidende Partien bevor.

Am Sonntagnachmittag war es auch offiziell soweit: Seit Wochen hatte sich die Meisterschaft des TSV Ebermergen in der A-Klasse West III angedeutet, mit einem souveränen 5:0-Erfolg über den SC Mörslingen machte die Truppe von Spielertrainer Stefan Falch nun auch rechnerisch alles klar.

Ziemlich genau ein Jahr nach dem bitteren Abstieg in der Relegation gegen den TSV Monheim kehrt Ebermergen in die Kreisklasse zurück. „Ich war vor dem Spiel schon etwas nervös“, gab Abteilungsleiter und Torhüter Tobias Tusch nach der Partie zu. Doch das Team zeigte keine Nerven und wollte die Meisterfeier vor eigenem Anhang unbedingt klar machen.

Bereits zur Halbzeit stand es 4:0, somit stand einer Aufstiegsparty nichts mehr im Wege. „Die Mannschaft hat alles super umgesetzt“, lobte Tusch. Nach dem Abpfiff gab es direkt die ersten Bier- und Sektduschen, danach wurde im Sportheim bis tief in die Nacht weiter gefeiert. „Ich habe vor der Saison gesagt, wenn wir direkt wieder aufsteigen, reißen wir das Sportheim ab“, meinte dazu Tusch lachend inmitten der Feierlichkeiten.

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Ebermergen blieb in der Herbstrunde ungeschlagen

Vor der Saison war die Rückkehr in die Kreisklasse nicht das große Ziel. Man wollte sich zunächst neu orientieren und die vier Neuzugänge aus der Jugend in die erste Mannschaft integrieren. „Wir nahmen uns vor, bis Weihnachten wieder den Spaß am Fußball finden zu wollen“, erinnert sich Tusch. Dies gelang: Der TSV blieb in der gesamten Herbstrunde ungeschlagen und legte früh den Grundstein zur Meisterschaft. Zwar fehlten in der A-Klasse West III die stimmungsvollen Derbys, dafür war man gezwungen, den Fokus auf sich selbst zu legen.

Nun ist mit bislang erst einer Saisonniederlage der Titel eingefahren, doch Tusch macht klar: „Wir werden die nächsten Wochen genießen, wollen aber nicht nachlassen. Als Torwart habe ich das klare Ziel ausgegeben, weniger als 25 Gegentore zu kassieren.“ Momentan steht der TSV bei 21.

Zudem wird der Abteilungsleiter nun seine Karriere als Keeper zum optimalen Zeitpunkt mit dem Aufstieg beenden. Und nächste Saison? „Wir sind immer noch ein kleiner Dorfklub, bei dem die meisten Spieler aus dem eigenen Ort kommen“, betont Tusch. Deswegen sei das primäre Ziel auf jeden Fall der Klassenerhalt. Dabei kann er auf Erfolgs-Coach Stefan Falch bauen, der bereits verlängert hat.

Im letzten Spiel geht es für den TSV Harburg um die Relegation

Für den Ebermergener Lokalrivalen TSV Harburg sind entscheidende Wochen angebrochen. Am Sonntag gewann das Team von Abteilungsleiter und Interimstrainer Sebastian Schneider im Verfolgerduell 2:1 beim TSV Wemding, hat damit einen Konkurrenten um die vorderen Plätze der Kreisklasse Nord I abgeschüttelt. Zwei Spieltage vor Schluss rangieren die Burgstädter drei Punkte hinter dem TSV Wolferstadt, der Relegationsplatz zwei belegt, sowie sechs Zähler hinter Tabellenführer TSV Oettingen.

Das Pikante: Gegen diese beiden Mannschaften tritt Harburg an den letzten beiden Spieltagen an. Zunächst empfangen Schneiders Schützlinge die Fürstenstädter auf eigener Anlage und wollen natürlich verhindern, dass die Oettinger bereits am Sonntag die Meisterschaft klarmachen.

Zufrieden mit der Saison - auch ohne Aufstieg

„Nach den vorherigen Spielen gegen D.L.P. und Monheim, die wir nicht gewinnen konnten, war die Freude über den Erfolg am Sonntag natürlich groß“, berichtet Schneider. Die Ausgangslage für sein Team sei relativ einfach: „Wir müssen am Sonntag gegen Oettingen gewinnen, um am letzten Spieltag in Wolferstadt ein Finale um die Relegation zu haben.“ Doch selbst, wenn es am Ende nichts mit Platz zwei werden sollte, könne man beim TSV mit der Saison sehr zufrieden sein.

Das Duell gegen Oettingen gehen die Burgstädter bewusst an: „Wir werden uns in den Trainingseinheiten dieser Woche sehr konzentriert und ruhig darauf vorbereiten. Es gilt, in dieser Situation einen ruhigen Kopf zu behalten“, beschreibt Schneider die Arbeitsweise in diesen Tagen. Motivieren müsse er in der aktuellen Lage aber keinen Spieler. „Die Jungs sind heiß auf das nächste Spiel.“

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