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Ice-Racing

20.03.2015

Rennen auf spiegelglattem Untergrund

Roland Demnick und Jonas Kluß fahren Rennen in umgebauten Karts. Da spielt neben fahrerischem Können auch die Technik eine wichtige Rolle.
Bild: Demnick

Zwei Rainer wagen sich mit umgebauten Karts aufs Eis

Roland Demnick und Jonas Kluß haben ihre erste Ice-Racing-Saison beendet. Im stark besetzten Internationalen Allgäu-Alpen-Pokal – einer Rennserie für ambitionierte Hobbyfahrer – stellten sich die Rainer den erfahrenen Gegnern aus Österreich, Italien und Deutschland. Neben Karts gehen in dieser Winter-Rennserie auch Autos, Motorräder und Gespanne an den Start.

Demnick Rennsport (DRS) ist erst seit Kurzem mit einem Rennkart in der Seniorenklasse auf dem glatten Untergrund aktiv. Für den nötigen Grip sorgen dabei mindestens 100 in mühevoller Handarbeit eingezogene Nägel pro Reifen. Mit einem umgebauten Schaltkart starteten die beiden Teamfahrer im vergangenen Jahr erstmals auf den Spike-Reifen in Tirol. Aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen sollte dies leider auch der einzige Einsatz bleiben.

Über den Sommer 2014 baute Technikchef Fred Demnick in seiner Werkstatt ein spezielles Kart mit zwei gekoppelten Rotax-Motoren, die deutlich mehr Hubraum und Leistung auf die Piste bringen sollten. Mit diesem knapp über 50 PS starken und in der Eisrennszene einmaligen Renner ging es nach einer kurzen Testphase in die Saison 2015. Nach anfänglich kleinen Problemen konnten sich die Tillystädter kontinuierlich steigern und ein paar gute Ergebnisse einfahren.

Nachdem im Winter 2014 nur ein Rennwochenende in Weißenbach stattfand, das noch mit dem alten Einsatzgerät bestritten wurde, ging es 2015 auf den Strecken in Mauterndorf, Ellmau, Steingaden, Achenkirch, Leutkirch weiter, bevor im März in Weißenbach am Lech das Saisonfinale ausgetragen wurde. Ab Steingaden konnten die DRS-Fahrer mit der erfahrenen Konkurrenz mithalten und fast durchgehend vordere Plätze einfahren. Jonas Kluß fuhr mit Platz vier in Steingaden und in Achenkirch seine besten Saisonergebnisse ein. Routinier Roland Demnick konnte in Leutkirch bei schweren Bedingungen als Dritter sogar einen Podestplatz herausfahren. Am Ende der Saison belegen die beiden „Neueinsteiger“ in der Meisterschaftswertung die Plätze acht und neun.

„Mit unserem eigenen Lösungsansatz für den Antrieb haben wir am Anfang für viel Verwunderung und bei manchen Konkurrenten sogar für Kopfschütteln gesorgt. Die Ergebnisse haben aber sehr deutlich bestätigt, das wir den richtigen Weg eingeschlagen haben,“ sagte Fred Demnick und gab Ausblick auf die nächsten Monate: „Für diesen Sommer steht noch etwas Feintuning im Bereich Fahrwerk und eine Leistungssteigerung auf deutlich über 60 PS an. 2016 sollten wir dann zumindest von der Technikseite her absolut siegfähig sein.“ (rd)

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