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Turnen

29.10.2017

Selbstvertrauen gewonnen

Gegen den klaren Favoriten KTV Straubenhardt zeigten die Monheimer Turner zum großen Teil gute Übungen, wie hier Norik Friedel am Seitpferd.
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Gegen den klaren Favoriten KTV Straubenhardt zeigten die Monheimer Turner zum großen Teil gute Übungen, wie hier Norik Friedel am Seitpferd.

Der TSV Monheim ist gegen die KTV Straubenhardt nahe dran an der Sensation.

Monheim Die Zuschauer in der voll besetzten Monheimer Stadthalle trauten ihren Augen kaum, als der Zwischenstand vor dem letzten Gerät auf der Anzeigetafel aufleuchtete, denn gerade einmal zwei Punkte lag der TSV Monheim gegen den amtierenden deutschen Meister KTV Straubenhardt vor dem Reckturnen in Rückstand. Am Ende musste der Tabellenletzte, der lange Zeit einen aufopferungsvollen Kampf gegen den schwächelnden Favoriten geboten hatte, aber doch eine 31:49-Niederlage hinnehmen. Als Trostpflaster blieben den Monheimern jedoch der Gewinn zweier Geräte und die damit verbundenen vier Gerätepunkte sowie die Gewissheit, die Straubenhardter bis kurz vor Schluss ordentlich in Bedrängnis gebracht zu haben.

Schon am Boden deutete sich an, dass es ein enger Wettkampf werden könnte, da die Hausherren hier nur knapp mit 6:8 unterlagen. Obwohl am Seitpferd alle vier Gästeturner nicht wie gewünscht durch ihr Programm kamen, entschieden sie dennoch dieses Gerät mit 10:5 für sich. Mit einer starken Ringeleistung kamen die Monheimer zur Pause auf 18:19 heran und sicherten sich dadurch den ersten Gerätesieg.

Den Sprung gewannen ebenfalls die Gastgeber, sodass sie an dieser Stelle sogar zum 23:23 ausglichen. Obwohl das anschließende Barrenturnen zweifelsohne von der herausragenden und spektakulären Übung von Nationalturner Marcel Nguyen geprägt war, verlief es dennoch knapper als erwartet. Straubenhardt konnte sich auch vor dem Reck nicht entscheidend absetzen und nur einen dünnen 33:31-Vorsprung erturnen.

Die einheimischen Fans witterten nun eine Sensation und trieben ihre Mannschaft beim Einturnen am Reck noch einmal lautstark an. „Wir haben auch schon Wettkämpfe gewonnen, bei denen wir vor dem Reck noch deutlicher zurücklagen“, motivierte auch Hallensprecher Peter Bullinger die Monheimer Turner. Allerdings ging der deutsche Meister nun auf Nummer sicher und gab sich keine Blöße mehr, indem er alle vier Duelle souverän gewann.

Bei den Monheimern überwog die Freude über zwei gewonnene Geräteentscheidungen. Eine weitere Überraschung gelang James Hall, der mit 18 Punkten zum Topscorer des Wettkampfes und sogar zum Topscorer aller Begegnungen des Wettkampftages in der 1. Bundesliga avancierte.

KTV-Trainer Dirk Walterspacher räumte ein, die Monheimer etwas unterschätzt zu haben: „Wir wollten heute einmal den jungen Turnern eine Chance geben und haben gedacht, dass es gegen Monheim schon klappen wird. Da haben wir uns aber ganz schön getäuscht. Mit so einer Leistung werden wir nicht deutscher Meister. Die letzten beiden Wettkämpfe müssen wir jetzt unbedingt gewinnen, um noch ins große Finale einziehen zu können.“ Monheims Kapitän Florian Lindner war hingegen voll des Lobes: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben gestern noch eher spaßeshalber gesagt, dass wir ein 19:21 zur Pause sofort unterschreiben würden. Nun ist es sogar noch knapper geworden. Das war auf jeden Fall gut fürs Selbstvertrauen.“ Trainer Mario Reichert bescheinigte seiner Mannschaft einen Trend nach oben und freute sich besonders über die Erfolge seiner jungen Turner. (sber)

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