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Bobfahren

28.12.2020

So schlägt sich Ex-Speerwerfer Markus Kosok im Eiskanal

Einst war der Harburger Markus Kosok ein erfolgreicher Speerwerfer, nun startet er eine Karriere als Bobfahrer - und auch hier scheint einiges möglich.
Bild: Kosok

Plus Für den Welt- oder Europacup reicht es noch nicht, doch der Harburger blickt nach vorne. Weil er als Spitzensportler zählt, darf Kosok derzeit trainieren.

Dass er Ende 2020 mit seinem Team im Bobsport um einen Platz im Welt- und Europacup mitfahren würde, hätte der Harburger Markus Kosok vor rund zwei Jahren wohl selbst kaum geglaubt. Schließlich war der 26-Jährige ein erfolgreicher Speerwerfer, bis ihn im Rahmen eines Vorbereitungslehrgangs bei der Polizei zwei Sprinter ansprachen. Diese fragten ihn im Sommer 2019, ob er sich nicht im Bobsport versuchen wolle. Und Kosok wollte.

Es folgte ein beachtlicher erster Winter, bei dem er bei der deutschen Meisterschaft und als Ersatzmann bei der Junioren-WM vertreten war. Danach folgte eine intensive Vorbereitung für den Athleten, hinter dessen sportlicher Karriere bereits im Alter von 19 Jahren aufgrund schwerer Knieverletzungen schon einmal ein großes Fragezeichen stand. Kosok kämpfte sich jedoch schon in der Leichtathletik zurück und will nun im Wintersport erfolgreich werden. Im Sommer tat er bereits viel im Bereich Kraft- und Sprinttraining. Auf einer Tartanbahn übte er das Anschieben mithilfe von darauf installierten Metallschienen, um sich im Winter gegen behaupten zu können.

Derzeit steht für Markus Kosok viel Arbeit auf dem Programm

Im vergangenen Monat trat sein Team gegen acht andere Bobs bei einem Selektionsrennen am Königssee an. Am Ende stand ein siebter Rang. Der erste Platz sicherte die Weltcup-Teilnahme, die Ränge zwei bis fünf reichten für den Europacup – ein Ergebnis, das der Anschieber aus dem Landkreis Donau-Ries realistisch einzuordnen weiß: „Ich bin selbst noch nicht lange dabei und wir sind ein junges Team. Dass ein Platz im Weltcup fast nicht möglich ist, wussten wir bereits. Aber den Europacup hätten wir gerne geschafft.“

Den letzten Weltcup-Platz sicherte sich Christoph Hafer, die etablierten Francesco Friedrich und Johannes Lochner waren mit ihrer Besetzung aufgrund ihrer Erfolge schon zuvor gesetzt. Für Kosok, der im Bob von Laurin Zern unterwegs ist, steht nun viel Training auf dem Programm. „Wir konzentrieren uns jetzt schon voll auf die zweite Hälfte der Saison. Im Januar finden noch einmal Selektionsrennen statt. Außerdem werfen wir schon ein Auge auf die kommende Saison“, erklärt der gebürtige Harburger.

Der Ex-Harburger lebt und trainiert in Berchtesgaden

Er sei sehr froh, dass er trotz der aktuellen Lage noch zweimal täglich trainieren dürfe. Kosok übt in Berchtesgaden, wo er auch mit seiner jungen Familie lebt, und auf der Bahn am Königssee. „Da wir zur Spitzensportgruppe gehören, wird uns das Training hier gerade noch ermöglicht. So können wir uns weiter gut vorbereiten, auch wenn viele Lehrgänge und Wettkämpfe nicht möglich sind oder auf der Kippe stehen“, so Kosok.

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