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Fußball

11.09.2018

TSV Bäumenheim: „Die Enttäuschung sitzt tief“

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Bäumenheims Trainer Jürgen Zeche genießt das Vertrauen von Abteilungsleiter Tobias Wagner. Die hohe Niederlage des TSV hatte Wagners Meinung nach andere Gründe: neben Verletzungspech die fehlende Grundorientierung des Teams.
Bild: Izsó

Abteilungsleiter Wagner erklärt die vereinshistorische 1:10-Niederlage Bäumenheims. SV Mauren schwimmt auf der Erfolgswelle. Krasser Umbruch für Rains Dominik Bobinger. Mertingen hat einen Neuzugang, der einst die Bachelorette bezirzte.

Bäumenheim Dass das Spiel gegen Türk Gücu Lauingen und die Heimniederlage nicht gerade gut für das Selbstvertrauen der jungen Spieler des TSV Bäumenheim war, räumt Tobias Wagner ein. Verlieren könne man immer. Dass man aber mit 1:10 gegen den Aufsteiger die höchste Heimniederlage in der Geschichte der Fußballabteilung kassiert hat, ließ den Abteilungsleiter dann doch „sehr schlecht“ schlafen.

Wagner, der selbst mitgespielt hat, findet für die Arbeit des zu Saisonbeginn verpflichteten Trainers Jürgen Zeche nur gute Worte. Aber er hat auch die Schwachstellen in seinem Team erkannt, das mit nur einem Zähler und 1:25 Toren inzwischen Schlusslicht der Kreisklasse Nord II ist.

„Die Grundorientierung mit Kampf, Leidenschaft und Zweikampffreudigkeit war nicht vorhanden“, sagt Wagner. Daran gelte es zu arbeiten. Das habe er auch direkt nach der Schlappe mit dem Trainer besprochen. Viele Spieler wären es danach nicht gewesen, die sich zu dem Duo im Sportheim gesellt hätten. „Die Enttäuschung sitzt tief“, sagt Wagner. Und natürlich seien auch die Anhänger des Vereins unzufrieden.

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Dass die Saison schwer werden würde, sei freilich allen Beteiligten klar gewesen. Wagner will, „dass wir unseren Weg weiter gehen“. Der Auftritt des Teams sei freilich auch nicht gerade von Glück begünstigt. Ein Beispiel: Vor dem Spiel gegen Türk Gücü hat sich beim Aufwärmen Stammkeeper Manuel Eberle verletzt. Er hat sich den Finger ausgekugelt. Andre Lackner (zum Saisonstart vom Lokalrivalen Mertingen gekommen) sprang als Feldspieler ein – und musste eine „große Packung“ einstecken.

„Jetzt gilt es, den Karren aus dem Dreck zu ziehen“, gibt sich Wagner kämpferisch. Die Chance dazu gibt es bei zwei Heimspielen: zunächst gegen Unterringen und nach der Volksfest-Pause dann gegen Schretzheim.

Rain Zwei Jahre spielte Dominik Bobinger nicht mehr für den TSV Rain, nun ist er wieder wichtiger Bestandteil der Rainer Abwehr. In zehn von elf bisherigen Spielen in der Bayernliga Süd kam er zum Einsatz, siebenmal über die komplette Spielzeit. Für den 28-Jährigen bedeutet das hohe Pensum eine deutliche Umstellung.

Die Saison 2015/2016 hatte er mit dem TSV Rain noch in der Regionalliga gespielt und sich dann im Frühjahr einen Kreuzbandriss zugezogen. Wenig später wurde bekannt, dass er als Co-Trainer die SpVgg Altisheim-Leitheim betreuen würde. Zur Saison 2017/18 übernahm er das Kreisliga-Team dann als Spielertrainer. Seit Saisonbeginn kickt Bobinger nun also wieder drei Klassen höher. „Die Umstellung ist schon krass“, betont er. Auch sein Alter von 28 Jahren mache sich mittlerweile bemerkbar: „Man merkt schon, dass man für die Regeneration den ein oder anderen Tag länger braucht als früher.“ Als Spielertrainer in der Kreisliga habe er auch viele organisatorische Aufgaben innegehabt. Nun konzentriert er sich wieder rein auf seinen Job als Verteidiger.

Ganz aus den Augen verlieren will Bobinger das Traineramt jedoch nicht: „Ich will nach meiner aktiven Zeit als Spieler auf jeden Fall den Trainerschein machen und dem Fußball treu bleiben, denn Fußball ist mein Leben.“

Mauren Markus Heiß freut sich. Aber er tritt auch auf die Euphoriebremse. „Wir blicken von Spiel zu Spiel“, sagt der Trainer des SV Mauren. Bisher ist er mit seinem Team in der B-Klasse Nord noch ungeschlagen und führt punktgleich mit dem SC Athletik Nördlingen die Tabellenspitze an. Heiß, der die Harburger Stadtteilelf in der zweiten Saison coacht, nennt den Sieg vom vergangenen Sonntag gegen den SV Otting richtungsweisend. Der 3:2-Auswärtserfolg gegen „eine gute Ottinger Truppe“ habe das Selbstvertrauen weiter gestärkt.

Dabei könne er noch nicht einmal „aus dem Vollen schöpfen“. Matthias Strauß beispielsweise, der in der Vorsaison eine wichtige Stütze des SVM gewesen sei, fehle nach wie vor wegen einer Innenbanddehnung. Der Trainer hofft, Strauß in zwei bis drei Wochen wieder einsetzen zu können.

Woher der Erfolg kommt? Heiß verweist bei dieser Frage auf die Neuzugänge Manuel Schreitmüller (vom TSV Nördlingen) und Markus Schmidt (vom TSV Möttingen) sowie Nico Fürnrohr (aus der eigenen Jugend), die sich als große Verstärkungen erwiesen hätten. Trotzdem warnt er: „Wir müssen bodenständig bleiben.“ Heiß sieht in dieser Runde eine gute Qualität bei den Teams: „Da können einige vorne mitmischen.“ Nun aber wolle man so lange wie möglich an der Spitze ein Wörtchen mitreden.

Mertingen Auf der großen Bühne des Fernsehens hat er fast ebenso viele Erfahrungen wie bei den Amateurfußballern. Vor drei Monaten ist Michael Bauer von Augsburg nach Bäumenheim gezogen, „weil hier die Mietpreise günstiger sind als in der Großstadt“. Im Gespräch mit seinem Nachbarn kam dann die Rede auf den Fußball. Und so landete der 27-Jährige, der in der Vorsaison für den TSV Rehling 17 Treffer erzielte, beim FC Mertingen.

Dort hat er bei den weiblichen Fans inzwischen den Beinamen „Sahneschnittchen“. Vorsitzende Doris Mayerle will festgestellt haben, dass das Interesse der weiblichen Fans größer geworden ist, und fügt selbst an: „Anschauen kann man ihn schon.“

Bei der „Bachelorette“ im Fernsehen buhlte er mit 18 weiteren Kandidaten um die Gunst einer Frau, bei der Wahl zum Mister Germany 2015 landete er auf dem zweiten Platz. Sein gutes Aussehen hat Bauer schon viele Türen geöffnet. „Aber auch fußballerisch ist er erste Sahne“, weiß Mertingens Trainer Bernhard Schuster. Nur würde er den Neuzugang liebend gerne öfter einsetzen können.

Am vergangenen Sonntag hat Bauer für den FCM sein erstes Punktspiel bestritten, nachdem er zuvor vier Wochen in Indonesien war. Am kommenden Sonntag muss der Trainer den Stürmer erneut ersetzen, dann ist der prominente Neuling in den FCM-Reihen für Aufzeichnungen zu einer TV-Sendung für drei Wochen auf der Insel Fuerteventura. Dort will er sich fit halten, „aber bei der Show geht es ausschließlich um Sport“.

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