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Fußball

14.05.2019

TSV Rain: Ein gutes Gefühl für die Relegation

Maximilian Käser (2. von links), Kevin Maschke (rechts daneben) und Co. konnten am vorletzten Spieltag der Bayernliga Süd die Vizemeisterschaft perfekt machen. Der TSV Rain wird nun um den Aufstieg in die Regionalliga spielen.
Bild: Szilvia Izsó

TSV Rain feiert die Vizemeisterschaft. In Tagmersheim ist der Ehrgeiz groß. Daiting bildet Spielgemeinschaft. Wolferstadt spielt um den Aufstieg zunächst gegen Dillingen.

Nun ist es fix, der TSV Rain wird wie bereits im vergangenen Jahr an der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Bayern teilnehmen. Mit dem 3:1-Sieg gegen den TSV 1865 Dachau stehen die Tillystädter nun vor dem letzten Spieltag uneinholbar auf Rang zwei. Durch die gleichzeitige Niederlage des SV Pullach hat der TSV Rain auch die Vizemeisterschaft hinter Türkgücü-Ataspor München perfekt gemacht.

„Eine tolle Sache für uns“, findet Trainer Daniel Schneider. Auch mit dem Spiel gegen Dachau zeigte er sich zufrieden. Von der in dieser Spielzeit oftmals zu schlechten Chancenverwertung war diesmal nichts zu sehen. „Wir hatten in der ersten Hälfte vier Großchancen, drei davon haben wir gemacht. Von der Effizienz her ist das sehr gut“, findet Schneider. In der zweiten Hälfte der Partie sei sein Team dann nicht mehr ganz ans Limit gegangen, weshalb es dann etwas nachgelassen hätte. „Aber muss man beim Stand von 3:0 weiter ans Limit gehen? Wir arbeiten seit Wochen an der Grenze, hatten erst eine englische Woche und der Sieg war ja nie in Gefahr“, betont der 32-jährige Trainer.

Mit dem zweiten Platz in der Bayernliga Süd kann man beim TSV Rain sehr zufrieden sein. Zum Zeitpunkt des Rückzugs von Schneiders Vorgänger Karl Schreitmüller im September 2018 stand der TSV auf dem neunten Platz. Die Zusicherung des zweiten Platzes hätte man damals „sofort unterschrieben“, sagt Schneider.

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Doch obwohl es im letzten Saisonspiel gegen den TSV 1860 München II am kommenden Samstag für die Rainer eigentlich um nichts mehr geht, wolle die Mannschaft eine gute Leistung zeigen. „Allein schon um ein gutes Gefühl für die Relegation zu behalten“, erklärt Schneider. Gegen wen der TSV dann um den Aufstieg in die höchste Amateurklasse spielen wird, ist noch unklar, denn am Tabellenende der Regionalliga Bayern ist das Feld noch sehr eng. Eine Entscheidung fällt dort erst am kommenden Wochenende. Bis es soweit ist, hat Schneider noch jede Menge zu tun, denn er möchte sich die potenziellen Gegner noch ansehen.

Tagmersheim hofft auf Meister Mönchsdeggingen

Die bessere Ausgangsposition in der A-Klasse Nord für den Platz zur Aufstiegsrelegation hat der FSV Buchdorf. Aber die Kastner-Truppe trennt nur ein Punkt von ihrem Verfolger Eintracht Tagmersheim-Rögling-Blossenau. T.R.B. kann sich also als Tabellendritter durchaus noch Chancen auf den Relegationsplatz ausrechnen. Gewinnt aber Buchdorf sein Spiel bei Meister Mönchsdeggingen, dann ist der Ausgang der Partie der Eintracht beim SC Nähermemmingen-Baldingen unbedeutend. „Wir hoffen aber, dass sich Mönchsdeggingen im Spitzenduell reinhängt“, sagt Sascha Raupach. Natürlich gehe es für den Meister um nichts mehr, „aber es ist doch eine Frage der Ehre“, meint der T.R.B.-Abteilungsleiter. Raupach ist aber auch noch Torhüter in der Mannschaft von Trainer Jürgen Forster. Zuversichtlich sei man, betont Raupach, „und wenn es nicht klappt, sind wir nicht enttäuscht“.

Wenn man aber so lange ganz vorne mitgespielt habe, dann sei der Ehrgeiz groß. Das anvisierte Saisonziel habe man längst überschritten, nun aber wolle man die Chance beim Schopf packen. Unklar ist Raupach, was passiert, wenn Buchdorf in Mönchsdeggingen verliert und T.R.B. gleichzeitig in Nähermemmingen Remis spielt. Denn im direkten Vergleich zwischen beiden Teams steht es 5:5 (4:4 und 1:1). Doch Spielleiter Wolfgang Beck kann hier Auskunft geben: „In diesem Fall greift die Auswärtstorregel. T.R.B. hat in Buchdorf vier Tore geschossen, Buchdorf traf in Tagmersheim nur einmal. Somit wäre die Eintracht Tabellenzweiter.“

SpVgg Daiting bildet Spielgemeinschaft mit FSV Buchdorf

Was ist mit der SpVgg Daiting los? Eine Frage, die sich stellt, nachdem die Daitinger am Sonntag zu ihrem Spiel gegen Zirgesheim nicht angetreten sind. „Aus dem Nachholspiel gegen Utzwingen hatten wir vier Verletzte“, erklärt Vorsitzender Jochen Glaß, der gleichzeitig Trainer ist. Am Samstag sei klar gewesen, „dass wir nur neun Spieler zur Verfügung haben“. Dann habe man die Partie abgesagt. Spekulationen, die Spielvereinigung, habe sich aus dem Spielbetrieb abgemeldet, widerspricht Glaß. Man werde in der neuen Saison eine Spielgemeinschaft mit dem FSV Buchdorf bilden. Das mache Sinn, weil die Personaldecke zu dünn sei.

Mit den Kickern in der Nachbargemeinde habe man vereinbart, in der kommenden Saison die erste Saisonhälfte in Buchdorf zu spielen, die zweite in Daiting. Für Glaß selbst wird es dann etwas leichter: „Dann werde ich nur noch Vorsitzender sein“, schmunzelt er. Die Daitinger Kicker wiederum dürfen sich freuen: Sie werden garantiert eine Klasse höher spielen, also in der A-Klasse, möglicherweise sogar in der Kreisklasse.

TSV Wolferstadt trifft in der Relegation auf den SSV Dillingen

Für den TSV Wolferstadt steht nach dem vorletzten Spieltag die Vizemeisterschaft in der Kreisklasse Nord I fest. Und da auch in der Kreisklasse Nord II am oberen Tabellenende alles geklärt ist – Kicklingen ist Meister vor Dillingen –, konnte Kreisspielleiter Franz Bohmann hier bereits eine Aufstiegsrelegation festlegen. Der TSV Wolferstadt trifft nun am Dienstag, 21. Mai, in Mönchsdeggingen auf den SSV Dillingen. Das zweite Relegationsspiel der Kreisklassen im Kreis Donau findet zur gleichen Zeit zwischen dem FC Mindeltal und dem SV Holzheim/Dillingen statt. Die Sieger der beiden Partien spielen dann um den Kreisliga-Aufstieg.

Die Wolferstädter dürften bei Bekanntgabe der Ansetzung ein Dejavu erlebt haben, hatten sie doch erst im vergangenen Jahr gegen Dillingen in der Relegation gespielt – und verloren. „Die Dillinger haben eine starke Abwehr, aber auch einen guten Sturm“, weiß Wolferstadts Abteilungsleiter Alexander Wager. Dass in Mönchsdeggingen gespielt wird, sieht er aber als „gutes Omen“. Schließlich ist der TSV vor zwei Jahren dort über die Relegation in die Kreisklasse aufgestiegen. „Wir hoffen, dass wir nicht zum zweiten Mal gegen Dillingen verlieren“, sagt Wager. Dennoch freue er sich sehr auf das Spiel.

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