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Fußball

01.02.2017

TSV Rain: Luderschmid muss im Sommer gehen

Tobias Luderschmids Vertrag beim TSV Rain wurde über die aktuelle Saison hinaus nicht verlängert. Wie es für ihn danach beruflich weitergeht, ist noch offen.

Der TSV Rain verlängert den Vertrag des Trainers nicht. Für die restliche Saison bleiben dessen Ziele mit der Mannschaft bestehen. Wo der Verein nun einen Nachfolger finden will.

Rain Es war für den neuen Geschäftsführer der Fußball-UG des TSV Rain nicht einfach, wie er versicherte, als er sich mit Tobias Luderschmid am vergangenen Samstag traf und ihm mitteilte, dass der Verein den im Juni 2017 auslaufenden Vertrag nicht verlängert wird. Schroder und Luderschmid sind seit vielen Jahren befreundet. Gemeinsam wurde diese Entscheidung auch am Montagabend der Mannschaft beim Trainingsauftakt mitgeteilt und erklärt. „Die Mannschaft hat die Nachricht ruhig und professionell aufgenommen“, bestätigte Schroder auf DZ-Nachfrage.

Er legt ausdrücklich Wert darauf, dass Luderschmids auslaufender Vertrag nur nicht verlängert und nicht vorzeitig beendet werde. Nach Auffassung von Schroder kam für den 35-jährigen Trainer der Wiedereinstieg ins Geschäft beim TSV Rain im Februar 2016 zu früh. Diese Meinung teilt Luderschmid mit Schroder. „Wenn du aber in einer Situation, in der sich der TSV Rain damals befand, gebeten wirst, das Traineramt zu übernehmen, willst du wieder helfen,“ meinte Tobias Luderschmid. Er hatte die Rainer übernommen, als diese vor Beginn der Frühjahrsrunde 2016 tief im Tabellenkeller der Regionalliga Bayern gesteckt hatten. Auch er hatte den Abstieg nicht verhindern können.

Sportlich wollte Alexander Schroder Tobias Luderschmid nichts vorwerfen. Seine Mannschaft steht derzeit auf Rang sieben der Bayernliga Süd, mit Luft nach oben. Der dritte Tabellenplatz, der vermutlich für die Relegation in die Regionalliga Bayern ausreichen wird, ist für das Team noch in Reichweite. Luderschmid gab jedoch zu bedenken, dass sich der TSV Rain im Klaren sein sollte wie seine Ausrichtung aussieht: „Will man in die Regionalliga oder will man junge Spieler aus der Umgebung in eine Bayernliga-Mannschaft integrieren?“ Dieses Thema werde die Verantwortlichen beim TSV Rain in den nächsten Wochen bei der Kaderbildung beschäftigen, so Schroder.

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Die Weichen für eine erfolgreiche Rückrunde sollen von Luderschmid in den nächsten Wochen unter anderem bei einem viertägigen Trainingslager in Riva del Garda am Gardasee gestellt werden. „Fitness, Spielfreude und Kameradschaft stehen hier im Vordergrund“, erklärte Luderschmid. Mit ins Trainingslager reisen auch Geschäftsführer Alexander Schroder und der sportliche Leiter Günther Reichherzer. Das Team will dort in Gesprächen erarbeiten, wie die Saison noch erfolgreicher hätte verlaufen können.

Die Gründe dafür, Luderschmids auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, erklärte Schroder mit strukturellen Maßnahmen. Beim TSV überlege man, die Aufgabengebiete Trainer und Sportlicher Leiter in die Hand einer Person zu legen, auch um Kosten zu sparen. Hierzu seien bereits mehrere Gespräche mit Personen geführt worden, „die den Verein seit Jahren in und auswendig kennen“. Eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.

In den nächsten zwei bis drei Wochen wolle der Verein einen Nachfolger präsentieren. Schroder fühlte sich nach eigenen Angaben in seiner Entscheidung bestätigt, als er vor rund einer Woche las, dass der TSV Nördlingen den gleichen Weg einschlägt. „Die Trainerfrage muss in den nächsten zwei bis drei Wochen gelöst werden. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass die Trainerpersonalie oftmals eine Rolle für bereits anwesende Spieler oder umworbene Neuzugänge spielt“, sagte Schroder.

Wie es für Luderschmid im Sommer weitergeht, ist offen

Luderschmid konnte die Gründe für die Entscheidung des TSV nicht ganz nachvollziehen: „Es ist wie es ist, damit muss ich mich abfinden.“ Der Mannschaft habe er gesagt, seinen Vertrag noch sauber zu erfüllen. Er wolle mit seinem Team noch das Bestmögliche aus der restlichen Saison herausholen. Auch Schroder zeigte sich dahingehend aufgrund der geführten Gespräche überzeugt.

Wie es für den Trainer nach der Saison weitergeht, weiß er noch nicht: „Ich hätte auch nichts gegen eine Fußball-Pause aber wenn ein interessantes Angebot kommt, wäre ich offen dafür.“ Mittlerweile sei er allerdings vorsichtig geworden. „Ich müsste es mir gut überlegen, der Verein, die beteiligten Personen und das Umfeld müssten passen, das hat man in diesem Fall wieder gesehen“, sagte er. (pm, sut)

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