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Fußball

25.07.2020

TSV Rain profitiert vom Aufstieg Türkgücü Münchens

Elf-Punkte-Polster auf den Tabellenletzten Garching. Warum das aber noch lange nicht den Ligaverbleib bedeutet

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat seine formellen Beschlüsse hinsichtlich des weiteren Fortgangs in der Regionalliga Bayern und der Qualifikation für die Teilnahme an der DFB-Pokal-Hauptrunde gefasst.

Einstimmig beschloss das Gremium in seiner Videokonferenz, dass der vom DFB bestätigte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München satzungsgemäß aus der Wertung der laufenden Spielzeit 2019/2020 genommen wird. Damit gilt der Klub ab sofort nicht mehr als Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Zudem hat der BFV-Vorstand formal die Entscheidung getroffen, dass die Saison 2019/20 der Regionalliga Bayern fortgesetzt wird und entsprechend der gültigen Regionalligaordnung die von Türkgücü oder dessen bisherigen Gegnern erzielten Punkte und Tore gestrichen werden. „Die Statuten sind hier klar und alternativlos“, sagt der für den Spielbetrieb in Bayern zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „In einer unabhängig von den Statuten durchgeführten internen Umfrage hatten elf der 17 verbliebenen Regionalligisten diesen Weg befürwortet, darunter auch Vereine, die gegen Türkgücü gepunktet haben und diese Punkte nun verlieren.“

Mit der Entscheidung des BFV-Vorstandes ergibt sich fortan ein neues Tabellenbild. Hier profitiert auch der TSV Rain, der nun satte elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten, den VfR Garching hat, welcher nun mit 13 Zählern den einzigen direkten Abstiegsplatz besetzt. Aufatmen können die Tillystädter deshalb aber noch lange nicht, schließlich beträgt der Abstand auf den TSV Rosenheim auf dem ersten der beiden Abstiegsrelegationsplätze nur drei Zähler.

Das veränderte Tabellenbild kommt zum Tragen, wenn der BFV seinen bayerischen Amateurmeister für die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokalwettbewerb 2020/21 melden muss. Die erste Hauptrunde wird vom 11. bis 14. September ausgetragen, das Meldedatum ist noch nicht bekannt. Am Stichtag wird der BFV den dann feststehenden Tabellenführer – ausgenommen sind Zweitvertretungen von Profiklubs – dem DFB melden. Aktuell ist dies der 1. FC Schweinfurt 05. Rein theoretisch könnte sich das Tabellenbild nochmals verändern, sollte die Regionalliga Bayern vor der Meldefrist wieder den Spielbetrieb aufnehmen können. Mehrheitlich stimmten die Regionalligisten mit 9:8 allerdings dafür, die Saison im September zunächst mit dem neu geschaffenen Ligapokal-Wettbewerb fortzusetzen, sollte es die staatliche Verfügungslage erlauben.

Außerdem hat der BFV-Vorstand formell den Weg geebnet, den Meister und damit Teilnehmer aus der Regionalliga Bayern für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga 2021 infolge der Covid-19-Pandemie einmalig in Play-offs zu ermitteln. Damit kann jetzt der Modus festgelegt werden. „Wir werden die Play-offs nach Abschluss der regulären Saison spielen. Letztlich müssen jetzt die genauen Kriterien noch zusammen mit den Vereinen festgelegt und statuarisch verankert werden. Klar ist, dass nur Teams daran teilnehmen können, die sportlich mindestens Tabellenplatz eins bis vier belegen und einen Lizenzantrag für die 3. Liga 2021/22 gestellt haben“, betont Verbandsspielleiter Josef Janker. (pm, dz)

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