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Regionalliga

17.11.2019

TSV Rain zittert sich zum Sieg gegen den TSV Rosenheim

Der TSV Rain (mit Blerand Kurtishaj, in Rot) machte es gegen den TSV 1860 Rosenheim am Ende der Partie noch einmal richtig spannend, konnte den 3:2-Sieg aber letztendlich retten.
Foto: Szilvia Izsó

Rain führt gegen Rosenheim bis zur 74. Minute mit 3:0. Eine Rote Karte gibt dem Spiel eine Wendung und es wird noch einmal spannend.

Eine ungeahnt packende Schlussphase lieferten sich der TSV Rain und der TSV 1860 Rosenheim – die Fans der gastgebenden Rainer mussten bis zuletzt um den 3:2-Sieg ihrer Mannschaft zittern. Letztendlich war Trainer Alex Käs aber froh, erneut den Sieg errungen zu haben. „Wir haben in den vergangenen drei Spielen neun Punkte geholt. Das ist ein Viertel der Punkte, die wir für den Klassenerhalt brauchen“, freute sich der 26-Jährige und musste zugeben, auch ein wenig Glück gehabt zu haben. Sein Rosenheimer Trainerkollege Thomas Kasparetti fand, dass sein Team vor allem bei den zweiten Bällen „zu wenig präsent“ war.

David Bauer trifft zum 1:0

Dabei hatte seine Mannschaft ganz ordentlich begonnen und sich gleich die erste dicke Möglichkeit in der 1. Minute erarbeitet. Korbinian Linner bekam zentral vor dem Rainer Tor einen mustergültigen Pass von rechts aber er schoss weit über den Kasten. Wenige Minuten später hatte Rain eine Riesenchance, Marko Cosic kam 15 Meter vor dem Tor zum Schuss, doch ein Rosenheimer konnte gerade noch klären. Kurz darauf durften die Rainer Fans jubeln: Nach einem Freistoß von Johannes Müller zog David Bauer ab. Der Ball wurde kurz vor der Torlinie abgewehrt, aber wieder Bauer stocherte den Ball dann doch noch über die Linie. Die Tillystädter hatten somit Alex Käs Forderung, diesmal gleich von Beginn an voll da zu sein, gut umgesetzt.

Nach gut einer Viertelstunde wurde Keeper Christoph Hartmann geprüft, der zentral geschossene Ball bereitete ihm keine Schwierigkeiten. Doch wenig später konnte er das Leder nicht festhalten, nachdem er nach einer Flanke von Laurin Demolli herausgeeilt war. Pech für die Gäste, dass der Ball ins Aus ging. Per Konter erhöhte der TSV Rain auf 2:0: Blerand Kurtishaj sprintete mit dem Ball nach vorne, gab nach rechts zum mitgelaufenen Cosic ab, der mit einem gefühlvollen Lupfer über Torwart Alin Goia verwandelte. Kurz vor der Pause wurde es gefährlich im Rainer Strafraum, Nicolaj Madsen schoss im Getümmel aufs Heimtor, doch Kapitän Fabian Triebel klärte per Kopf.

Jonas Greppmeir sieht die Rote Karte

Rain blieb auch nach der Pause weiter dran und erspielte sich Möglichkeiten, doch auch die Gäste steckten nicht auf. David Bauer krönte nach 56 Minuten seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:0. Stefan Müller hatte das Tor mit einem starken Pass von der rechten Seite in die Mitte vorbereitet und Bauer ließ mit seinem Volley-Schuss Keeper Goia keine Chance. „Das letzte Mal zwei Tore habe ich glaube ich in der E-Jugend gemacht“, musste Defensivmann Bauer nach dem Spiel schmunzeln.

Die Gäste reagierten prompt und wechselten. Für Adel Merdan kam Luftetar Mushkolaj, was sich als gute Wahl herausstellen sollte, denn dieser besorgte den Anschlusstreffer: Einen Freistoß von halbrechts zirkelte Mushkolaj ins rechte Kreuzeck. Hartmann war zwar mit den Fingerspitzen noch dran, konnte das Tor aber nicht mehr verhindern. In der 80. Minute sah Jonas Greppmeir die Rote Karte wegen groben Foulspiels. In Unterzahl taten sich die Gastgeber nun schwer, Rosenheim witterte seine Chance und drückte die Rainer in die eigene Hälfte. Tjark Dannemann verpasste es, für Rain zu erhöhen, stattdessen verkürzte Rosenheim durch Demolli auf 3:2, der am kurzen Toreck goldrichtig stand und einschob.

TSV Rain zittert sich zum Sieg gegen den TSV Rosenheim
12 Bilder
TSV Rain spielt gegen TSV 1860 Rosenheim
Foto: Szilvia Izsó

Käs: Spiel "hätte auch anders laufen können"

Die Lechstädter sind nun aus der Abstiegszone heraus auf den 13. Rang geklettert, während sich die Rosenheimer auf dem 17. und damit vorletzten Platz wiederfinden. „Wir müssen nun dieses Tal durchschreiten und konsequent dranbleiben, dann können wir die Kehrtwende erreichen, wie es Rain jetzt geschafft hat“, betonte Kasparetti und sprach seiner Mannschaft das Lob aus, nie aufgegeben zu haben. Käs musste zugeben, „das hätte heute auch anders laufen können“. Nach dem 3:0 habe sich bei seiner Elf wohl ein wenig das Gefühl eingeschlichen, dass die Partie nun durch sei. „Es ist wichtig mitzunehmen, dass sich das in dieser Liga ganz schnell ändern kann.“

TSV Rain Hartmann – Bär, Triebel, Bauer, Robinson – Knötzinger, S. Müller - Kurtishaj (ab 84. Dannemann), J. Müller, Krabler (ab 90.+1 Brandt) – Cosic (ab 68. Greppmeir)

TSV Rosenheim Goia – Moser, Heiß, Lenz, Albrich (ab 71. Mayerl) – Merdan (ab 57. Mushkolaj), Shabani – Linner, Madsen, Neumeier (ab 73. Keereerom) – Demolli

Tore 1:0 David Bauer (7.), 2:0 Marko Cosic (25.), 3:0 David Bauer (56.), 3:1 Luftetar Mushkolaj (74.), 3:2 Laurin Demolli (90.+2) Rote Karte Jonas Greppmeir (TSV Rain/80./grobes Foulspiel) Gelbe Karten Marko Cosic, David Bauer, Michael Knötzinger – Linor Shabani, Nikolaj Madsen Zuschauer 320

Mehr zum Thema: Abstiegsduell zwischen TSV Rain und TSV Rosenheim, Wie der TSV Rain zurück zum Erfolg fand, TSV Rain schlägt Wacker Burghausen erneut, Joker Greppmeir lässt den TSV Rain jubeln

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