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Turnen

13.09.2019

TSV-Trainer Reichert: „Wir befinden uns im Umbruch“

Schon seit 1994 ist Mario Reichert Cheftrainer in Monheim. 
Bild: Izsó

Monheim geht nach einem Jahr im Norden wieder in der Südstaffel an den Start. Dort warten unter anderem zwei heiße Derbys. Das große Interview zum Saisonstart.

Am Samstagabend um 18 Uhr starten die Kunstturner des TSV Monheim in die 2. Bundesliga Süd – los geht es gleich mit dem Nachbarschaftsduell beim TSV Buttenwiesen. Vor dem Saisonauftakt steht Cheftrainer Mario Reichert Rede und Antwort.

Nach einem Jahr im Norden ist der TSV Monheim nun wieder in der eigentlich angestammten Südstaffel zurück. Ein Vorteil im Vergleich zur vergangenen Saison?

Reichert: Ja, durchaus. Die Fahrten sind deutlich kürzer, das ist schon angenehmer. Mit dem TSV Buttenwiesen und der KTV Ries erwarten uns zwei Derbys, die sicher wieder viele Fans anlocken werden.

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Ein Blick zurück auf 2018: Würden Sie zustimmen, wenn man für diese Saison das Wort „durchwachsen“ verwendet?

Reichert: Das kann man so sagen. Wir hatten viel Verletzungspech und den wichtigen ersten Wettkampf gleich verloren. Damit war die Aufstiegschance praktisch schon dahin, was aber unter dem Strich auch in Ordnung war. Die Nordstaffel war für uns anstrengend und schwierig, auch weil wie viele Gegner nicht gut kannten. Das ändert sich natürlich nun wieder.

Apropos Verletzungen: Ist die Mannschaft dieses Mal verschont geblieben?

Reichert: Nein. Julius Rabenstein hat es mit einem Kreuzbandriss erwischt, er fällt leider komplett aus.

Wie lief ansonsten die Vorbereitung?

Reichert: Die Saison beginnt so früh wie nie, es sind ja gerade die Ferien vorüber. Das ist nicht optimal. Der Zeitplan ist aber auch den Weltmeisterschaften im Oktober geschuldet. Wir haben vergangenes Wochenende einen internen Testwettkampf absolviert, dass wir die Abläufe reinbekommen. Es haben zwar einige Athleten gefehlt, im Großen und Ganzen war das aber in Ordnung.

Zum Start geht es gleich nach Buttenwiesen. Ein Auftaktprogramm nach Wunsch?

Reichert: Eher weniger. Es ist so, dass die Stimmung meist mit den Wettkämpfen wächst – auch bei den Fans. Deswegen wäre das Derby später vielleicht besser gewesen. Aber das geht dem Gegner ja genauso.

Wie hat sich das Team personell verändert?

Reichert: Neben dem angesprochenen Ausfall von Julius Rabenstein müssen wir auch auf Florian Lindner verzichten, der in die 1. Liga zur TG Saar gewechselt ist. Er hatte noch einmal die Ambitionen für ganz oben, das können wir aktuell nicht bieten. Wir sind aber übereingekommen, dass er irgendwann wieder nach Monheim zurückkehren wird.

Ansonsten scheint beim TSV heuer das Motto „Jugend forscht“ zu gelten.

Reichert: Ja, wir befinden uns in einem gewissen Umbruch. Wir haben die Zweite Mannschaft, die zuletzt in der 3. Liga eine gute Rolle gespielt hat, abgemeldet und die Teams zusammengelegt. Nun werden wir nach und nach versuchen, die Jungen oben zu integrieren. Einige Jungs werden aber auch für unseren Partnerverein TV Fürth turnen, mit dem wir uns weiterhin die Nachwuchsarbeit teilen.

Ausländische Verstärkung gibt es dieses Mal keine?

Reichert: Das ist der Plan. Wir können ja auch nicht die Zweite Mannschaft abmelden, und den jungen eigenen Leuten dann Ausländer vor die Nase setzen.

Muss man mit dieser Konstellation dann bei den Saisonzielen Abstriche machen?

Reichert: Wir haben jedenfalls nicht den Aufstieg als Ziel. Wenn das passieren sollte, werden wir uns zwar sicherlich nicht wehren. Aber die Favoritenrolle sehe ich eindeutig bei Exquisa Oberbayern, die haben sich sehr gut verstärkt. Wir wollen am Ende unter den ersten Drei in der Tabelle stehen. Vorrangig geht es darum, den Nachwuchs zu integrieren. Dieser Umbruch könnte ein, zwei Jahre dauern.

Wo sehen Sie die Teams aus der näheren Umgebung, also die KTV Ries und Buttenwiesen?

Reichert: Die KTV Ries kann ganz oben mitspielen – je nachdem, wie die Neuzugänge einschlagen und ob das Verletzungspech zuschlägt. Buttenwiesen hat auch einiges getan, um unten rauszukommen. Wir haben dort am Samstag aber das Ziel zu gewinnen. Das hängt freilich von unserer mannschaftlichen Geschlossenheit ab. Und auch davon, wie stabil wir schon sind.

Worauf können sich denn die Monheimer Fans in dieser Saison freuen?

Reichert: Wir gehen wie immer mit viel Freude und guter Stimmung an die Sache ran und hoffen natürlich, unseren Fans gute Unterhaltung und möglichst viele Siege bieten zu können.

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