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Judo

12.11.2019

TSV Wemding ist Vizemeister der Schwabenliga

Die Kämpfer des Wemdinger Judoteams freuten sich über den zweiten Platz in der Schwabenliga.
Bild: Sebastian Lechner

Im letzten Saisonwettkampf fehlt den Judokas des TSV Wemding am Ende nur ein Sieg zum Titel. Der Gegner aus Kaufbeuren ist nahezu übermächtig.

Das Finale der Judo Schwabenliga in Memmingen wurde zum erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Judokas des TSV Wemding und des TV Kaufbeuren. Beim an Spannung kaum zu überbietenden Aufeinandertreffen fehlte den Wemdingern am Ende nur ein Sieg, um den Titel zu feiern.

Nachdem die Judokas des TSV Wemding zwei Wochen zuvor in eigener Halle vier Siege eingefahren hatten, fuhren sie als Tabellenführer zum Finale nach Memmingen. Ligacoach Marco Schmidt wusste um die Stärke des Konkurrenten aus Kaufbeuren und forderte deshalb volle Konzentration auch gegen die vermeintlich schwächeren Teams, da die Unterbewertung noch entscheidend werden konnte.

Sieg gegen Lindau/Memmingen

In der ersten Begegnung gegen die KG Lindau/Memmingen sorgten Jürgen Jung (-73 Kilo) und Marco Schmidt (+90 Kilo) für eine 2:0-Führung, ehe Jonathan Stecher unglücklich in einen Haltegriff geriet, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Den entscheidenden dritten Punkt sicherte Alexander Lachner (-81 Kilo) mittels Haltegriffs. Bernd Jankovsky (-66 Kilo) stellte souverän kämpfend auf 4:1, indem er ebenfalls mit einer Haltetechnik erfolgreich war. Das Aufeinandertreffen gegen die als gefährlich eingeschätzte KG Augsburg/ Königsbrunn konnten Alexander Lachner (-73 Kilo), Marcel Schmidt (+90 Kilo), Jonathan Stecher (-90 Kilo), Marco Lechner (-81 Kilo) und Michael Gottwald (-66 Kilo) unerwartet deutlich mit 5:0 gewinnen.

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Im anschließenden Kampf gegen den TV Kaufbeuren sollte die Meisterschaft entschieden werden. Dass die Allgäuer die Niederlage aus der Hinrunde schmerzte, zeigte sich auch in der Aufstellung. Mit zwei Bayernligakämpfern sowie einem ehemaligen Bundesligakämpfer gingen sie ins Duell mit Wemding. Für den ersten Paukenschlag sorgte Alexander Lachner (-73 Kilo), der gegen den Kaufbeurer Nicolas Hartmann in Rückstand liegend eine Wurftechnik des Gegners kontern konnte und den ersten Punkt einfuhr. Routinier Marco Schmidt (+90 Kilo) traf in der zweiten Begegnung auf Bayernliga-Kämpfer Jakob Hartmann. Mit hohem Kraftaufwand hielt Schmidt den Kampf gegen den dritten der Deutschen Hochschulmeisterschaften offen. Zum Ende der Kampfzeit konnte Hartmann, der über die größeren Reserven verfügte, entscheidend punkten.

TSV Wemding trifft auf Kämpfer mit Bundesliga-Erfahrung

Auf Jonathan Stecher (-90 Kilo) wartete mit David Karle eine schier unlösbare Aufgabe. Der 24-jährige Karle kann nämlich eine mehrjährige Bundesligaerfahrung beim TSV München-Großhadern und internationale Erfolge vorweisen. Der Huisheimer Jonathan Stecher schaffte es, seinen Kontrahenten lange zu beschäftigen, musste aber am Ende eine Niederlage akzeptieren. Marco Lechner (-81 Kilo), der nun siegen musste, um den Kampf noch offenzuhalten, kam mit mehreren Angriffen nicht entscheidend durch. Eine überraschende Fußtechnik des Gegners besiegelte dann die Niederlage.

Michael Gottwald (-66 Kilo) hatte gegen Matthias Kerler die Aufgabe, zumindest noch etwas für die Unterwertung zu tun. Mit einem Sieg hätten sich die Wemdinger dank mehr gewonnener Einzelkämpfe in Führung befunden. Kerler, der für die Mannschaft aus Peiting in der Bayernliga startet, war in der regulären Kampfzeit nicht zu Fall zu bringen. Im Golden Score musste Gottwald nach einer Wurftechnik seines Gegners eine umstrittene Wertung hinnehmen, womit er den Kampf verlor. Das abschließende 5:0 gegen den PSV Königsbrunn reichte dann nicht mehr, um die Kaufbeurer an der Spitze abzulösen, da diese in ihrem letzten Match ebenfalls keine Schwäche zeigten. Somit belegten die Judokas des TSV Wemding punktgleich mit dem Meister aus Kaufbeuren den zweiten Platz, da sie in der Unterbewertung einen Kampf weniger gewonnen hatten. Alexander Lachner, der abwechselnd in der Gewichtsklasse -73 Kilo und -81 Kilo eingesetzt wurde und alle seine Kämpfe gewinnen konnte, wurde von Ligacoach Marco Schmidt als Kämpfer der Saison geehrt.

"Reif für den Titel"

In seiner Ansprache an die Mannschaft schlussfolgerte Ligacoach Marco Schmidt: „Die anfängliche Enttäuschung wird der Erkenntnis weichen, dass wir gegen eine solche Spitzenmannschaft wie Kaufbeuren nur äußerst knapp den Kürzeren gezogen haben. Wir haben uns in diesem Jahr deutlich weiterentwickelt und gezeigt, dass wir reif für den Titel sind.“ Abteilungsleiter Jörg Fackler freute sich ebenfalls über die starke Saison mit nur einer Niederlage und einer Bilanz von 31:9 Kämpfen. Er dankte besonders den vielen mitgereisten Fans für ihre lautstarke Unterstützung. (dz)

Lesen Sie auch: TSV Wemding hat die Gegner im Griff, Wemding gelingt der große Wurf

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