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Fußball-Nachlese

09.10.2018

TSV Wolferstadt - offensiv eine Macht

Wie Florian Eder (links, daneben Kevin Reicherzer) treffen auch seine Teamkollegen für den TSV Wolferstadt beinahe nach Belieben. Der Lohn ist der Spitzenrang in der Kreisklasse Nord 1.
Bild: Szilvia Izsó

 Der TSV Wolferstadt hat die Tabellenspitze erobert, vor allem der Angriff glänzt. Der TSV Ebermergen setzt auf das Studium von Zeitungsberichten – mit Erfolg.

Wolferstadt Es ist eine Erfolgsserie, die der TSV Wolferstadt in seiner 51-jährigen Vereinsgeschichte so bislang wohl kaum erlebt hat: Mit dem 5:1-Erfolg am Sonntag beim SV Hausen-Schopflohe hat das Team des Trainer-Duos Harald Leinfelder/Chris Luderschmid bereits den neunten Sieg in Folge eingefahren und damit die am vergangenen Mittwoch übernommene Tabellenführung in der Kreisklasse Nord I ausgebaut.

Dabei ging der Saisonstart im August noch ordentlich daneben: Nach einem 1:4 gegen den TSV Wemding und dem folgenden 1:3 in Oettingen fand sich der letztjährige Vizemeister Wolferstadt am Tabellenende wieder. „Es gibt eigentlich keine richtige Begründung, warum es danach plötzlich besser gelaufen ist“, rätselt Trainer Leinfelder. Man habe immer noch einige Langzeitverletzte und auch das Spielsystem nicht groß umgestellt. Doch mit den ersten Erfolgen stellte sich auch bei engen Partien – wie in Birkhausen oder Monheim – das notwendige Glück ein, so kam man langsam ins Rollen und derzeit verfüge die Truppe über enormes Selbstbewusstsein.

Gerade in der Offensive hat der TSV ein enormes Potenzial. „Ob Florian Eder, Sandro Morena, Robert Hofmann oder mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, Chris Luderschmid, irgendeiner trifft immer“, freut sich Leinfelder über die vorhandene Qualität im Angriff. Drei Tore haben seine Schützlinge bisher im Schnitt pro Spiel erzielt. Da kann man es im Wolferstädter Lager auch verschmerzen, bisher schon immerhin 18 Gegentreffer kassiert zu haben. Kein Verschulden von Torhüter Johannes Schnierle, dessen Entwicklung Coach Leinfelder ausdrücklich hervorhebt.

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Gelingt nun am Sonntag gegen den Sportclub D.L.P. der zehnte Sieg in Serie? „Ein Selbstläufer wird das nicht“, meint Leinfelder – gegen die Rieser habe man in der Vorsaison die mögliche Meisterschaft verspielt und musste sich am Ende mit Rang zwei begnügen. Zudem sind die Gegner inzwischen heiß, die Erfolgsserie zu beenden.

Nach der Begegnung gegen D.L.P. warten auf Wolferstadt mit den Duellen gegen Harburg, Wemding und Oettingen einige Kracher. Danach, so Leinfelder, sei man schlauer, wie es in Sachen Herbstmeisterschaft aussehe.

Ebermergen Der Frust war groß. Doch jetzt ist wieder Lust da. So lässt sich die derzeitige Stimmungslage beim TSV Ebermergen beschreiben. Nach den zahlreichen Negativerlebnissen in der Vorsaison, gipfelnd im Abstieg aus der Kreisklasse Nord 2, sei die Mannschaft am Boden gewesen, blickt Abteilungsleiter Tobias Tusch zurück. Zu einschneidend sei es gewesen, nach einer guten Serie bis auf zwei Punkte ans rettende Ufer herangekommen zu sein, dann aber doch nur die Relegation erreicht zu haben.

Die Folge: Das entscheidende Spiel ging verloren und der TSV stieg in die ungeliebte A-Klasse West 3 ab. Weit müsse man in dieser Saison nun fahren, fast jede Mannschaft sei nun eine Wundertüte. Da könne man sich kaum auf den Gegner einstellen. In der Not studiere der Trainer die Zeitungsberichte. Und das scheint zu funktionieren, ist der TSV nach mittlerweile elf Spieltagen doch noch immer ungeschlagen. An der Tabellenspitze ist die Luft allerdings dünn, denn Verfolger SSV Steinheim lauert mit nur einem Zähler Rückstand auf einen Ausrutscher der Harburger Stadtteilelf.

„Die Integration unserer Jugendspieler ist ihm gut gelungen“, urteilt Tusch über Trainer Stefan Falch. Zu Saisonbeginn waren André Macho, Patrick Rühl und Colin Schmidt aus der eigenen Jugend gekommen. Sie sind mittlerweile Stammspieler. Falch könne aus dem Vollen schöpfen, habe man derzeit – anders als im vergangenen Jahr – doch keinen Verletzten. Entsprechend seien die Trainingseinheiten gut besucht. Die Erfolgsserie habe die Lust wieder gebracht, die einzige Devise, die der Spartenleiter und der Trainer zu Saisonbeginn ausgegeben hatten.

Die Ziele jetzt schon ändern? Tusch sieht nach dem 4:0-Erfolg vom Sonntag in Mörslingen noch keine Veranlassung, vielleicht könne man darüber in der Winterpause reden. Im Moment denke man von Spiel zu Spiel: Nächster Gegner ist der FC Osterbuch, „wieder eine Wundertüte“.

Mündling spielt gegen „gute Freunde aus der Nachbarschaft“

Mündling Stefan Fischer ist zufrieden. Sein Wechsel zur Fußballspielgemeinschaft (FSG) Mündling-Sulzdorf hat sich gelohnt. Aber jetzt kommt die Stunde der Wahrheit, wenn im auf Samstag vorgezogenen Spiel der BC Huisheim zu Gast ist. Fischer sieht sein Team „auf einem guten Weg“. Seit er vom VfB Oberndorf zum Fusionsclub gewechselt ist, hat der Spielertrainer bereits 13 Tore erzielt und ist damit Torjäger-Spitzenreiter der A-Klasse Nord.

Nach elf Spielen und aktuell seit sieben Spieltagen ist die Mannschaft nun ungeschlagen. „Gegen uns muss erst einmal einer gewinnen“, schmunzelt Fischer. Seine Mannschaft habe mehrmals Rückstände bis zu zwei Toren gedreht, was für die gute Moral im Team spreche. Auf das Spiel gegen die „guten Freunde aus der Nachbarschaft“ sei man vorbereitet. Fischer: „Das wird ein echtes Spitzenspiel.“ Dabei hat er einen Sieg fest eingeplant. „Wir wollen auf den dritten Tabellenplatz klettern“, hat er als Devise ausgegeben.

Nach der Partie will man auch ungetrübt feiern können: Beim traditionellen Oktoberfest im Sportheim. Die Gäste aus Huisheim seien natürlich eingeladen. Fischer hofft, dass die Partie ähnlich erfreulich endet wie jenes Duell am Sonntag bei Eintracht T.R.B., als sein Team dem Gegner ein 1:1 abtrotzte.

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