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08.11.2019

Trauer um den Monheimer „Turnvater“

Ernst Eder ist mit 81 Jahren gestorben.

Mit Ernst Eder ist am 31. Oktober Monheims „Turnvater“ im Alter von 81 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Gisela und seine Kinder Susanne und Mark.

Der Name Eder ist in Monheim vor allem mit zwei Dingen verbunden. Da ist einmal die Druckerei, die Ernst Eder 1987 gründete und die anfangs nur einen Mitarbeiter hatte. Die Firma wuchs jedoch beständig. Seit 1992 gab es die Zweigniederlassung in Erlau. An den beiden Standorten arbeiteten Mitte der 2000er Jahr rund 100 Beschäftigte. Hinzu kam die Filiale in Augsburg.

Er war "Monheims Meistermacher"

Unvergessen bleibt Ernst Eder aber vor allem durch seine Leistungen für den Turnsport. 1954 trat er in den TSV Monheim ein und wurde schon drei Jahre später mit knapp 19 Jahren Leiter der Turnsparte. Er war zunächst selbst als Turner aktiv, sein größter sportlicher Erfolg war der Sieg beim Bezirksturnfest in Dinkelsbühl 1964. In den 60er Jahren sammelte er Erfahrungen als Trainer und etablierte das Turnen in Monheim. In der 70ern war er sechs Jahre lang 3. Vorsitzender des TSV und brachte die Sparte weiter voran. Eders Schützlinge stiegen 1983 erstmals in die 1. Bundesliga auf und sammelten unzählige Titel, etwa auf Gau-, Landes- und Bundesebene. So entstand auch Eders Beinamen „Monheims Meistermacher“.

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Dass die Monheimer Turnsparte so erfolgreich wurde, war nicht nur Ernst Eder als Trainer, Funktionär und Hauptsponsor zu verdanken. Er ordnete vieles seiner Leidenschaft für den Turnsport unter, leistete tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Der ordnungsliebende Eder machte alles zu hundert Prozent. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit in der Druckerei und beim TSV Monheim bekleidete er noch einige Ehrenämter im Turngau, -bezirk und im Bayerischen Turnverband (Vizepräsident). 2001 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Mit dieser hohen Auszeichnung wurden die herausragenden Tätigkeiten des Unternehmers sowie sein ehrenamtliches Engagement anerkannt.

Er war fasziniert von der olympischen Idee

Eder faszinierte die olympische Idee, 1972 war er sogar Fackelläufer bei den Olympischen Spielen in München. In der Region war Eder sportlich aktiv, zum Beispiel als unübertroffener Rekordteilnehmer am Harburger Bocksportfest. Auch die Reiselust packte ihn immer wieder und führte ihn unter anderem in die USA und nach Brasilien. (sut)

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