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Fußball

05.11.2020

Trotz Corona: Neulingskurs für Schiedsrichter in Nordschwaben

Die Schiedsrichtergruppe Nordschwaben bietet wieder eine Neulingskurs an.
Bild: Arne Dedert/dpa

Die Ausbildung in der Schiedsrichtergruppe Nordschwaben wird den aktuellen Umständen angepasst. Einige Unparteiische berichten, warum sich der Kurs lohnt.

Die Schiedsrichtergruppe Nordschwaben bietet den für November geplanten Schiedsrichterlehrgang trotz der pandemiebedingten Einschränkungen an. Dabei müsse selbstredend auf ein anderes Format ausgewichen werden, wie Obmann Tobias Heuberger betont.

Die Ausbildung, normalerweise ein Kompaktlehrgang an einem Wochenende, wird in diesem Jahr aufgeteilt: Am Samstag, 28. November, findet der Auftakt in Form eines Theorietages statt, wobei auf ein Videokonferenzsystem zurückgegriffen wird. Die Teilnahme ist für jeden Interessierten vom heimischen Sofa oder Schreibtisch aus möglich, sofern auf ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprechern zugegriffen werden kann. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung bei Obmann Heuberger (E-Mail: tobi.heuberger@yahoo.de) oder bei Lehrwart Sebastian Stadlmayr (E-Mail: 2000.sebastian@gmx.de), die dem oder der Interessierten dann einen Link zum virtuellen Tagungsraum schicken.

Die praktische Schulung soll in Huisheim stattfinden

Sobald Name, Vorname und E-Mail-Adresse eingetragen wurden, kann das Online-Meeting gestartet werden. Weitere technische Hinweise folgen nach der Anmeldung. Ziel des Theorietages, der von 9 bis etwa 14 Uhr dauert, ist es, die Teilnehmer in die wichtigsten Fußballregeln einzuführen und sich gegenseitig bekannt zu machen.

Sobald es die staatlichen Verordnungen zulassen, treffen sich die Schiedsrichteranwärter dann zum zweiten Teil des Lehrgangs. Im Sportheim des BC Huisheim soll an zwei Tagen die praktische Ausbildung stattfinden, die neben einer Platzbegehung unter anderem auch Videoschulungen umfasst. Sollten sich zu diesem Zeitpunkt nur kleinere Personengruppen treffen dürfen, werden die Praxistage im Schichtbetrieb mit geteilten Gruppen durchgeführt. Weitere Informationen dazu werden am ersten Lehrgangstag und später per E-Mail gegeben.

Tobias Heuberger betont die Bedeutung, den Schiedsrichterlehrgang trotz der erheblichen Einschränkungen durchzuführen, denn durch die Corona-Pandemie seien einige Schiedsrichter weggebrochen. „Um diesen Ausfall zu kompensieren, sind neue Schiedsrichter unerlässlich.“ Sonst, so befürchtet Heuberger, können nicht mehr alle Spiele besetzt werden, wenn ein geregelter Spielbetrieb wieder aufgenommen wird.

Karl Prügel ist seit fast 50 Jahren Schiedsrichter

Dabei sei das Schiedsrichteramt durch seine Vielseitigkeit ein schönes Hobby, das Jung und Alt begeistern kann. Das bestätigt Karl Prügel aus Stillnau. Er ist seit fast 50 Jahren Schiedsrichter und auf den Sportplätzen im Donau-Ries-Kreis wohlbekannt. Auf die Frage, warum ihm das Hobby nach so vielen Jahren immer noch Spaß macht, antwortet er: „Wenn dich die Leidenschaft fürs Pfeifen einmal gepackt hat, lässt sie einen nicht mehr los. Nebenbei bleibe ich auch noch fit. Hoffentlich hält meine Begeisterung noch lange an.“

Seiner Meinung nach lohnt es sich auch im höheren Alter noch, den Neulingslehrgang zu absolvieren. „In der Gruppe herrscht eine sehr gute Kameradschaft und du kannst deine Erfahrungen als Aktiver an die jungen Leute weitergeben. Nach dem Motto: Mittendrin statt nur dabeistehen – und zuschauen“, sagt Prügel.

Der Mertinger Maximilian Wirkner pfeift bis zur Bezirksliga

Maximilian Wirkner aus Mertingen hat nach seinem Neulingslehrgang 2015 eine schnelle Entwicklung genommen und darf aktuell bereits Spiele bis zur Bezirksliga leiten. Obwohl es auf den Sportplätzen natürlich auch immer wieder zu Kritik kommt, übt er das Hobby gerne aus: „Es macht Spaß, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und diese auch dementsprechend zu kommunizieren. Wenn man nach dem Spiel gelobt wird oder keiner über den Schiedsrichter redet, kann man mit sich sehr zufrieden sein.“ Dass es dabei auch zu Kritik kommt, gehöre dazu. Die „Pöbeleien“ seien aber meistens gegen die Rolle als Schiedsrichter und nicht gegen die Person gerichtet.

Die Förderung neuer Schiedsrichter beschreibt Maximilian Wirkner so: „Man beginnt als Schiedsrichter mit Jugendspielen. Wenn man sich dabei gut schlägt, bekommt man zügig Herrenspiele zu leiten.“ Dabei werde man immer wieder beobachtet. „Zeigt man dabei gute Leistungen, sind einem nach oben keine Grenzen gesetzt.“ Die Nachwuchsförderung zeige sich darin, dass man sowohl als Assistent als auch als Schiedsrichter bei vielversprechenden und spannenden Spielen, wie Derbys oder Spitzenduelle, eingesetzt wird. „Dadurch wird man gefordert und auch gefördert.“ 

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