Schießen

15.12.2016

Überraschend stark

Die Jüngste der Mertinger Schützen, Marie-Christin Thurner zeigte am vergangenen Wettkampftag im Duell gegen Bergheim eine starke Leistung.
Bild: Szilvia Izsó

Die Mertinger Luftgewehrschützen erobern Rang zwei der Bayernliga. Damit hat selbst im Verein niemand gerechnet. Den Staudheimer Routiniers fehlt dagegen das nötige Quäntchen Glück.

Staudheim Mit viel Respekt waren die Luftgewehr-Schützen von Gemütlichkeit Mertingen im Herbst in die neue Bayernliga-Saison gestartet. Schließlich sah sich der Aufsteiger nun sehr erfahrenen Teams gegenüber, die bereits seit einigen Jahren die Liga halten oder sogar schon in der 2. Bundesliga angetreten sind. Dass sich das junge Team zur Winterpause auf dem zweiten Tabellenrang wiederfinden würde, damit hatte man nicht gerechnet. Doch durch die beiden Siege am vergangenen Wettkampftag ist genau das passiert. „Mit einem so guten Start hat trotz intensivster Vorbereitungen, wie Trainingslager und Vergleichswettkämpfen, niemand gerechnet“, sagt Sportwart Bernd Schröttle.

Beim mit Spannung erwarteten Schießtermin bei Winterlust Staudheim musste die Mertinger Mannschaft gegen Donauperle Bergheim und gegen Olching antreten. Zuvor hatte das Team die bestmöglichen Trainings- und Mentalvorbereitungen absolviert. Für Mertingen an Position eins stand gegen Bergheim der Vorarlberger Thomas Muxel, der mit Katharina Schmaus eine erfahrene und sehr starke Gegnerin hatte. Beim Ergebnis von jeweils 395 Ringen musste mit einem Stechschuss entschieden werden. Erst beim dritten Schuss fiel die Entscheidung zugunsten der Mertinger. Barbara Riedels Gegnerin Sibille Gerstner legte 389 Ringe vor, die Riedel mit 385 Ringen nicht überbieten konnte. Einen schlechten Start erwischte Verena Schröttle, die mit 380 gegen 386 Ringe gegen Pauline Strixner deutlich das Nachsehen hatte.

Das wohl knappste Ergebnis lieferte André Sauter auf Position vier ab. Mit starken 387:386 Ringen. Zu jeder Zeit den Wettkampf im Griff hatte die Jüngste im Bunde, Marie-Christin Thurner, mit 385:379 Ringen. Somit ging der erste Wettkampf an die Mertinger.

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Nach kurzer Pause kam es mit dem zweiten Wettkampf gegen Olching zu einem weiteren Kraftakt. Der Tabellenletzte machte den Mertingern das Leben unerwartet schwer. Thomas Muxel holte mit 390:384 Ringen souverän den Einzelpunkt. Die Zweierpaarung ging knapp an Olching mit 384 Ringen gegen 383 von Barbara Riedel. Den Patzer aus der Vorrunde glich Verena Schröttle mit 388:379 Ringen bravourös aus und sie sicherte den zweiten Einzelpunkt. Andre Sauter holte mit 387 Ringen den dritten und entscheidenden Einzelpunkt. Die am Vormittag noch so stark schießende Marie-Christin Thurner hatte mit 377 Ringen gegen eine überragend schießende Evelyn Baab mit 390 keine Chance.

Mit diesen beiden Mannschaftspunkten liegt Mertingen in der Tabelle nun auf Platz zwei hinter Dießen am Ammersee

Schwerer Kampf für die Gastgeber

Anders als Mertingen fehlte Gastgeber Staudheim gegen die Bergheimer Mannschaft ein wenig das nötige Quäntchen Glück. Doch zunächst eröffnete Staudheim den Wettkampftag gegen Olching, das bislang zwar gute Ergebnisse schoss, aber oftmals glücklos blieb.

Als schnellste Schützin holte Martina Lindel mit sehr guten 390:383 Ringen ihren Punkt. Keine Chance hatte Jürgen Herde gegen Evelyn Baab. Er zog schlussendlich mit 384:386 den Kürzeren. Sandra Specht und ihr Gegner egalisierten sich in den ersten drei Serien (jeweils 98-99-98) und erst in der entscheidenden vierten Serie knickte Schindler aus Olching ein. Specht gewann mit 393:390. Ihr Kollege Stefan Lindel erwischte einen sehr guten Start in den Wettkampftag. Er ließ mit 99-99-97-98 und insgesamt 393 Ringen seiner Gegnerin (381) keine Chance. Markus Dietmayr machte es spannend. Eine schlechte Serie (98-98-94-99) brachte ihn in die Bredouille. Ein Remis nach den regulären 40 Schuss bedeutete Stechen. Doch hierbei blieb Dietmayr eiskalt. Eine Doppel-Zehn sicherte seinen Punkt gegen eine Neun seiner Gegnerin im zweiten Stechschuss und den 4:1-Sieg seines Teams.

Im zweiten Wettkampf des Tages stand das Lokalderby auf dem Programm: Staudheim gegen Bergheim. Nach dem Vormittagskampf beider Mannschaften schien Staudheim stärker, da der Gastgeber mit 1949 Ringen gewonnen und Bergheim mit 1935 verloren hatte.

Sandra Specht und Katharina Schmaus lieferten sich ein Duell auf Spitzenniveau. Eine hochkarätige Partie – und äußerst spannend für das Publikum – endete mit nur einem Verlustpunkt für Staudheim. Dietmayr steigerte sich in seinem Duell nochmals auf hervorragende 394 Ringe (gegen 392). Martina Lindel konnte ihr Ergebnis vom Vormittag nicht bestätigen (384:389). Ihrem Bruder Stefan ging es nachmittags genauso. Er verlor seinen Punkt ebenfalls mit 384:389. Somit konnte auch Herde nur noch den zweiten Ehrenpunkt für Staudheim holen. Er gewann mit 385:377. Mit 1939:1940 Ringen entschied letztlich nur ein einziger Ring zugunsten der Bergheimer.

Zwar fiel Staudheim dadurch einen Tabellenplatz hinunter auf Rang vier, doch die Stimmung sei immer noch gut, betont Winterlust-Teammitglied Franz Lindel. „Ich denke nach der Winterpause können wir Prittlbach 2 überholen“, glaubt er. Schließlich könne der Drittplatzierte dann nicht mehr auf seine Bundesliga-Schützen aus der ersten Mannschaft zurückgreifen, die nur dreimal in der Bayernliga antreten dürfen und das schon taten.

Jetzt geht in die Winterpause. Start der Rückrunde ist am 22. Januar. (dz)

Bayernliga – Tabelle

1. Kgl.priv. FSG Dießen a.A. 12:4

2. Gemütlichkeit Mertingen 12:4

3. SV Germania Prittlbach 2 10:6

4. SV Winterlust Staudheim 10:6

5. Donauperle Bergheim 10:6

6. 6. Singoldschützen Großaitingen 2 6:10

7. Wörnitzschützen Wechingen 4:12

8. SG „Gemütlichkeit“ Olching e.V. 0:16

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