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Regionalliga

12.10.2019

Ungleiches Duell zweier Aufsteiger

In der vergangenen Bayernliga-Saison kam der TSV Rain (in Rot Julian Brandt) beim späteren Meister Türkgücü München zu einem 1:1, das Hinspiel zuhause ging mit 0:1 verloren. Heute, beim Regionalligaduell der beiden Aufsteiger, sind die Mannen von Trainer Alexander Käs als Tabellenschlusslicht klarer Außenseiter.

Tabellenschlusslicht Rain gastiert bei Türkgücu München. Der Spitzenreiter peilt den dritten Aufstieg in Serie an. Der TSV ist absoluter Außenseiter – und personell arg gebeutelt

Es ist ein ungleiches Duell, das dem TSV Rain am heutigen Samstag bevorsteht. Hier der glänzende Tabellenführer SV Türkgücü München – dort der nicht aufgebende Tabellenletzte TSV Rain. 19 Punkte trennen beide Teams im Klassement. Türkgücü führt das Feld mit 31 Punkten aus 14 Spielen an. Tief im Süden der Tabelle ist der TSV beheimatet. Mit zwölf Zählern hält Rain aber immer noch Anschluss an das hintere Mittelfeld. Gespielt wird heute um 14 Uhr in Heimstetten. In der vergangenen Spielzeit gehörten beide Teams noch der Bayernliga Süd an. Türkgücü schaffte im Sommer als souveräner Meister den Durchmarsch in die Regionalliga, Rain zog über die Relegation nach.

Es war keine Schande, dass der TSV Rain am vergangenen Wochenende sein Heimspiel gegen Bayreuth mit 1:2 verloren hatte. Die Oberfranken entpuppten sich als bärenstarke Truppe, die die Partie völlig verdient gewann. TSV-Coach Alexander Käs meinte dazu: „Es ist kein Problem, dass wir gegen Gegner wie Bayreuth verloren haben. Andere Niederlagen taten da schon viel mehr weh.“ Was dem Trainer deutlich mehr zu schaffen macht, ist die personelle Situation. Seit mehreren Wochen bereits werden die Spieler immer weniger. So wurde gegen Bayreuth Blerand Kurtishaj via Roter Karte des Feldes verwiesen. Dafür bekam der Offensivspieler vom Verbandssportgericht eine Sperre von drei Spielen aufgebrummt.

Hinzu kommt noch, dass Maximilian Bär im Training umgeknickt ist und sich offensichtlich eine Außenbandverletzung zugezogen hat. So fallen beide Spieler am Samstag aus. Die Fehlliste ist damit auf zehn Akteure angewachsen. „Eine solch extreme personelle Situation hatte ich bisher noch nicht erlebt“, so Rains Übungsleiter. Im 15 Mann starken Kader ist außerdem Tjark Dannemann dabei, der eigentlich noch angeschlagen ist und wohl kaum spielen kann. Anders sieht die Situation beim SV Türkgücü München aus. Dem neuen Trainer Reiner Maurer steht ein exklusiver Spielerkader zur Verfügung. Das Ziel 3. Liga sollte somit erreichbar sein. Nach 14 Spieltagen liegen die Osmanen punktgleich mit Schweinfurt vorne. Die Verfolger dürften bei der aktuellen Dominanz der beiden führenden Teams keine Rolle mehr spielen. Wirft man einen Blick auf den Spielerkader von Türkgücü, so stellt man fest, dass die allermeisten Akteure Drittligaerfahrung nachweisen können. Topspieler istunter anderem Patrick Hasenhüttl, der Sohn des früheren Ingolstädter und jetzigen Southamptoner Trainers Ralph Hasenhüttl. Hasenhüttl führt auch die interne Torschützenliste mit neun Toren an. Ihm folgen Marco Holz und Kasim Rabihic mit je fünf Toren. In die Begegnung mit den Gästen vom Lech geht Türkgücü als haushoher Favorit. Nicht umsonst spricht Rains Trainer Alexander Käs genauso wie sein Co-Spielertrainer Johannes Müller von „einer extrem schwierigen Aufgabe, die kaum zu lösen ist.“ Gleichzeitig betonen die Rainer Übungsleiter, dass ihr Team nichts zu verlieren hat – und genau darin auch eine Chance liegen könnte.

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Aufgebot TSV Rain Maschke und Hartmann (Tor), Bobinger, Schröder, Triebel, Cosic, Stefan Müller, Greppmeir, Krabler, Dannemann, Bauer, Luburic, Brandt, Ekin, Knötzinger.

Schiedsrichter Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz)

Abfahrt 10.45 Uhr am Georg-Weber-Stadion. Für Fans besteht wieder eine Mitfahrgelegenheit.

Spielort Stadion Heimstetten, Am Sportpark 2, 85551 Kirchheim-Heimstetten

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