Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Lokalsport
  4. Wie der BC Huisheim die Pandemie als Chance für neue Sportarten nutzt

Breitensport

04.11.2020

Wie der BC Huisheim die Pandemie als Chance für neue Sportarten nutzt

So sieht eine Runde Spikeball aus. Diese Trendsportart hat beim BC Huisheim mittlerweile eine große Anhängerschaft gefunden. Und der Verein will künftig noch weitere Angebote schaffen.

Plus Der BC Huisheim hat seine Angebotspalette erweitert. Den Anfang dazu hat Spikeball gemacht. Welche Trends im nächsten Jahr noch umgesetzt werden sollen.

Die Zeiten für Sportvereine sind nicht einfach: Seit Jahren sind manche Mannschaftssportarten eher auf dem Rückzug und die aktuelle Pandemiesituation erschwert den normalen Sportalltag beziehungsweise macht ihn sogar unmöglich. Beim BC Huisheim führte das zu der Überlegung, unter dem Arbeitstitel „BCH4.0“ eine Arbeitsgruppe zu gründen, um neue Trends in der Sportwelt auszuloten und zu bewerten, ob diese sich auch in einem kleinen Ort wie Huisheim verwirklichen lassen.

In einer ersten Auswahl kristallisierten sich Sportarten wie eFootball, Stand-Up-Paddling oder Spikeball sowie ein Outdoor-Parcours und als mögliche neue Angebote heraus. Angesprochen werden sollten Altersgruppen ab dem Teenager-Alter. Als erstes wurde Spikeball für die Umsetzung ausgewählt.

Beim BC Huisheim wird jetzt Spikeball gespielt

Aber was ist eigentlich Spikeball und wo kommt diese Sportart her? Man könnte sagen, dass Spikeball, das auch Roundnet genannt wird, ist mit Volleyball verwandt. Was wäre Volleyball ohne Netz? Endloses Baggern und Pritschen, ein Spiel ohne den gewissen Kick. Wie man den Witz eines Beachvolleyballspiels mit einem trampolinartigen Netz und einem weichen Ball, der etwas größer als ein Tennisball ist verwirklicht, macht der Spikeball (deutsch „Schmetterball“) vor.

Der Clou des 360-Grad-Spiels für zwei und mehr Personen: Der gelbe Ball ist kleiner und weicher. Das Spielfeld hat keine festen Grenzen. Und das Netz steht wie ein Trampolin in der Mitte. Ballwechsel haben den gleichen Rhythmus wie beim Volleyball. Gespielt wird mit dem ganzen Körper, nur Füße sind verboten. Bei der dritten Berührung muss der Ball dann nicht über, sondern auf das Netz zum Gegner gespielt werden. Dort muss er sauber aufprallen und über den Rand hinausspringen.

Es gibt Ähnlichkeiten mit Volleyball

Die gegnerische Mannschaft hat selbst maximal drei Schläge, um zurück zu spielen. Zum Aufschlag stehen sich die Teams noch gegenüber. Aber auf dem Spielfeld ohne Grenzen laufen alle wild um das Netz herum. Nur einander im Weg stehen und auf den Rahmen schmettern dürfen sie nicht - sonst geht der Punkt an den Gegner. Die Idee zu dieser Sportart entstand Ende der 1980er Jahre in den USA. Dort wurde das Spiel schnell populär und schwappt so langsam auch zu uns herüber. So gibt es in Deutschland schon zahlreiche Spikeball Clubs und auch ein Ligabetrieb wird bereits angeboten.

Johannes Rothmeyer, Vorstandsmitglied des BCH, wurde während eines Urlaubs auch in den Bann dieses Spieles gezogen. Er war davon so begeistert, dass er sich sofort die Ausrüstung dazu kaufte und mittlerweile mit Freunden regelmäßig spielt.

Nach einem ersten Probetraining beim BCH im Sommer sprang die Begeisterung für das Spiel auf weitere Spieler über. Schnell nahm die Teilnehmerzahl zu und man benötigte mehrere Spielsets. Aus einem Probetraining wurde mittlerweile ein regelmäßiger Trainingsbetrieb mit bis zu 16 Teilnehmern, die zwischen 16 und 40 Jahre alt sind. Bei gutem Wetter trainierte man auf dem Sportgelände und ging bei schlechtem wetter in die Turnhalle. Für den Winter ist jetzt ein fester Hallentermin gebucht, der allerdings aktuell wegen dem Teil-Lockdown nicht genutzt werden kann.

BC Huisheim will eFootball undStand-Up-Paddling ins Programm nehmen

Rothmeyer hat für die nächste Zukunft noch einiges vor. So soll mit anderen Spikeballvereinen – solche gibt es etwa in Augsburg und München – Kontakt aufgenommen werden und für das Frühjahr, sobald Corona es zulässt, ein eigenen Turniers ins Auge ausgetragen werden

Diese Begeisterung und Aufbruchstimmung habe mittlerweile an Fahrt aufgenommen und für das nächste Jahr plane der BCH, weitere Trendsportarten wie eFootball oder Stand-Up-Paddling an den Start zu bringen. Das Ziel des Vereis ist es laut eigener Aussage, „auch für die Zukunft attraktiv zu bleiben und sich für neue Entwicklungen offen zu zeigen“.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren