Bogensport

11.07.2018

Wohlfühlmoment bei jedem Schuss

Nach dem schwäbischen Meistertitel sicherte sich Lea Meitinger (links) bei der „Bayerischen“ nun den dritten Platz. Astrid Arendarik konnte sich mit 672 Ringen gar über den Titel freuen.
Bild: Schütz

Zwei Nachwuchsschützinnen vom FC Mertingen sichern sich Medaillen bei den Bayerischen Meisterschaften. Die Titelträgerin verrät, warum es mit Rang eins geklappt hat.

Olching/Mertingen Bei der Bayerischen Meisterschaft Bogenschießen im Freien in Olching haben die Bogenschützen des FC Mertingen gezeigt, wie gut sie ihre Trainingsergebnisse im Wettkampf abrufen können. Lea Meitinger, zuletzt noch Schwäbische Meisterin im Bogenschießen bekam es diesmal mit Gegnerinnen aus ganz Bayern zu tun. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Windböen kam Meitinger sehr schnell auf ihr Leistungsniveau zurück und erkämpfte sich am Ende den dritten Platz. „Es war sehr schön auf der Bayerischen Meisterschaft zu schießen, jedoch war es mit dem Finalschießen anstrengender, als ich gedacht habe. Ich bin überglücklich mit meinem dritten Platz und freue mich auf weitere Wettkämpfe“, sagt die junge Bogenschützin.

Meitinger war in der Klasse Recurve Juniorinnen (Wettkampfdistanz 70 Meter) angetreten und hatte nach 72 Wertungspfeilen das Finalschießen erreicht. Dieses bestreiten immer die besten 16 aus einer Wettkampklasse. Hier gilt das K.O.-System. Es werden drei Pfeile geschossen, hat ein Schütze nun mehr Ringe geschossen als sein Gegner, bekommt er zwei Punkte. Bei Ringgleichheit gibt es je einen Punkt. Sobald ein Schütze sechs Punkte erreicht hat, ist das Match gewonnen und er darf in die nächste Runde. Wenn es jedoch 5:5 steht, wird nur noch ein Pfeil (Stechpfeil) geschossen, hier gilt nun, wer näher am Zentrum ist, hat gewonnen.

Arendarik nimmt sich vor zu gewinnen

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Astrid Arendarik, die erfahrenste Schützin der Mertinger Bogenjugend hat sich bei der Bayerischen Meisterschaft selbst übertroffen. Noch nie schoss sie so viel bei einem Wettkampf. Ihre erste Passe (eine Passe sind sechs Pfeile) begann sie mit 58 von 60 möglichen Ringen. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt Platz zwei. Ab der zweiten Passe übernahm Arendarik dann die Führung und gab diese nicht mehr aus der Hand.

Am Ende des ersten Durchgangs (ein Durchgang sind sechs Passen) hatte sie 336 von 360 Ringen geschossen. Sie wiederholte dieses sehr gute Ergebnis auch im zweiten Durchgang und darf sich mit 672 Ringen nun Bayerische Meisterin in der Schülerklasse A weiblich nennen bei einer Wettkampfdistanz von 40 Metern. „Ich war ja schon ein paar mal bei den Bayerischen Meisterschaften, aber diesmal habe ich mir vorgenommen zu gewinnen. Ich habe mich bei fast jedem Schuss sehr wohl gefühlt“, beteuerte die neue Titelträgerin. Am Ende habe sich dann ihr Training ausgezahlt, insbesondere das häufige Konditionstraining.

Spartenleiter Stefan Schütz zeigte sich sehr stolz auf seine Schützlinge und kündigte bereits deren nächste Wettkämpfe an: „Bei uns gibt es momentan kein Ausruhen auf den Lorbeeren, da in ein paar Wochen die Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden anstehen und wir uns wieder gute Platzierungen im vorderen Bereich ausrechnen.“ (dz)

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